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Pfarrei

Gebet, Musik und neue Eindrücke

Erstmals gibt es ein gedrucktes Veranstaltungsprogramm der Abensberger Pfarrei. Jede Menge Angebote sind dort zu finden.
Von Wolfgang Abeltshauser

Astrid Habel und Stadtpfarrer Georg Birner mit dem Programm. Foto: Abeltshauser
Astrid Habel und Stadtpfarrer Georg Birner mit dem Programm. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Am Ende der Arbeit war Gemeindereferentin Astrid Habel überrascht. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Angebote sind“, stellt sie fest. Gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem Pfarrteam – das sind außer ihr Gemeindereferentin Daniela Scholz, Stadtpfarrer und Kaplan – hat sie erstmals ein Jahresprogramm der Pfarrei in Form eines kleinen Heftchens zusammengestellt. Fast 60 einzelne Veranstaltungen sind dort aufgeführt – wiederkehrende Termine nicht mitgezählt.

Die Abensberger haben sich das von anderen Pfarreien abgeguckt – wie Habel freimütig einräumt. Pfarrgemeinderatsmitglied Albert Steber sei das aufgefallen. „Das wäre doch auch etwas für uns“, stellte er fest. Denn es gebe ja durchaus auch regelmäßige Programme der Volkshochschule.

Eine Auflage von 400

Gesagt – getan: Seit einigen Tagen liegen nun die Heftchen in der Pfarrkirche und im Pfarrheim aus. Wobei nicht das Kalenderjahr gilt, sondern das Kirchenjahr. Man sei bemüht, das ganze Jahr über Angebote zu machen. Aber letztendlich würde sich das dann schon vor allem zu bestimmten Zeiten im Jahr häufen – etwa im Advent und vor Ostern. Das liege in der Natur der Sache. Das grundsätzliche Ziel sei, mit Menschen ins Gespräch zu kommen.

Advent

Lebendiger Adventskalender in Abensberg

Bei einer besonderen Aktion können Abensberger durchatmen. Im Vorjahr war der Lebendige Adventskalender ein großer Erfolg.

Wer das Heftchen aufschlägt, findet als erstes den Hinweis auf den Lebendigen Adventskalender. Wie ihre Kollegin Scholz ist Habel überrascht, auf welch‘ große Resonanz dieses Angebot im Vorjahr stieß. Sicherlich würden es viele Menschen gern als Gegenpol zur Adventshektik – die es in Abensberg nicht zuletzt durch die vielen Angebote rund um die Adventsmärkte gibt – annehmen.

15 Minuten Kirche

Auch Habel sei aufgefallen, dass sich davon auch Menschen angesprochen fühlen, die man sonst in der Kirche nicht finde. Sie glaubt den Grund zu kennen: Die ganze Sache sei sehr unverbindlich. „Man ist 15 Minuten dabei und kann dann wieder nach Hause gehen.“

Eine gute Resonanz finden vor allem die Angebote für Kinder. „In unserem jüngsten Kinderbibeltag kamen fast 70 Kinder. Das hätten wir nie gedacht“, freut sie sich.

Ein ähnliches Angebot wartet in der Woche vor Ostern auf interessierte Abensberger Viert- und Fünftklässler. Kartage für Kids heißt es dann. Auf spielerische Weise sollen sich die jungen Abensberger dem Osterthema nähern. „Da wird gebastelt. Wir haben auch schon einmal Brot gebacken.“

Musik im Advent

  • Konzert:

    Am 8. Dezember heißt es in der Sandharlandener Kirche „Bethlehem is überoi“. Es gibt Musik, Gesang und Texte für die Zuhörer. Beginn ist um 16 Uhr. Der Eintritt kostet 15 Euro.

  • Singen:

    Am 22. Dezember finden gleich zwei Adventssingen statt. Um 15 Uhr ist es in Sandharlanden soweit. Zwei Stunden später beginnt der Ohrenschmaus in der Abensberger Barbarakirche. Eintritt wird keiner verlangt. (Wo)

Ein Klassiker ist mittlerweile die Kinderkirche, die einmal im Monat im Pfarrheim angeboten wird. Gedacht sei sie für Kinder bis zur zweiten Klasse. Rund 60 Minuten gehe es da immer spielerisch um das aktuelle Evangelium. Eltern würden da durchaus gerne mitkommen. Es sei nicht so, dass die den normalen Gottesdienst besuchen. Es muss auch nicht sein, denn den Segen bekommen die Teilnehmer sehr wohl mit. „Am Ende gehen wir über die Sakristei immer in die Kirche“, klärt Habel auf.

Enkel, Oma und Opa

Nicht aus dem Programm wegzudenken seien die Großeltern-Enkel-Gottesdienste. Da würde gar nichts besonderes angeboten. Außer dass das Musikprogramm in Richtung Familiengottesdienst gehe. Die Großeltern würden einfach gerne auf diese Weise mit ihren Nachkommen zusammensein. „Oftmals werden sie von ihren Enkeln richtiggehend eingeladen. Nicht alle leben in Abensberg.“

Eine neue Wallfahrt ist im Angebot: Sie führt in die frische Partnerstadt St. Gilles. Der Stadtpfarrer habe sich dort heuer schon einmal ungesehen.

Der Gillamoos-Gottesdienst ist aus dem Programm nicht wegzudenken: Foto: Weigert
Der Gillamoos-Gottesdienst ist aus dem Programm nicht wegzudenken: Foto: Weigert

Der Inhalt der im Programm aufgeführten Angebote ist durchaus breit gestreut. Da reicht von Musik über Gebet bis hin zu Wallfahrten ins Ausland. Trotzdem habe Habel weitere Ideen, die noch nicht umgesetzt sind. Zum Beispiel könne sie sich gut weitere Themengottesdienste gut vorstellen – zum Beispiel für Schulabgänger oder auch spezielle Segnungsgottesdienste.

Bibelzeit für Erwachsene fehlt noch

Das Bibelangebot für Erwachsene komme ihr derzeit etwas zu kurz. „Es gab schon einmal ein Bibelgruppe“, erinnert sich Habel. Treffen dieser Art sollte es in ihren Augen eigentlich wieder geben. Man könne sich einen Text – etwa das kommende Sonntagsevangelium – vornehmen.

Den Menschen könne damit der theologische Hintergrund von Bibelstellen nähergebracht werden. Und sie könnten sich untereinander über ihre Bibelerfahrungen austauschen. Sowohl Menschen, die schon viele Glaubenserfahrungen gemacht haben als auch solche, für die die Bibel ein unbekanntes Buch ist, könnten gleichermaßen davon profitieren.

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