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Freizeit & Tourismus
Sonntag, 25. Februar 2018 2

Streifzug

Naturerlebnis für jede Lebenslage

Augen auf: Das neue Natur-Veranstaltungsprogramm für Weltenburger Enge und den Landkreis Kelheim ist da!
Von Martina Hutzler

Ein Besuch bei Uhu und Co. bildet den Auftakt zum Veranstaltungsprogramm. Foto: VöF

Kelheim.„Das Programm mit den Steinen drauf“ – so kennen Einheimische und viele auswärtige Gäste mittlerweile das Veranstaltungsprogramm für die Weltenburger Enge und andere Biotope im Landkreis Kelheim.

Stellten das Programm und den „Kehuhu“ vor. (v.li) Michael Littel, Franziska Jäger, Sabine Bichlmaier, Martin Neumeyer, Klaus Blümlhuber Foto: Hutzler

Bei einem Pressegespräch im Landratsamt haben es Franziska Jäger, die Gebietsbetreuerin des Naturschutzgebiets „Weltenburger Enge“ und weitere Protagonisten vorgestellt: Landrat Martin Neumeyer und Klaus Blümlhuber als Vorsitzender respektive Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Kelheim VöF, Michael Littel von der Unteren Naturschutzbehörde und Sabine Bichlmeier vom Kelheimer Staatsforstbetrieb, auf dessen Gebiet das Schutzgebiet Weltenburger Enge größtenteils liegt. Sie und noch viele weitere Verbände und Einzelpersonen steuern Angebote zum Jahresprogramm bei.

Wir haben für Sie einen Streifzug durchs Programm zusammengestellt.

Ein Besuch bei Uhu und Co. bildet den Auftakt zum Veranstaltungsprogramm. Foto: VöF

Tierisch: Lauschangriff auf Kauz und Co.

Bei Eulen erwachen die Frühlingsgefühle schon jetzt. Eine Hör-Tour zu Uhu und Co. eröffnet am 9. Februar das „Jahresprogramm Weltenburger Enge“. Am 23. Juni kann man dann bei einer Nacht-Tour lauschen, ob das winterliche Werben der Eulen-Herren Erfolg hatte… Für sie und andere Vögel ist der Schwarzspecht der Bauherr, wie Specht-Experte Luis Sikora am 3. Juni zeigt. Hans-Jürgen Hirschfelder, Spezialist für Fledermäuse, stellt am 11. August die Flugakrobaten vor. Wer es bodenständig mag, kann mit den Eseln der Familie Kronauer durch die Abens-Auen streifen, am 6. Mai und 8. Juli. Oder am 14. April dem Biber an der Donau folgen.

Den Kelheimer Uhu gibt es jetzt übrigens auch im kuscheligen Miniaturformat. Was es mit ihm und seinen echten Verwandten auf sich hat, stellt Gebietsbetreuerin Franziska Jäger im Video vor:

Gebietsbetreuerin Jäger stellt Highlights im Veranstaltungsprogramm vor.

Kulinarisch: So schmeckt echte Natur-Kost aus Feld, Wald und Wiese

Natur-Kost kann man am 22. April im Donaudurchbruch kosten. Kräuterpädagogin Renate Beck stellt „Wilde Schätze“ vor, die auch mit Ingwer – Heilpflanze des Jahres – kombinierbar sind. Elfi Schöberl erinnert am 18. Mai an „Vergessene Genüsse“ seit der Steinzeit und führt am 5. Oktober zu „Doktor Wald“. Wer vom Wald lieber Wild auf den Teller holt, kann am 27. Mai mit Forstbetriebsleiterin Sabine Bichlmaier lospirschen.

Landschaftlich: Mensch Meier – so stellt sich die Natur auf den Menschen ein

Nicht nur Wildnis, auch Kulturlandschaft fasziniert Naturfreunde. Was die Holledau „zwischen Hopfengärten, Äckern und Wiesenbrachen“ alles beherbergt, zeigen Konrad Pöppel und Robert Hierlmeier am 10. Juni. Wie Rotvieh den Riedenburger Gleislhof in artenreiches Weideland wandeln soll, erklärt Andreas Frahsek am 8. Juli. In Margarethenthann weiden Hochlandrinder; dorthin führt am 29. Juli Konrad Pöppel.

Ein Besuch beim Rotvieh steht im Juli auf dem Programm. Foto: lby

Kindlich: Werkeln und wundern bei Bautagen, Wanderungen und Theater

Für Kinder geeignet sind eigentlich fast alle Touren. Einige sind aber speziell für junge Naturfans: etwa der Nistkasten-Bautag am 10. Februar (Foto: VöF) oder die Wanderung zu „Feenwäldern und heidnischen Steinen“ (5. Mai). Geheimnisvoll gar wird es am 23. November, beim „Schwarzlichttheater“ in Ihrlerstein.

