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Freizeit

Wasserspaß und endlich wieder Wassereis

Ideales Freibadwetter – wir sagen Ihnen, wo im Landkreis Sie sich eine Abfrischung holen könne, beispielsweise im Rohrer Bad
Von Lea Kossak

Die Mädchen treffen sich gerne im Freibad. Von den Blöcken ins Wasser zu springen macht ihnen Spaß. Foto:Kossak
Die Mädchen treffen sich gerne im Freibad. Von den Blöcken ins Wasser zu springen macht ihnen Spaß. Foto:Kossak

Rohr.Ein Besuch im Freibad ist eine tolle Möglichkeit, die heißen Sommertage zu verbringen. Ein paar Runden schwimmen, im Wasser herumplanschen oder sich einfach nur entspannt auf der Liegewiese sonnen. Auch Elisabeth Freund lässt sich das nicht entgehen. Sie verabredet sich fast täglich mit einer Gruppe aus zehn bis 15 Bekannten im Rohrer Freibad, um zu schwimmen. „Die Anlage ist einfach wunderschön und wir fühlen uns unter uns in der Gruppe wohl,“ erzählt die Schwimmerin.

Die Liegewiese hinterm Schwimmbecken bietet viel Schatten. Foto:Kossak
Die Liegewiese hinterm Schwimmbecken bietet viel Schatten. Foto:Kossak

Doch im Wasser toben auch viele Kinder, die sich gegenseitig mit Wasser anspritzen und vom Beckenrand springen wollen. Bademeister Christian Grundner versucht, Jung und Alt ein wenig zu trennen, indem er ab halb fünf Uhr nachmittags einige der Sprungblöcke absperrt. So kommt sich trotz des fehlenden Kinderbeckens beinahe niemand in die Quere.

Die Sache mit dem Kinderbecken ist ein anderes Thema. Seit 2016 ist es gesperrt. Die Sanierung nach den aktuellen hygienischen Standards wäre der Marktgemeinde zu teuer geworden. Eine Lösung ist laut Bürgermeister Andreas Rumpel nicht in Sicht. Viele Familien, die unsere Reporterin vor Ort angetroffen hat, wünschen sich ein Kinderbecken zurück.

Das Mädchen planscht fröhlich mit seinen Schwimmflügeln.   Foto:Kossak
Das Mädchen planscht fröhlich mit seinen Schwimmflügeln. Foto:Kossak

Christian Grundner ist im Rohrer Freibad „der Mann für Alles“. Der Aufsichtsleiter erzählte, dass es Gäste ganz unterschiedlichen Alters gibt, die es immer wieder in das selten überfüllte Freibad zieht. Morgens wie nachmittags kommen auch Dauergäste.

Schwimmen seit 100 Jahren

Das Freibad in Rohr wurde bereits 1938 erbaut und war damals das erste Wettkampfschwimmbecken im Landkreis. Zuvor war es eine Schwimm-Schwemme, die vom Rohrbach gespeist wurde. Das heutige Bad wurde 1972 eröffnet. Grundner erzählte, er habe schon Fotos aus dem Jahr 1905 gesehen. „Die sind da früher schon mit den Pferden durchgerumpelt,“ lachte er.

30 Grad Celsius zeigt das Thermometer im Schatten beim Besuch unserer Reporterin. Immerhin 27,2 Grad Celsius gab es im Wasser. Die vielen großen Bäume spenden ausreichend Schatten, so dass man kaum von der Sonne geblendet wird. Denn um sich auszuruhen, ein Buch zu lesen oder eine Kleinigkeit zu essen, bietet das Bad eine ideale Liegefläche. Grundner glaubt, dass das den Besuchern mit am meisten gefällt. Auf der Wiese ist ein Volleyballnetz gespannt, an dem man sich beim Pritschen und Baggern ordentlich verausgaben kann. Sportfans können außerdem Tischtennis oder Fußball spielen.

