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Die italienische Nacht trotzt dem Regen

Die Kelheimer Innenstadt platzte am Freitagabend beinahe vor Besuchern – und auch ein Regenschauer am Ende der Modenschau vertrieb nur die Wenigsten.
von Benjamin Neumaier und Heiner Stöcker, MZ

  • Die italienische Nacht war ein Erfolg –für das Flair sorgten unter anderem auch die Vespa-Clubs aus Abensberg und Regensburg.
  • Mit dem Vespa-Korso wurde die italienische Nacht eröffnet.
  • Junge Mode, Young Fashion Zeitloses und Tracht zeigten die Models – auch wenn sie durchweg Laien sind, hoch professionell.
  • Aber auch Bratwürstl in der Semmel waren gern gesehen.
  • „almost heart-chor“ rockten die Besucher stromlos.
  • Die Gäste aus Soave verbreiteten gute Stimmung.
  • Die Bademoden hätten die Models zum Ende der Modenschau nochmals brauchen können, als ein Platzregen die Besucher auseinandertrieb. Das Fest ging dennoch unverdrossen weiter. Fotos: Neumaier(3)/ Stöcker(5)
  • Bereits um 18 Uhr war die Kelheimer Innenstadt mehr als gut gefüllt – die Beucher kamen in Scharen in die Kreisstadt.

Kelheim.Mehr als pünktlich, eine Stunde vor Beginn der italienischen Nacht in Kelheim, riss am Freitagabend der Himmel auf und zeigte sich in den bayerischen Nationalfarben. Auch die Temperaturen passten sich, zumindest anfangs, ans Motto der Kreisstadt an diesem Abend an: „Nördlichste Stadt Italiens“. Und die Besucher kamen in Strömen – unter ihnen Bürgermeister Horst Hartmann: „Besser hätten wir es uns nicht wünschen können. Ich bin begeistert, ein Top-Auftakt des 24-Stunden-Rennens.“

Südländisches Flair aus Soave

Das südländische Flair brachten in der vierten Auflage des Fests wieder einmal die Gäste vom Stiefel mit: die Partnerstadt Soave. Verantwortlich dafür: Mariella Woss. Die Österreicherin lebt seit 26 Jahren in Italien, seit gut sechs Jahren in Soave und organisiert den Tross des Radclubs „Gruppo Ciclisticu Dal Bosco“, der jedes Jahr gen Kelheim rollt.

17 Mann hat sie im Schlepptau, die Weißwein, Rosé, Prosecco und Durello an den Mann und die Frau brachten. „Kelheim ist unsere zweite Heimat. Wir genießen das Ambiente und das Rennen – und wenn wir zu Hause sind, dauert es nur ein paar Wochen, bis wir wieder Sehnsucht haben“, sagte sie. Auch zwei Radfahrer heben die Italiener mitgebracht – „die müssen aber nicht verkaufen, sondern konzentrieren sich voll auf das Rennen.“

Konzentration war auch bei der gut eineinhalbstündigen Modenschau auf der Kreuzung am Ludwigsplatz gefragt – denn das Kopfsteinpflaster kann den Models bei High-Heels schon mal einen Streich spielen. Es ging aber alles gut.

Sommermode, Tracht, Bademode oder Young Fashion präsentierten die Models höchst professionell zu Helene Fischers Atemlos oder Eros Ramazottis Bello Impossibile auf dem Roten Teppich. Helga aus Kelheim war „begeistert. Vor allem von der Trachtenmode – das sieht alles so schick aus.“ Nachbarin Beate pflichtete ihr bei: „Und die knackigen jungen Männer in Badehosen waren auch nicht zu verachten.“

Rockiges einmal anders

„Accoustic-quetsch’n’roll“ – so nennen die vier Jungs von „almost heart-chor“ ihre Musik. Unter dem Fenster der Mittelbayerischen Zeitung machten Johannes Eger, Dionysos Baumgartner, Patrick Schwarzwald und Fabian Ranzinger aus Regensburg Station und rockten für die Gäste: „Footloose“ von Kenny Loggins oder Runaway von Bon Jovi – und das auf Cajon, Quetschn, Saxophon und Gitarre.

Und dann wurde es doch nass: Gerade als die Modenschau endete, sprengte ein Platzregen um 21 Uhr die Menschenmenge auseinander –viele suchten noch Zuflucht im Zelt am Ludwigsplatz, nur wenige zog es gleich nach Hause. Organisator Helmut Wochinger war zufrieden: „Laut der Wettervorhersage, musste man überlegen, es überhaupt stattfinden kann – wir sind zufrieden. Ich hoffe, die Kelheimer auch.

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