MyMz
Anzeige

Bürgerversammlung

Das i-Tüpfelchen für Train fehlt noch

Viel ist rund um den Zehentstadl geschehen. Aber das Bräustüberl steht nach wie vor leer. Da ist noch Arbeit nötig.
Von Wolfgang Abeltshauser

Rund um den Zehentstadl ist schon viel geschehen – aber noch nicht alles. Foto: Tanja Dirscherl
Rund um den Zehentstadl ist schon viel geschehen – aber noch nicht alles. Foto: Tanja Dirscherl

Train.Der Zehentstadl war bis auf den letzten Platz gefüllt, als Gemeindeoberhaupt Gerhard Zeitler bei der Bürgerversammlung für Train ans Mikrofon trat. Im Bereich Bildung und Betreuung ist nach seinen Worten schon viel geschehen, beim Thema Ortsmitte mit dem Bräustüberl wartet noch Arbeit. Ein weiteres Ergebnis des Tages war: Nicht ein jeder Wunsch kann erfüllt werden.

Alle seine sich einig: „Wir wollen, dass ins Bräustüberl wieder Leben einkehrt“, formulierte es das Gemeindeoberhaupt. Das fehle noch, sonst sei schon viel passiert rund um den Zehentstadl. Zeitler erinnerte an die Musik- und die Volkshochschule (VHS), die in den Räumen eine Heimat gefunden haben. Die jungen Musiker seien immer mehr ein Teil des kulturellen Lebens der Kommune. Sie hätten diesmal sogar beim Adventskonzert mitgemacht.

Die Volkshochschule wächst

Und die VHS entwickle sich so gut, dass in Zukunft nicht mehr alle Kurse im Stadl Platz finden werden. Deshalb soll der ehemalige Sitzungssaal in der Mehrzweckhalle hergerichtet werden. Der könne dann auch den Vereinen als Raum dienen.

Der Zehentstadl war gut besucht. Foto: Abeltshauser
Der Zehentstadl war gut besucht. Foto: Abeltshauser

Beim Bräustüberl sei es eben noch nicht so weit. Für die Zukunft wäre es gut, dort wieder eine Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen. Dazu ist ein Bürgersaal in einem Extragebäude angedacht. Mit diesen Plänen zeigte sich im Dezember auch der Gemeinderat im Grundsatz einverstanden. Endgültig entscheiden müsse es aber das dann neugewählte Gremium ab Mai. Zu erwarten sei eine staatliche Unterstützung von 80 Prozent der förderfähigen Kosten.

Gutes Zeugnis

Ein gutes Zeugnis stellte der Bürgermeister der Kommune in Sachen Bildung aus. Von der Kinderkrippe bis zur Schule sei man jetzt gut aufgestellt. Die Krippe sei voll belegt, es gebe mittlerweile eine Warteliste.

Die Baustelle beim Kindergarten ist fast Vergangenheit. Im Januar seien die Kleinen in die neu gestalteten Räume eingezogen. Die Sanierung und Erweiterung habe fast zwei Millionen Euro gekostet. Es gebe aber eine Förderung. Die Außenanlagen sollen im Frühjahr angepackt werden. Was danach noch fehle, sei, den Pausenhof und die Fassade der Mehrzweckhalle zu sanieren.

Schutz vor Hochwasser

  • St. Johann:

    Im größten Ortsteil wurde im abgelaufenen Jahr das notwendige Regenrückhaltebecken fertiggestellt. In Zukunft müsse der Kanal in St. Johann von Misch- auf Trennsystem umgerüstet werden. Vorbereitungen dazu laufen.

  • Train:

    Im Süden des Hauptorts ist laut Gerhard Zeitler ein weiteres Regenrückhaltebecken vorgesehen. Der Bürgermeister hofft, mit dem Projekt in diesem Jahr in die Ausschreibung gehen zu können. (wo)

Leider gebe es in diesem Schuljahr wieder kombinierte Klassen an der Grundschule. Mit Schuld sei die Tatsache, dass Eltern wieder mehr Mitspracherecht beim genauen Einschulungsjahr ihrer Kinder hätten. Von möglichen 22 Kindern wurden nur zwölf eingeschult. Zeitler hoffe, dass ab Herbst wieder reguläre Klassen eingerichtet werden können.

Standort ist gesichert

Grundsätzlich sei der Schulstandort gesichert. Das Ganztagesangebot entwickle sich gut, derzeit würden 35 Kinder betreut. Insgesamt habe die Kommune im abgelaufenen Jahr 420 000 Euro in diesen Bereich gesteckt – die Musikschule miteingerechnet.

Bürgermeister Gerhard Zeitler brachte einen ausführlichen Rückblick. Foto: Abeltshauser
Bürgermeister Gerhard Zeitler brachte einen ausführlichen Rückblick. Foto: Abeltshauser

Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden. Bürger wollten einen zusätzliche Ausfahrt vom Bereich Kirchberg zur Kreisstraße Richtung Niederumelsdorf. In der Bürgerversammlung hatte Zeitler jetzt endgültig eine Absage im Gepäck.

Gewünscht war, eine derzeit gesperrte Fahrbahn zu öffnen – und diese auch noch umzugestalten. Alle Fachstellen hätten das aber abgelehnt. Es würde den Verkehr nicht sicherer machen – eher das Gegenteil bewirken. Die Kommunalaufsicht sprach sich außerdem nach seinen Worten dagegen aus, dafür viel Geld in die Hand zu nehmen. Der Kommune seien so die Hände gebunden.

Weitere Artikel über Train finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht