MyMz
Anzeige

Stadt Kelheim baut 15 Wohnungen

Die Kreisstadt investiert in den sozialen Wohnungsbau. Bürgermeister: Der Freistaat soll Förderrichtlinien nochmals prüfen.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

Bürgermeister Horst Hartmann und Diplom-Ingenieur (FH) Hannes Zitzelsberger (l.) in einer Wohnung im Neubau Foto: Bachmeier-Fausten
Bürgermeister Horst Hartmann und Diplom-Ingenieur (FH) Hannes Zitzelsberger (l.) in einer Wohnung im Neubau Foto: Bachmeier-Fausten

Kelheim. In einem Vierteljahr werden die 15 Wohnungen (Größe 50 bis 75 Quadratmeter) im Neubau der Stadt an der Starenstraße bezogen werden können. Die Mietverträge werden nach Auskunft von Bürgermeister Horst Hartmann „jetzt vorbereitet“. Aus einer Liste mit 30 bis 35 Bewerbern habe die Verwaltung nach sozialen Gesichtspunkten – alleinerziehend, Handicaps, Einkommensgrenzen – einen Vorschlag erarbeitet, der im Bauausschuss einstimmig angenommen worden sei.

Der Mietpreis pro Quadratmeter: circa 6,50 Euro. Im frei finanzierten Wohnungsbau liege der Quadratmeterpreis „deutlich höher – um die zehn Euro“.

Die Kosten für den Neubau beziffert das Stadtoberhaupt auf circa 2,1 Millionen Euro. Es sei keine Überschreitung erkennbar.

Aufgrund der Förderung durch den Freistaat Bayern „muss die Stadt Bauherr sein“. Bürgermeister Hartmann plädiert für eine nochmalige Prüfung durch den Freistaat Bayern, damit beispielsweise auch eine Stadtbau GmbH eine Förderung für ein soziales Wohnungsbauprojekt bekäme. Seiner Ansicht hätte das den Vorteil, dass durch „unsere Stadtbau GmbH deutlich schneller eine Maßnahme umgesetzt werden kann, weil man nicht so viele bürokratische Hürden nehmen müsste“. Vor eineinhalb Jahren habe er bereits über den Regierungspräsidenten beim Innenminister einen Vorstoß unternommen wegen einer Änderung der Richtlinien.

Wie Kelheims Stadtkämmerer Max Schneider sagt, beinhalte die Förderung des Freistaates Bayern für sozialen Wohnungsbau einen Geldzuschuss und ein zinsverbilligtes Darlehen. Die 30-prozentige Anteilsfinanzierung für den Bau in der Starenstraße belaufe sich auf circa 600 000 Euro, außerdem habe die Stadt eine Million Euro als zinsverbilligtes Darlehen (null Prozent) Zins von der Landes-Boden-Kreditanstalt in Anspruch genommen, für bis 1,2 Millionen Euro wäre das möglich gewesen. Der Kredit werde vom Freistaat Bayern „gesponsort“.

Der Bürgermeister weist auf Gebäude mit insgesamt 31 Wohnungen der Stadt hin, die der seit Anfang 2017 bestehenden Stadtbau GmbH übertragen wurden. In der Bauersiedlung hat die Stadt vier Wohngebäude aus der Nachkriegszeit. Ein Haus davon sei für obdachlose Menschen. Diese beiden Wohnungen seien „derzeit ziemlich belegt“. Ein anderes Gebäude sei wegen eines Renovierungsstaus nur zum Teil vermietet. Es werde derzeit überlegt, ob ein weiteres Wohngebäude durch die Stadtbau GmbH gebaut werde. Hartmann: „Wir als Stadt nehmen uns des Themas Wohnungsnot an und werden weiter handeln.“

Weitere Berichte zur Themenwoche Bauen, Wohnen, Mieten lesen Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht