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Ehe

Biburg will den Anschluss an Abensberg

Eine Druckleitung soll Schmutzwasser in die Kläranlage des großen Nachbarn transportieren. 500 000 Euro kostet das.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Klärteiche in Biburg Foto: Abeltshauser
Die Klärteiche in Biburg Foto: Abeltshauser

Biburg.Die Biburger haben sich entschieden. In Zukunft wollen sie keine eigene Kläranlage mehr betreiben. Stattdessen soll ihr Schmutzwasser gen Abensberg fließen, um dort gereinigt zu werden. Laut Biburgs Bürgermeister Thomas Zachmayer wird der Anschluss an die 500 000 Euro kosten. Die bestehende Anlage im Ort auf den Stand der Technik zu bringen und sie vor Bibern zu schützen würde mehr Geld kosten.

Zachmayer betont, dass auch ein Anschluss an Siegenburg geprüft wurde. Der wäre aber doppelt so teuer. Wichtig für die Entscheidung Richtung Abensberg war, dass es seitens des Wasserwirtschaftsamtes mittlerweile Zuschüsse dafür gibt, kleinere Anlagen an größere anzuschließen. Die Experten der Behörde gehen nach seinen Worten davon aus, dass die Großen leichter notwendige Grenzwerte einhalten können. Derzeit werde der Förderantrag für das Projekt vorbereitet. Vorgesehen ist, das schmutzige Biburger Wasser mittels einer Druckleitung nach Abensberg zu transportieren.

In Richtung Gillamooswiese

Die Rohre werden nach jetzigem Stand der Planungen über Rappersdorf und Allersdorf unter öffentlichem Grund zur Abensberger Gillamooswiese führen. Dort sollen sie mit einem bestehenden Abensberger Kanal zusammengeschlossen werden. Das geschieht technisch mittels eines Übergabeschachtes. Was laut Hans Schmid – Abensberger Stadtwerkechef – handwerklich keine große Sache sei.

Kläranlage

Biburger suchen Anschluss

Gemeinsam mit Abensberg gibt es Gedankenspiele das Schmutzwasser nur noch in der Babonenstadt zu reinigen.

Von der Gillamooswiese geht es über die bestehende Kanaltrasse unter der Jahnstraße Richtung Kläranlage. In dem Bereich müssen laut Schmid in Teilstücken größere Rohre eingesetzt werden. Im Bereich Aunkofen ist dann eine Pumpstation notwendig. Die wollen die Abensberger laut Schmid aber ohnehin im Rahmen des Generalentwässerungsplans errichten. Im Klärwerk selbst sei nichts notwendig. Die Kapazität reiche aus, um das Biburger Wasser zu reinigen.

Die Gillamooswiese in Abensberg Foto: Abeltshauser
Die Gillamooswiese in Abensberg Foto: Abeltshauser

Laut Zachmayer gibt es zumindest Ideen, was aus der alten Kläranlage in Biburg werden soll. Vorstellbar sei, aus den Klär- in Zukunft Regenrückhaltebecken zu machen. Die Kommune habe zwar in der Nähe schon Wiesenflächen erworben, um dort solche Becken zu erreichten. Es sei in des Bürgermeisters Augen aber sinnvoller, schon vorhandene Anlagen zu nutzen.

Bei den Nachbarn

  • Siegenburg:

    So ein Zusammenschluss ist nichts ungewöhnliches in der Region. So klärt Kirchdorf sein Wasser in der Siegenburger Anlage. In Wildenberg wird darüber debattiert.

  • Train:

    Gemeinsam mit Elsendorf betreiben die Trainer seit vielen Jahren eine Kläranlage. Konkret kommt das Schmutzwasser aus der Kommune der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg nach Train. (wo)

Offen sei, wie viel Arbeit in die Becken gesteckt werden müsse, um sie entsprechend zu verwenden. Da müsse wohl vor allem auf die beiden Erdbecken geblickt werden.

Vertrag wird geschlossen

Während konkrete Baumaßnahmen erst noch anlaufen, sind die vertraglichen Voraussetzungen schon weit gediehen. „Wir werden es im Rahmen eines Einleitungsvertrages regeln“, sagt Schmid auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Letztendlich bedeutet das, dass Biburg unter dem Strich wie ein normaler privater Einleiter eben für die Menge an Schmutzwasser bezahle, die es verursacht. Wobei der Tarif ein anderer sei als bei den Gebühren für die Bürger. Derzeit würden die Biburger das von den Abensberger erarbeitete Regelwerk prüfen. Umgesetzt werden soll das Projekt im kommenden Jahr.

Weitere Artikel über Biburg finden Sie hier.

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