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Erfolg trotz widriger Umstände

Die Bürgerenergiegenossenschaft „Bengel“ Kelheim zieht eine positive Bilanz. Die Mitglieder profitieren davon.

Das Investitionsklima für erneuerbare Energien ist drastisch schlechter geworden, konstatiert die Bürgerenergiegenossenschaft.
Das Investitionsklima für erneuerbare Energien ist drastisch schlechter geworden, konstatiert die Bürgerenergiegenossenschaft. Foto: Archiv

Kelheim.Die Bürgerenergieenossenschaft Bengel-Keh e.G. hat sich auch 2014 wieder grundsolide weiterentwickelt, ein hervorragendes Ergebnis erzielt und an Finanzkraft zugelegt. So berichteten übereinstimmend der Vorsitzende Harald Hillebrand, der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Martin Biendl und deren Steuerberater Georg Huber auf der letzten Mitgliederversammlung der mittlerweile 399 Mitglieder starken Genossenschaft.

Dr. Martin Biendl blickte auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück und bedankte sich für das Engagement aller Vorstände und Aufsichtsräte, die letztendlich den Erfolg der Genossenschaft zu verantworten haben. . Der Genossenschatsverband Bayern habe die Unterlagen geprüft und der Genossenschaft ein korrektes Handeln bescheinigt. Die Anschaffung einer neuen Software zur Mitgliederverwaltung sei erforderlich gewesen um die bevorstehenden Ausschüttungen und die vielen Mitglieder ordnungsgemäß verwalten zu können.

In seinem Rückblick stellte der Vorsitzende Harald Hillebrand klar, dass das Investitionsklima für erneuerbare Energien zuletzt drastisch schlechter geworden ist. Die 10H-Regelung blockiere Windradprojekte, die Solarbranche sei massivst geschwächt worden und nun würden wir durch die Atompolitik der bayerischen Staatsregierung letztendlich auch noch die Castor-Einlagerung in Landshut hinnehmen müssen. Mehrere Projekte, die an Bengel herangetragen wurden seien aus Sicht der Genossenschaft unwirtschaftlich oder zu risikoreich gewesen.

Trotz dieser widrigen Umstände und der Einführung eines Eintrittsgeldes von fünf Prozent sei die Genossenschaft die letzten Jahre klar auf Erfolgskurs. Harald Hillebrand: „Allen die uns unterstützen, haben wir bewiesen, dass dies der richtige Weg ist. Besonders bedanken möchte ich mich deshalb auch bei den Kommunen, die uns unterstützt haben.“

Die Genossenschaft verfügt zum 31.12.2014 über ein Anlagevermögen von 3 124 411 Euro (Vj. 3 341 014 Euro), das sind 96,2 Prozent der Bilanzsumme (Vj. 90,5 %). Zum 31.12.2014 halten 399 Mitglieder 3 216 Anteile, was einem Kapital von 1 608.000 Euro entspricht. Die Eigenkapitalquote stieg dadurch auf 52,2 Prozent der Bilanzsumme (Vj. 43,0 %). Die Bankverbindlichkeiten wurden um 470 000 Euro zurückgeführt, davon 220 000 Euro Regeltilgungsbeiträge und 250 000 Euro Sondertilgungsleistungen. Auch der Umsatz konnte bei gleichbleibender Nennleistung nochmals gesteigert werden. Die Zinsausgaben konnten aufgrund der ursprünglich ausgehandelten hohen Sondertilgungsleistungen auf 50 642 Euro bzw. um 32,0 % gesenkt werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 61,3 % auf nunmehr 132 504 Euro.

Bengel muss aufgrund dieses Ergebnisses für das Jahr 2014 33 346 Euro Steuern bezahlen, davon 16 477 Euro Gewerbesteuer, die in der Region verbleiben. Für das Geschäftsjahr 2014 schüttet Bengel eine Bruttodividende von 2,5 Prozent auf die gezeichneten Geschäftsguthaben der Mitglieder aus.

Die Entlastung von Vorstandschaft und Aufsichtsrat fiel einstimmig aus, wie die Wiederwahl von Dr. Martin Biendl als Aufsichtsrat und die Abstimmung über die Ergebnisver- wendung. In seiner Vorstellung der Abens-Donau-Energie unterstrich der Geschäftsführer Christian Kutschker, die gute Zusammenarbeit mit Bengel-KEH und berichtete davon, dass lediglich fünf Landkreis-Kommunen noch nicht Mitglied bei der Abens-Donau Energie seien. Er plädierte für die Energiewende, den gesellschaftlichen Konsens zum Atomausstieg und zeigte Wege auf, wie dies in angemessener Zeit zu schaffen ist und was „seine“ GmbH hierfür schon getan hat.

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