Vielfalt auf 60 Seiten

  • Das Jahresprogramm

    „Führungen und Veranstaltungen 2018“ wird herausgegeben vom Landschaftspflegeverband Kelheim (VöF) und Gebietsbetreuerin Franziska Jäger. Erhältlich ist es bei Banken, Rathäusern, Touristinfos und online auf www.voef.de

  • Kooperationspartner

    sind u.a. die Staatsforsten, Archäologiepark, Archäologisches und Orgelmuseum, Bund Naturschutz, LBV, Naturpark Altmühltal, Tourismusverband.

Botanisch: Man wächst an seinen Herausforderungen

Je extremer der Standort, je härter die Konkurrenz, desto mehr sind Spezialisten gefragt. Zu bewundern etwa am 25. März bei Wanderungen auf den trocken-heißen Jurahöhen oder im Auwald bei Irnsing, wo Frühlingsblüher der belaubten Konkurrenz voraus eilen, und im Elsendorfer Rehmoos, das Ziel am 28. April. Seltene Pflanzen beherbergen auch der Lintlberg bei Riedenburg (21. April) und der Hienheimer Stieberberg (13. Mai). Einmalig in Südbayern sind die Sanddünen bei Offenstetten, in die Peter Forstner führt (22. Juli). Forstbetriebs-Vize Rudolf Habereder stellt Eiben als Rarität im Wald vor (1. Juli).

Der Bärlauch gehört zu den Frühjahrsblühern. Foto: dpa

Historisch: Höhlenmenschen, ein keltische Industriegebiet und die Vorläufer von Tetrapack und Co.

Schon die Neandertaler haben ihre Umwelt verändert, zeigen Archäologie-Touren im Altmühltal (15. April, 2. und 29. Juni). Die Kelten (Foto: erb) siedelten am Michelsberg, wie die Tour am 30. Juni zeigt; das Mönchsleben im Klösterl lernt man am 12. Mai und 21. Juli kennen. „Ver-packende Ideen“ unserer Vorfahren stellt das Museum Kelheim am 22. April vor, und zu „DenkMälern im Wald“ führt die Archäologietour am 29. September.

Körperlich: Runter von der Couch und raus aus den Schuhen!

Draußen-Alternative zum Fitness-Studio: mit Christine Götz auf Fitnesswanderung im Frauenforst (7. April). Natürlich geht es, im wahrsten Sinne, am 19. Mai und 15. Juni zu: mit Barfuß-Wanderungen durch Weltenburger Enge respektive den Schluchtwald in der „Klamm“ (Foto: Wernecke/dpa).

Sinnlich: Ein Konzert vor ungewohnter Kulisse

Gänsehaut-Gefühl am 10. Juni in der Klösterl-Höhlenkirche (Foto: hu): „Deep river“ heißt der Donau-Gospelnachmittag mit Astrid Christl-Sorcan (Gesang) und Oliver Schneider (Gitarre, E-Piano). Sinnes-schärfend ist eine Wanderung zur „Blauen Stunde“ im Donaudurchbruch am 29. Juni.

9Urzeitlich:


Baden gehen in den Tropen – Zeitreisen zurück ins


Erdmittelalter

Fast ein Tropen-Urlaub ist die Zeitreise zu „Archaeopteryx im Jurameer“ (Foto: Tischlinger dpa) am 31. Juli: Fossiliensuche im Steinbruch Jachenhausen! Wie die Weltenburger Enge wurde, was sie heute ist, erfährt man am 16. September, dem „Tag des Geotops“ sowie bei den Wanderungen „Auf dem Keltenwall zum Donaudurchbruch“ (14. Oktober) und „Von Eiben, Mönchen und feindlichen Brüdern“ mit Gebietsbetreuerin Franziska Jäger (7. Juli, 1. September).

Handgreiflich: Selbst ist der Naturfreund – Aufräumen und Ausschneiden

Wer die Natur genießt, der schützt sie auch – andere nehmen es damit leider nicht so genau. Deshalb veranstaltet Gebietsbetreuerin Franziska Jäger mit der Stadt Kelheim am 10. März ein „Ramadama an der Donau“ (Foto: Schulz/dpa). Am 9. März, erklärt Kreisfachberater Franz Nadler, wie man Streuobstwiesen fachgerecht pflegt.

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