MyMz
Anzeige

Kultur

Es gibt nichts Vergleichbares

Das Stadtfest ist Kult in Neustadt. Jetzt hat Anton Stadler das Ruder übernommen. Er zieht seit mehreren Jahren die Fäden.
Von Jochen Dannenberg

Das Stadtfest wird in Neustadt seit mehr als 40 Jahren gefeiert. Das Fest, das mitten im Sommer stattfindet, hat Kultcharakter. Foto: Dannenberg
Das Stadtfest wird in Neustadt seit mehr als 40 Jahren gefeiert. Das Fest, das mitten im Sommer stattfindet, hat Kultcharakter. Foto: Dannenberg

Neustadt. Zu einem Wechsel ist es in der Vorstandschaft der Interessengemeinschaft (IG) Stadtfest gekommen. Der traditionsreiche Verein wird ab sofort von Anton Stadler geführt. Stadler folgt auf Werner Reichl, der das Amt seit 2016 bekleidet hatte. Anton Stadler entwickelt damit sich zu einem Multitalent. Der Sittlinger ist seit drei Jahren in der IG Stadtfest engagiert, außerdem Stadtrat, Referent für die Städtepartnerschaften im Stadtrat und auch noch Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Sittling.

Nicht nur Details geändert

Die Arbeit bei der IG Stadtfest bereite ihm Freude, betonte Stadler nach seiner Wahl. „Die IG Stadtfest hat das Potenzial, für Neustadt etwas zu bewegen“, sagt der frisch gebackene Vorsitzende. „Es gibt nichts Vergleichbares im Landkreis Kelheim.“ Mit dem Stadtfest im Juli und dem Faschingsball trage die Vereinigung erheblich zum kulturellen Leben der Stadt bei, betonte Stadler im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung.

Anton Stadler (links) ist seit mehreren Jahren beim Stadtfest im Einsatz. Foto: Dannenberg
Anton Stadler (links) ist seit mehreren Jahren beim Stadtfest im Einsatz. Foto: Dannenberg

Weiter wies er darauf hin, dass es ihm in den vergangenen drei Jahren gelungen sei, nicht nur für Detailänderungen beim Kultfest der Neustädter, dasjedes Jahr im Juli stattfindet, zu sorgen. So freut er sich besonders über die Erweiterung des Stadtfestes um einen Tag. So wurde das Fest um ein „Opening“ ergänzt. Bei der Jubiläumsveranstaltung im vorigen Jahr spielte deshalb die Band „Luis Trinker’s Höhenrausch“ und weil das beim Publikum gut ankam, wurde der Freitag als zusätzlicher Tag sofort ins Programm aufgenommen. Mit Blick in die Zukunft sagt Stadler: „Das Opening am Freitag bleibt.“ Auch die zweite Bühne, die der Stadtrat ebenfalls von Beginn an als zusätzliche Attraktion gefördert hat, werde bleiben.

„Es reizt mich, das Stadtfest weiter zu entwickeln“, bekennt der Stadtrat. Allerdings dürfe das nicht um jeden Preis geschehen. So müsse die Veranstaltung auch ihrer mehr als 40-jährigen Tradition treu bleiben. Zugleich reizt den Stadtrat der Vorsitz in einer Vereinigung, die kein klassischer Verein ist. „Die IG Stadtfest ist ein Zusammenschluss von mehreren Vereinen“, erklärt Stadler.

Vorstandschaft der IG Stadtfest mit Bürgermeister Thomas Reimer (links) Foto: Kaltenbrunner
Vorstandschaft der IG Stadtfest mit Bürgermeister Thomas Reimer (links) Foto: Kaltenbrunner

Möglicherweise wird es da in Zukunft andere Organisationsabläufe geben. Der neue IG Stadtfest-Vorsitzende denkt an eine „verzahnte Zusammenarbeit“: Es sollen Arbeitsgruppen mit eigenen Aufgaben gebildet werden, die Gruppen sollen eng mit der Stadtverwaltung zusammenarbeiten. Stadler weiß, dass ohne die Mitarbeiter der Stadtverwaltung vieles nicht zu leisten wäre. Strom- und Wasserversorgung, Verkehrsregelungen sowie der Aufbau von Bühnen und Ständen gehören u.a. zu ihren Leistungen.

IG Stadtfest

  • Vorstandschaft:

    1. Vorsitzender ist Anton Stadler, Stellvertreter sind Stefan Guttenberger und Werner Reichl. Schriftführerin ist Bettina Kaltenbrunner, Kassier Manfred Fritsch.

  • Wahl:

    Anton Stadler hatte vor seiner Wahl zum Vorsitzenden kein offizielles Amt bei der IG Stadtfest. Sein Vorgänger war Werner Reichl. Die restlichen Personen wurden in ihren Ämtern wiedergewählt. (jd)

„Das Stadtfest ist ein Fest der Bürger für die Bürger“, sagt Anton Stadler. Daran werde sich auch in Zukunft nichts ändern. Stadler hofft, dass sich die Beteiligung der Bürger und ihrer Vereine auf einen breitere Basis stellen lässt. Dabei denkt der Stadtrat vor allem an die Ortsteile. Das würde sich wiederum auf die Besucherzahlen des Stadtfestes auswirken. Die sind zwar ohnehin gut, aber jede Beteiligung aus den Ortsteilen lockt weitere Besucher. So ist der neue Vorsitzende denn überzeugt: „Es sind Feinheiten, an denen wir feilen müssen.“

Auch das Ambiente zählt

Dazu gehörte zuletzt auch der Stand der italienischen Partnerstadt Recoaro Terme. Der italienische Lebensstil, der hier vorgelebt wird, dürfe sich nicht nur auf das Angebot italienischer Leckerbissen beschränken, meint der IG Stadtfest-Vorsitzende. „Es geht auch ums Ambiente“, sagt Stadler. Deshalb ist er froh, dass es inzwischen u.a. eine tolle italienische Espresso-Maschine beim Stadtfest gibt.

Als nächste Veranstaltung steht der Stadtfestball, einer der Höhepunkte des Neustädter Faschings, an. Er findet wie jedes Jahr am Samstag vor dem Rosenmontag im Bürgersaal statt. „Der Rahmen der Veranstaltung bleibt“, sagt Stadler. Das Publikum darf sich damit auf die Marchinger Showgirls, die Faschingsgesellschaft Spumantia und flotte Musik freuen. Freuen würde sich der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins aber über mehr Besucher als in den Vorjahren.

Weitere Berichte aus Neustadt

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht