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Aktion „Kelheim.Speichert“ gestartet

Christian Kutschker, Geschäftsführer der Stadtwerke in der Kreisstadt, sieht Lösungsbeitrag in der Region zur Energiewende.
Von Elfi Bachmeier-Fausten

  • Mit drei Partnerunternehmen haben die Stadtwerke Kelheim einen Kooperationsvertrag geschlossen. Foto: Bachmeier-Fausten
  • Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hat, kann mit einem Speichergerät zwei Drittel der erzeugten Energie selbst nutzen. Foto: dpa,

Kelheim.Das Thema „Energiewende“ ist laut Christian Kutschker, Geschäftsführer der Stadtwerke Kelheim (SWK), „nach wie vor in aller Munde“. Die Initiative „Kelheim.Speichert“ – es geht um von Photovoltaikanlagen erzeugten Strom – solle ein Lösungsbeitrag sein, sagte der SWK-Chef anlässlich einer Pressekonferenz. Dabei wurde mit drei Partnerunternehmen (Kütro, Sonnenstrom Bauer und Sunstar) der Region auch ein Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Viele können etwas bewirken“

Kutschker wies auf die Änderungen bei der Erzeugung von Energie hin. Früher sei diese aus fossilien Rohstoffen erzeugt worden. Durch den erneuerbaren Weg (u. a. Sonne, Wind) werde das Energiesystem immer unberechenbarer. Er sprach die aktuelle Hitze an, was nicht geplant werden könne. Es sei eine Herausforderung geworden, „einen Gleichklang herzubringen“. In den vergangenen Jahren sei ein sehr großflächiger Photovoltaikanlagen-Ausbau erfolgt, was unter anderem auch auf den Dächern zu sehen sei. Die installierte Stromleistung in Bayern liege über der „in ganz Amerika“, so Kutschker. Wegen der montierten Solaranlagen habe das Verteilnetz ausgebaut werden müssen. Die SWK als Netzbetreiber „haben einen direkten Bezug zu den Einspeisern“. Kutschker wies darauf hin, dass „die Speichertechnologie mittlerweile sehr weit vorangeschritten ist“. Speichergeräte seien etwa so groß wie Kühlschränke. Viele Haushalte, die einen Speicher nutzten, könnten im Hinblick auf die Energiewende etwas bewirken. Sie könnten ihren Strombedarf in weiten Teilen autark abdecken. Auch die SWK wollten zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Kutschker: „Die Klimaveränderung ist da.“ Es werde alles extremer.

Zusammenarbeit mit Solateuren

Das Konzept „Kelheim.Speichert“ hätten die SWK-Mitarbeiter Sina Paulus, Referentin für Innovation, und Key-Accountmanager Michael Kraus zusammen mit den Solateuren konzipiert. Es werde eine Kooperationsvereinbarung mit Handwerksbetrieben abgeschlossen. Die SWK seien für „Kelheim.Speichert“ die erste Anlaufstelle und berieten auch. Für das Know-how in den Bereichen Photovoltaik und Speichertechnologie sorgten die drei regionalen Fachbetriebe. Wie Kütro-Geschäftsführer Josef Küffner sagte, könne durch die Speicherung auch das Netz „beruhigt“ werden. Das trage zur Versorgungssicherheit bei, so Christian Kutschker. Es sei wichtig, dass die Energiewende im regionalen Bereich umgesetzt werde, so Sonnenstrom-Unternehmer Johann Bauer. Es werde über Stromautobahnen gesprochen, aber die Speicherung sei viel wichtiger. Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags wurde der Zusammenschluss der SWK mit regionalen Handwerksbetrieben begrüßt. Wie Geschäftsführer Kutschker erwähnte, zahlten die Gewerbebetriebe auch Steuern hier. Er hoffe, dass „Kelheim.Speichert“ auch angenommen werde. „Die Zeit ist reif, auf den Markt zu gehen“, sagt der SWK-Geschäftsführer. Er wies darauf hin, dass man hinsichtlich der Finanzierung auch mit der Kreissparkasse und der Raiffeisenbank im Gespräch sei. Es gebe Systeme, die 100-prozentig funktionierten, so Johann Bauer. Josef Küffner wies auf die Fördermöglichkeit hin. Bei der Pressekonferenz wurde erwähnt, dass Speichergeräte –je nach Ausbaustufe – zwischen 5000 Euro und 10 000 Euro kosteten. Die Kosten amortisierten sich. Durch eine Speicherung könnten circa 65 bis 70 Prozent der Energie benutzt werden. Wie Bauer sagte, werde auch „immer ein Verteilungsnetzbetreiber und ein Energieversorger gebracht“.

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