Die Jungs treffen sich regelmäßig im Freibad. Foto:Kossak
Die Jungs treffen sich regelmäßig im Freibad. Foto:Kossak

Auch bei Jugendliche ist das Freibad ein geeigneter Ort, sich zusammenzufinden. Vier Jungs aus Rohr, die wir auf der Liegewiese antreffen, besitzen Dauerkarten. „Bald fangen wir alle zu arbeiten an, da hat man hier eine gute Chance, sich mal wieder zu sehen,“ sagt Lukas (17). Mit seinen Freunden Philipp, Fabi und Hannes spielt er dort gerne Tischtennis oder Fußball auf der Wiese.

Eis und Pommes vom Kiosk

Auch der Freibadkiosk ist endlich wieder in Betrieb. Händeringend war nach neuen Pächtern gesucht worden, bis sich das Ehepaar Epifani fand. Eigentlich befindet sich das erfahrene Gastronomenpaar im Ruhestand. Aber sie sind begeisterte Besucher des Rohrer Freibades, „weil dieses Bad eine traumhaft Grünanlage hat, die nur wenige andere Bäder vorweisen können“, weiß Rohrs Bürgermeister Andres Rumpel. Schnell sei klar gewesen: Sie werden in dieser und auch in der nächsten Saison den Kiosk übernehmen.

Das Ehepaar Epifani betreibt seit kurzem den Freibadkiosk. Foto: Kossak
Das Ehepaar Epifani betreibt seit kurzem den Freibadkiosk. Foto: Kossak

Seit ein paar Wochen gehen wieder die typischen Kioskleckereien über den Tresen: Pommes, Nuggets, Schnitzelsemmeln, Nudelgerichte. Und natürlich Eis. Guiseppa Epifani ist gelernte Köchin, die nur hausgemachte Produkte anbietet. Auch an Getränken gibt es allerlei. „Bis jetzt gefällt es uns wirklich sehr gut hier und das Angebot wird von den Leuten gut angenommen. Da wir nur nachmittags drei bis vier Stunden arbeiten müssen, ist es recht entspannt,“ erzählt die Köchin, während sich schon wieder eine lange Schlange von hungrigen Badegästen vor dem Kioskfenster gebildet hat. „An einem heißen Tag leert sich die Kühltruhe voller Eis recht schnell“, sagt Epifani.

Das Rohrer Freibad

  • Eintritt:

    Erwachsene 3 Euro, Kinder bis 18 Jahre 1,50 (ab 17 Uhr 1,50 Euro für alle)

  • Dauerkarten:

    Familienkarte (zwei Erwachsene mit Kindern) 60 Euro, Einzelkarte 35 Euro, Kinderkarte/Behindertenkarte 25 Euro

  • Öffnungszeiten:

    Montag bis Sonntag 10 bis 20 Uhr

  • Saison:

    Mai bis September

  • Schwimmerbecken:

    Länge 50 Meter, Breite 14 Meter, Tiefe von 90 Zentimeter bis 1,85 Meter, Wassermenge 90 000 Liter

  • Kinderbecken:

    Es ist seit der Saison aus hygienischen Gründen 2016 gesperrt. Damals war die Rede, dass eine Sanierung 250 000 Euro kosten würde. Noch wurde keine Lösung für das Problem gefunden .


Ute Hanauer besitzt eine Familienkarte. Sie geht selbst gern zum Schwimmen, aber oft auch mit ihrer kleinen Enkelin. Sie findet am Rohrer Freibad einige Dinge toll: darunter die schattige Liegewiese, das schöne große Becken und den Bademeister, der sich um alles kümmert. „Es ist immer alles so schön familiär hier,“ schwärmte der Badegast. Das Bad am Espanweg bietet – fast – alles, was man braucht: Parkplätze, Fahrradständer, 192 Schließfächer, zwölf Umkleidekabinen, zwei Toiletten für Herren und drei für Frauen mit je zwei Duschen.

Das Kinderbecken ist gesperrt. Foto: Kossak
Das Kinderbecken ist gesperrt. Foto: Kossak


Die achtjährige Vera verabredet sich gerne mit ihren Freundinnen zum Schwimmen. Doch eigentlich treffe sie im Freibad immer jemanden, den sie kennt, erzählte das Mädchen.

„Ich finde es gut, dass es endlich wieder einen Kiosk gibt,“ freut Vera sich. Sie würde sich jedoch noch ein Kinderbecken und allgemein mehr für Kinder, vor allem eine Rutsche, für das Freibad wünschen.

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