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Abwasser

Biburg ist in Abensberg willkommen

Politiker sind grundsätzlich dafür, dass die Nachbarkommune an die Kläranlage angeschlossen wird. Es sind aber Zahlen nötig.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Abensberger Kläranlage Foto: Neumaier
Die Abensberger Kläranlage Foto: Neumaier

Abensberg.Der Wunsch der Kommune Biburg, an die Abensberger Kläranlage angeschlossen zu werden, ist ein Stück weiter Wirklichkeit geworden. Der Werkausschuss hat dafür jetzt einstimmig sein grünes Licht gegeben. Allerdings wollen die Politiker noch konkrete Zahlen sehen, was die Kosten für die Maßnahme und den Betrieb betrifft. Die sollen Fachplaner liefern. Stadtwerkechef Hans Schmid und Bürgermeister Dr. Uwe Brandl (CSU) gehen davon aus, dass im zweiten Jahresviertel der Stadtrat eine endgültige Entscheidung treffen könnte.

Kosten werden gesplittet

Klar ist laut Bürgermeister, dass die Kommune Biburg an Bauarbeiten für das Projekt, die auf Abensberger Gebiet stattfinden, kostenmäßig beteiligt werden müsse. Außerdem sei ausgeschlossen, dass die Gebührenhöhe der Abensberger aus diesem Grund steigen könne. In Wortmeldungen in der Sitzung machten Richard Zieglmeier (Grüne) und Josef Weber (Freie Wähler) deutlich, dass dies in ihren Augen auch sichergestellt sein müsse. Wie sich die gesamte Maßnahme auf die Gebühren der Biburger auswirkt, müssten die jetzt zu beauftragenden Vorarbeiten zeigen. Bauarbeiten, die auf Biburger Gebiet stattfinden, bezahlt auch Biburg – ebenso die notwendige Leitung nach Abensberg.

Ehe

Biburg will den Anschluss an Abensberg

Eine Druckleitung soll Schmutzwasser in die Kläranlage des großen Nachbarn transportieren. 500 000 Euro kostet das.

„Wir sprechen schon seit einigen Jahren über das Thema“, befand der Bürgermeister eingangs der Sitzung. Eines sei klar: Die Biburger Anlage müsse komplett umgebaut werden, um den geltenden Regeln der Technik zu genügen. Das sagte Brandl auf Nachfrage Webers, was der Grund für das Biburger Ansinnen sei.

Alternativen geprüft

Es habe Überlegungen und Studien dazu gegeben, wie für Biburg nachgebessert werden könne. Dabei sei sowohl ein Umbau als auch ein Anschluss an die Siegenburger Kläranlage auf dem Tisch gekommen. Unter dem Strich sei die Verbindung mit Abensberg für Biburg am kostengünstigsten. So sagte es Biburgs Bürgermeister Thomas Zachmayer im November.

Bei den Nachbarn

  • Überlegungen:

    In Wildenberg gab es erst jüngst einen Bürgerentscheid. Damit wurden Planungen für einen Neubau einer Kläranlage für‘s Erste gestoppt. Unter anderem soll ein Anschluss an Siegenburg soll geprüft werden.

  • Kooperation:

    Train betreibt seit Jahren gemeinsam mit Elsendorf eine Kläranlage. Das Kirchdorfer Abwasser wird seit Jahr und Tag in der Siegenburger Anlage gereinigt. (wo)

Schmid machte in der Sitzung deutlich, dass die Abensberger Anlage das zusätzliche Schmutz- und Regenwasser problemlos verkraften würde. Sie ist nach seinen Worten auf 24 000 sogenannte Einwohnergleichwerte ausgelegt. Derzeit müsse sie deren 14 000 verkraften. Aus Biburg würden im Höchstfall 1600 dazukommen.

Leitung nach Abensberg

Schmid erläuterte die Bauarbeiten: In Biburg muss an der derzeitigen Kläranlage ein Pumpwerk gebaut werden, um das Schmutzwasser per Druckleitung nach Abensberg zu transportieren. Diese soll über Rappersdorf und Allersdorf zur Gillamooswiese führen, wo es einen Übergabeschacht geben soll.

Die Abensberger Jahnstraße Foto: Abeltshauser
Die Abensberger Jahnstraße Foto: Abeltshauser

Das Biburger Abwasser würde weiter über die Jahnstraße Richtung Aunkofen und von dort zur Kläranlage fließen. Der Abwasserkanal in der Jahnstraße müsste laut Schmid auf einer Länge von knapp hundert Metern vergrößert werden. In Aunkofen ist vorgesehen, eine neue Pumpstation zu bauen. Allerdings sei dies ohnehin notwendig. Die Anlage käme auch so.

Vertrag muss unterzeichnet werden

Zu vereinbaren ist nach den Worten von Brandl ein Einleitungsvertrag mit der Kommune Biburg. Unter anderem soll darin das Benutzungsentgeld und ein Baubeitrag der Nachbargemeinde an die Abensberger Entwässerungseinrichtung geregelt werden. Auch um hier Zahlen zu erhalten, sind die angesprochenen Untersuchungen und Berechnungen der Fachleute notwendig.

Die Kläranlage Biburg Foto: Abeltshauser
Die Kläranlage Biburg Foto: Abeltshauser

In der Sitzung sprachen sich Dr. Bastian Bohn (CSU) und Simon Steber (Junge Liste) in Wortmeldungen für das Bauvorhaben aus. Es sei folgerichtig. Arbeite man doch auch im Schulverband sehr gut zusammen. Schmid rechnet mit einer Umsetzung der Baumaßnahme bis 2021.

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