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Polit-Abc

„Ökologie und Ökonomie sind vereinbar“

Am 24.9. haben Sie die Wahl. Wir stellen die Bundestags-Direktkandidaten für Kelheim-Landshut vor. Heute Petra Seifert, Grüne

Petra Seifert will für Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag einziehen, für den Wahlkreis Kelheim-Landshut. Foto: Seifert
Petra Seifert will für Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag einziehen, für den Wahlkreis Kelheim-Landshut. Foto: Seifert

Kelheim.Neun Kandidatinnen und Kandidaten bewerben sich am 24. September um das Bundestags-Direktmandat für den Wahlkreis Kelheim - Landshut. Wir haben alle um Statements zu vorgegebenen Stichworten, von A bis Z, gebeten. Geantwortet haben uns, mit Ausnahme der AfD, alle Bewerber/innen. Deren Antworten veröffentlichen wir in ausgeloster Reihenfolge.

A93 & Bundesstraßen:

Um Verkehrssicherheit zu erhöhen und CO2-Emissionen zu senken, ist ein Tempolimit auf Autobahnen notwendig: 120km/h, natürlich auch auf der A93; Ausbau eines verkehrssicheren Radwegenetzes an Bundesstraßen.

Breitband-Ausbau:

Muss wesentlich schneller vorangehen als von Staatsregierung geplant.

Petra Seifert will für Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag einziehen, für den Wahlkreis Kelheim-Landshut. Foto: Seifert
Petra Seifert will für Bündnis 90/Die Grünen in den Bundestag einziehen, für den Wahlkreis Kelheim-Landshut. Foto: Seifert

CO2/Energiewende:

100% Erneuerbare Energien bis 2050; Abschalten der dreckigsten Kohlekraftwerke jetzt; Ausstieg aus Kohleverstromung bis 2030; Umstieg auf abgasfreie Autos; Letzte Zulassung für Verbrennungsmotor-Neuwagen 2030.

Diesel-Affäre:

Technische Nachrüstung, z.B. Einbau verbesserter Abgasreinigungssystemen: Kostenübernahme durch Verursacher; Ermöglichung von Sammelklagen.

EU-Zukunft:

Wir Grüne wollen, dass die Politik in der EU nachhaltiger, demokratischer, solidarischer, gerechter und verantwortungsvoller gegenüber der Welt wird. Die EU kann Vorreiter für umwelt- und klimafreundliches Wirtschaften sein und ein Modell für demokratische, soziale und ökologische Politik im globalisierten Zeitalter.

Familienförderung:

Kinder und Familien durch ein Familienbudget von zusätzlich 12 Milliarden Euro pro Jahr fördern.

Grenzen:

Die EU muss ihre Grenzen kontrollieren und selbstverständlich registrieren, wer einreist.

Homo-Ehe:

Ehe für alle, wie im Bundestag beschlossen.

Inklusion:

Wir Grünen fordern die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenkonvention; Teilhabe und Selbstbestimmung.

Jobs:

Gleiche Bezahlung gleichwertiger Arbeit für Männer und Frauen. Mehr Jobs durch ökologische Modernisierung; Gestaltung der Digitalisierung der Arbeitswelt; Reduzierung der prekären Arbeitsverhältnisse.

Kluft Arm-Reich:

Stoppsignale für völlig überzogene Managergehälter über Steuerrecht und Vermögenssteuer für Superreiche. Faires Steuersystem, bei dem Superreiche und multinationale Unternehmen ihren Betrag fürs Gemeinwesen leisten. Kampf gegen Steuerschlupflöcher; Rentenniveau stabilisieren.

Zur Person

  • Persönliches:

    Petra Seifert, geboren am 2. Juli 1959; wohnt in Altdorf bei Landshut; verheiratet; Beruf: Organisationsberaterin und Supervisorin

  • Parteizugehörigkeit:

    Bei Bündnis 90/Die Grünen seit 2011

  • Politische Ämter/ Funktionen:

    Vorsitzenden Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag Landshut; Kreisverbandsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Landshut Land

  • Öffentliche / Ehrenämter:

    Kreisrätin; Beisitzerin „Freunde der Altstadt Landshut e.V.“

  • Wichtigstes Ziel für den Wahlkreis:

    Umstieg auf Erneuerbare Energien und dezentrale Energieversorgung.

