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Buch

Der „Poverello“ blickt auf sein Leben

Der Saaler Missionar Pater Walter Neuwirth wurde vor fünf Jahrzehnten zum Priester geweiht. 43 Jahre arbeitete er in einem Indianer-Dorf in Bolivien.

  • Die Musikschule war Pater Walter Neuwirth (re.) immer eine Herzensangelegenheit. Foto: Wittmann
  • Die Bilder zeigen Pater Walter in „seinem“ Dorf Urubichà Foto: Wittmann
  • Erinnerungsfoto mit Baby Foto: Wittmann

Saal.Am 8. August feiert der Saaler Franziskaner-Missionar Pater Walter Neuwirth (79) in Bolivien sein 50. Priesterjubiläum.

Von 1967 bis 2010 war er in Urubichà/Bolivien, einem Dorf der Guyarayos-Indianer, tätig. Altersbedingt ist Pater Walter nicht mehr im aktiven Dienst. Er lebt nun im Kloster San Antonio in Santa Cruz, wo er die Seelsorge in der Pfarrei, in den Außenstationen und im Gefängnis unterstützt und nach Kräften sein „Lieblingskind“, die Musikschule fördert.

Buch über das Leben in Südamerika

Aus Anlass seines 50-jährigen Priesterjubiläums hat Pater Walter einen spannenden Rückblick auf sein Leben und seine lange Tätigkeit im ärmsten Land Südamerikas geschrieben, weiß seine Nichte, die Saalerin Rita Wittmann.

In seinem autobiografischen Buch „Ein Leben in Dankbarkeit“ schreibt Pater Walter vor allem über seine Zeit in Urubichá. Es ist laut Wittmann spannend zu lesen und hinterlässt einen tiefen Eindruck vom engagierten, selbstlosen Wirken eines „Poverello“ aus dem Böhmerwald.

Hartes Leben ohne Bitterkeit gelebt

Im Vorwort zu diesem Buch schreibt Pater Walter Neuwirths damaliger Provinzialminister Martin Sappl: „Walter hat seine Berufung als Geschenk Gottes gesehen und sie mit Freude gelebt, ohne eine Spur von Bitterkeit, trotz der Einsamkeit und der harten Lebensbedingungen.“

Er würdigt den Saaler weiter als einen einfachen, mit sich strengen, aktiven und unternehmungsfreudigen Mann, der, immer um seine Pfarrei besorgt, sich bald als „guter Hirte“ ausgezeichnet habe.

Neuwirth sei ein Priester, der das Gebet und die Liturgie zu schätzen wusste, der „den Geruch seiner Schafe angenommen hatte“, seiner Gemeinde nahestand und ihre Interessen vertrat, schreibt der ehemalige Provinzialminister Sappl.

Die Viehzucht- und Hausbaugenossenschaft seien ein lebendiges Zeugnis seines Strebens, würdigere Lebensbedingungen für seine Gemeinde zu schaffen.

Im Laufe der Jahre habe Pater Walter Neuwirth die Kultur der Guarayoindianer immer besser kennen und schätzen gelernt. Er sei erstaunt gewesen über die Werte und Talente, die er in ihr vorfand.

So hatte der Missionar Neuwirth das Geschick, ihre Begabung für die Musik zu fördern, so dass ein Chor und ein Orchester in der Gemeinde gegründet wurden.

In ihr entstand schließlich die Initiative, Talent und Begeisterung auf andere Orte in der Region zu übertragen und so weitere Orchester und Chöre in verschiedenen Städten des bolivianischen Orients ins Leben zu rufen.

Das Buch von Pater Walter „Ein Leben in Dankbarkeit“ kann beim Franziskaner-Missions-Verein in Bayern bestellt werden: St.-Anna-Str. 19, 80538 München oder per E-Mail unter: missionsverein@franziskaner.de.

Einen Verkaufspreis gibt es nicht. Pater Walter freut sich aber über eine Spende für seine Bolivien-Projekte:

Liga Bank, IBAN DE48 7509 0300 0002 2122 18, Verwendungszweck: Pater Walter Neuwirth Bolivien

Glückwünsche zu seinem Priesterjubiläum können ihm gerne direkt per E-Mail gesendet werden: walterneuwirth@ymail.com

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