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Das Ehrenamt hält Abensberg in der Spur

Bei der Weihnachtsfeier des Stadtrates lobten die Redner den Einsatz der Bürger. Nur deshalb sei die Stadt, wie sie ist.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die szenischen Stadtführungen sind nur ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement in Abensberg.Foto : Abeltshauser
Die szenischen Stadtführungen sind nur ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement in Abensberg.Foto : Abeltshauser

Abensberg.Bei der Weihnachtsfeier von Stadtrat und Verwaltung würdigten sowohl die Personalratsvorsitzende Melanie Schmid als auch Bürgermeister Dr. Uwe Brandl den Einsatz ihrer Mitbürger. Die Stadt gäbe es in dieser Form nicht, brächten sich nicht so viele Ehrenamtliche ein. In der Zukunft würden trotzdem auf Bürgerschaft und Politik neue Herausforderungen warten.

Es ist schon Tradition, dass bei der Weihnachtsfeier auch Vertreter des Ehrenamts eingeladen sind. So saßen neben Politikern und städtischen Angestellten Mitglieder des Roten Kreuzes, Helfer der Bücherei oder Kräfte, die im Museum mitmachen. Auch Vertreter des Asylhelferkreises feierten mit. An sie alle wandte sich Schmid vor allem. Ihr Dienst sei so etwas wie Nächstenliebe. „Sie schenken der Stadt ihre Freizeit“, betonte sie.

Ein großes Geschenk

Da schloss sich der Bürgermeister gerne an: „In er Tat: Das größte Geschenk für Abensberg sind Sie“, sprach er mit Blick auf die Ehrenamtlichen. Die besten politischen Ideen würden nichts helfen, gebe es nicht freiwillige Mitstreiter. „In Abensberg ginge es, so wie es ist, nicht ohne sie.“ Er sei stolz auf seine Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Schmid hatte dazu Worte für ihre Kollegen bereit: „Sie machen einen guten Job.“ Und das gehe weit über den Standard hinaus. Der jüngste Besuch der Freunde aus der Partnerstadt St. Gilles habe das wieder einmal deutlich gezeigt.

Der Rathauschef nutzte die Gelegenheit, grundsätzlich auf die politische Arbeit der vergangenen Jahre zurückzublicken. Gemeinsam habe man einiges erreicht. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass Abensberg mittlerweile Sitz eine Hochschule ist. Gleiches gelte für die Wirtschaftsschule. Da habe es sicherlich geholfen, dass er sich mittlerweile durch seine Sitze in verschiedenen Gremien ein Netzwerk aufbauen habe können. Auch wenn diese Tatsache oftmals kritisiert werde.

Abensberg als Beispielstadt

Mit diesen Erfolgen will sich der Bürgermeister noch nicht zufriedengeben. Er habe im Sinn, Abensberg im Umwelt- und im energetischen Bereich zu einem Vorbild zumindest in Bayern zu machen. Schon jetzt würden Kommunen vergleichbarer Größe interessiert auf die Babonenstadt blicken, weil sich dort Interessantes entwickle.

Heuer habe die Kommune viel in die Bereiche Bildung und Betreuung investiert. Die neue Kinderkrippe in Offenstetten sei da nur ein Beispiel. „Und sie ist schon wieder voll.“ Was für Brandl ein Zeichen ist, dass sich viele Menschen in Abensberg wohlfühlen. Weil sie die Stadt ganz bewusst als Heimat für ihre Familie gewählt hätten.

Beim Thema Betreuung werden in seinen Augen in den kommenden Jahren nicht nur die Kinder, sondern auch die älteren Menschen in den Blick geraten. „Auch Abensberg muss sich vom gängigen Familienbild verabschieden.“ Schon allein die Bedingungen der modernen Arbeitswelt würden verhindern, das Senioren grundsätzlich von ihren Kindern betreut werden können. Neue Strukturen müssten sich hier finden. Und auch da werde es wohl ohne ehrenamtliche Kräfte nicht gehen.

Arbeitwelt verändert sich

Weiterhin werden sich auch in der Babonenstadt Änderungen in der Arbeitwelt ergeben. Brandl nannte das Stichwort Digitalisierung. „Wir müssen die Bevölkerung fit machen für die neuen Techniken.“ Und die Menschen müssten sich an neue Wege gewöhnen. Als Beispiel nannte der Bürgermeister ärztliche Diagnosen, die per Internet gestellt werden können. Bei diesen Themen sieht er auch die Abensberger Volkshochschule in der Pflicht, Angebote zu erarbeiten.

Mut Musik und Geschmack durch den Abend

  • Töne:

    Es ist schon fast Tradition. So sagte es Bürgermeister Dr. Uwe Brandl an die drei Musiker gewandt. Wieder einmal sorgten die Notenquetscher für eine besinnliche Stimmung während der Veranstaltung.

  • Menü:

    Die Gäste im Gasthaus beim Lauberger erhielten auch Verpflegung. Wahlweise Schwein, Ente und auch Fleischlos stand auf der Karte. (wo)

Das Ehrenamt stand nicht nur in den Reden im Mittelpunkt. Brandl und seine beiden Vertreter im Amt – Dr. Bernhard Resch und Gertraud Schretzlmeier – zeichneten insgesamt sieben Persönlichkeiten für deren Einsatz für die Kommune aus. Es gab goldene und silberne Bürgermedaillen, den Ehrenring der Stadt sowie den Kulturpreis. Ein ausführlicher Bericht darüber folgt.

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