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Kelheim
Donnerstag, 26. April 2018 16° 3

Immobilien

Eine Wohnanlage für bedürftige Kelheimer

In der Starenstraße soll bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Beim Spatenstich wurde das Projekt vorgestellt.
Von Renate Beck

Die Vertreter des Bauausschusses, der Verwaltung, des Architekturbüros und der Baufirma mit Bürgermeister Horst Hartmann beim Spatenstich. Foto: Beck

Kelheim.Nicht nur 2017, bereits 1951 errichtete man in der Bauersiedlung einfache Wohnanlagen, um den Menschen bezahlbare Unterkünfte zu geben. Die stark sanierungsbedürftige Anlage in der Starenstraße 10 war seit langem unbewohnt. Kürzlich rückten Maschinen an, um Platz für Neues zu schaffen.

Bei dem Thema „sozialer Wohnungsbau“ sei unheimlich viel Druck im Spiel, berichtete Bürgermeister Horst Hartmann beim offiziellen Spatenstich an der Baustelle, bei der Vertreter des Bauausschusses, der Verwaltung, des Architekturbüros und der Baufirma anwesend waren. Im Herbst 2018 soll diese Maßnahme zum sozialen Wohnungsbau fertig sein. „Hoffentlich“, wie der Bürgermeister anmerkt.

Zeiten für die Fertigstellung zu nennen, sei derzeit angesichts der gefüllten Auftragsbücher der Firmen schwierig. Anfang Mai sollen die Rohbauarbeiten beginnen. Raith Architekten GmbH aus Kelheim habe die Planung und die Bauvorhaben dazu abgewickelt. Ein dreigeschossiges Gebäude mit barrierefreiem Zugang im Erdgeschoss werde auf dem städtischen Grundstück neu errichtet.

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Das Projekt

  • Kosten:

  • Die Gesamtkosten belaufen sich insgesamt auf ungefähr 1,8 Millionen Euro. Vom Freistaat werden 30 Prozent Zuschuss gewährt, die KfW finanziert es „ quer“ laut Bürgermeister.

  • Planung:

  • Geplant sind 15 Wohnungen von 55 bis 75 Quadratmeter, aufgeteilt in Zwei-Personen-Wohnungen. Ebenso geplant sind Drei- bis Vier-Personen-Wohnungen.

  • Besonderheiten:

  • Die Wohneinheiten werden an die Fernwärme der Stadtwerke angeschlossen. Die Gebäude werden wie in der Vergangenheit nicht unterkellert.

„Ein Gebäude nach sozialen Gesichtspunkten und einer vernünftigen Mieterstruktur“ soll es werden, erklärte Hartmann. „Zeitgemäße, moderne Wohnungen. Kein Luxus. Fünf der 15 Wohnungen sind total barrierefrei, andere mit dem Rollator zu benutzen“, führte Architekt Raith an. An der Nordseite sollen Stellplätze integriert werden, das Leben der Bewohner zum Innenhof orientiert sein. Die finanziellen Rahmenbedingungen seien einfach. „Das Mietpreisniveau muss sich im niedrigen Bereich bewegen“, so der Bürgermeister.

Man wolle eine gute Mieterstruktur aufbauen. Er denke dabei an die alleinerziehenden Mütter, die einkommensschwachen Familien und die Rentner mit geringen Bezügen. „Da kann auch der ein oder andere anerkannte Flüchtling dabei sein“. Voraussetzung, hier zu wohnen, sei ein Wohnberechtigungsschein vom Landratsamt. Entschieden werde von der Stadt Kelheim nach Bedürftigkeit. Sie sei der Maßstab zur Entscheidung.

Der Satz „niemand wird benachteiligt, niemand bevorzugt“ ist Bürgermeister Hartmann sehr wichtig. Stadträtin Johanna Frischeisen erwähnte die grünen Flächen, den geplanten Kinderspielplatz und den Wäscheplatz des Bauprojekts. „Das Leben findet im Innenhof statt. Fern der angrenzenden Straßen“. Ein gutes Zusammenleben, eine vernünftige Hausgemeinschaft für die Zukunft sei den Verantwortlichen sehr wichtig.

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