  • Mögliche/r Koalitionspartner:

    hängt vom Wahlergebnis ab

Landwirtschaft & Landschaft:

Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, ohne Gift, Gentechnik; für artgerechte Tierhaltung, für gutes, gesundes Essen. Bauernhöfe statt Agrarfabriken; Erhalt der Bodenqualität und Artenvielfalt; Bauern und Bäuerinnen verdienen faire Preise für gute Lebensmittel. Kein Flächenfraß: Eindämmung der Bodenversiegelung!

Migration:

Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen, brauchen Schutz. Wir Grüne bekennen uns klar zum Grundrecht auf Asyl. Menschen, die aus freien Stücken zu uns kommen wollen, wollen wir mit einem Einwanderungsgesetz legale, faire Möglichkeiten schaffen. Grundlage des Zusammenlebens sind Grundgesetz und unsere Grundwerte.

Nation:

Es gibt keine nationalen Lösungen für grenzüberschreitende Probleme, wie Klimakrise, Terrorismus, Digitalisierung, Migration, Sicherheit oder Steuerbetrug. Allein kann das kein Staat bewältigen, gemeinsam können wir das in Europa.

Ökonomie:

Ökologie und Ökonomie lassen sich vereinbaren: Grüner wirtschaften für eine lebenswerte Zukunft, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten und um Wohlstand und wirtschaftliche Chancen für die Zukunft zu generieren.

Pflegenotstand:

Erfordert nachhaltige Finanzierung durch Bürgerversicherung auch in der Pflege, Transparenz, gute Beratung und individuelles Case-Management für Betroffene und Angehörige, bessere Bezahlung für Pflegekräfte.

Rüstung:

Deutlich weniger Rüstungsexporte, und keine mehr in Länder wie Saudi-Arabien!

Sicherheit:

Personelle Aufstockung der Polizei, gut ausgestattet und europaweit vernetzt. Rechtsstaatliche Errungenschaften nicht gefährden. Soziale Sicherheit ist Bedingung für inneren Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Soziale Sicherungssysteme daher zukunftsfest machen, Rentenniveau stabilisieren!

Trinkwasser:

Nitrat-Grenzwerte im Grundwasser einhalten! Verschmutzung durch massenhafte Düngemittel und Gülle stoppen!

Ultras im Fußball:

Der Schritt des DFB ist zu begrüßen, als Zeichen der Deeskalation einen Dialog mit den Ultras zu führen. Appell an die Ultras, die Gewalt in Stadien nicht weiter zu eskalieren.

Videoüberwachung:

Beim Pilotprojekt „Biometrische Gesichtserkennung“ in Berlin: Ich teile die Kritik von Datenschützern, dass dies das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt.

Wahlmüdigkeit:

Klare Positionierung der etablierten Parteien notwendig. Wählen bedeutet in einer Demokratie: Mitgestalten der politischen Zukunft.

XXL:

Bundes-Großprojekte: Großprojekte konsequent auf Kosten-Nutzen-Verhältnis überprüfen (Negativbeispiel: Stuttgart 21); aus Planungs- und Umsetzungsfehler von BER lernen und künftig vermeiden.

Zukunft:

Jetzt die Weichen für eine lebenswerte Zukunft stellen: durch ökologische Modernisierung, soziale und globale Gerechtigkeit.

Viele weitere Berichte rund um die Bundestagswahl finden Sie hier in unserem Wahl-Spezial!

Noch unschlüssig, wen Sie wählen wollen? Dann versuchen Sie es doch mal mit dem „Wahl-O-Mat“ der Bundeszentrale für politische Bildung, für den unser Medienhaus Medienpartner ist! .

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