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Wärme aus der Raffinerie

Ein Gutachten lotet die Möglichkeiten der Fernwärmeversorgung Neustadts mithilfe der Bayernoil-Raffinerie aus.

Bei der Herstellung von Treibstoffen aus Mineralöl fällt in der Bayernoil-Raffinerie in Neustadt viel Wärmeenergie an. Unter welchen Bedingungen diese Energie für die Kommune genutzt werden kann, wurde von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden untersucht.
Bei der Herstellung von Treibstoffen aus Mineralöl fällt in der Bayernoil-Raffinerie in Neustadt viel Wärmeenergie an. Unter welchen Bedingungen diese Energie für die Kommune genutzt werden kann, wurde von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden untersucht. Foto: Archiv

Neustadt. Um den Klimawandel zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen, soll weltweit weniger fossile Energie verbraucht werden. Deshalb wird im Stadtrat seit geraumer Zeit über eine Versorgung der Kommune mit Abwärme aus der Bayernoil-Raffinerie nachgedacht. Jetzt liegt ein erster Bericht über alternative Energiewärmeversorgungsarten für Neustadt vor.

Über den Inhalt des 50-seitigen Untersuchungsergebnisses mochte Bürgermeister Thomas Reimer bisher nicht viel verraten. Erst solle das Ergebnis der Untersuchung, die vom Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden unter Prof. Dr. Markus Brautsch entwickelt wurde, im Stadtrat präsentiert werden.

Wirtschaftlich sinnvolle Nutzung

Darum geht‘s in der Untersuchung: Am Anfang steht eine Analyse, welche Großverbraucher in Neustadt zu berücksichtigen sind. Darauf aufbauend werden die Dimensionen eines Wärmenetzes für die Stadt beschrieben, Varianten der möglichen künftigen Energieversorgung erläutert und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung angestellt.

Bürgermeister Reimer: „Aus dieser Untersuchung ergibt sich, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist, eine Nah- oder eine Fernwärmeversorgung aufzubauen. Das Gutachten ist eine Grundlage, die uns hilft, eine Wärmeauskoppelung aus der Raffinerie in eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung umzusetzen.“ Und Kämmerer Josef Toth betont: „Jetzt sollen die Ergebnisse aus der Theorie in die Praxis überführt werden.“ Der Bürgermeister ergänzt: „Zusammenfassend kann man sagen, dass wir intensiv an der Grundlagenbereitstellung für die Fernwärme arbeiten.“

Zuschuss aus dem Ministerium

Gekostet hat die Untersuchung der OTH rund 92000 Euro. Finanziert wird sie zu 50 Prozent vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Den entsprechenden Förderantrag hatte die Stadt 2014 eingereicht. 2015 waren der Antrag bewilligt und 50 Prozent der Kosten für das Gutachten als Zuschuss in Aussicht gestellt worden. (jd)

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