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Betreuung

Abbachs „Haus für Kinder“ ist eingeweiht

Insgesamt fünf Gruppen für Krippen- und Kindergartenkinder beherbergt die Einrichtung. Kosten und Bauzeit sind im Rahmen.
Von Gabi Hueber-Lutz

Schmackhafte Schlüsselübergabe: Sandra von Hösslin und Sabine Nickel (AWO), Architekt Klaus Bachsteffel, Bürgermeister Ludwig Wachs Foto: Hueber-Lutz
Schmackhafte Schlüsselübergabe: Sandra von Hösslin und Sabine Nickel (AWO), Architekt Klaus Bachsteffel, Bürgermeister Ludwig Wachs Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Die Kleinsten spielten in ihren Gruppen, während die Großen im Turnsaal eine gewichtige Feier hielten: Das neue „Haus für Kinder“ wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Zur Segnung und Einweihung waren viele Vertreter der Institutionen und der Politik gekommen. Traditionell gehört zu einer Eröffnung die Schlüsselübergabe. Hier zeige sich die Lernfähigkeit des Marktes Bad Abbach, sagte Bürgermeister Ludwig Wachs. Hatte er bei der letzten derartigen Einweihung zwar auch schon einen aus Brezenteig gebackenen Schlüssel dabei, so war der jetzige Schlüssel nun auch noch dick belegt mit Wurst und Käse. Die Kinder und ihre Betreuerinnen durften ihn anschließend verspeisen.

Seit September ist das Haus für Kinder dabei, seinen Betrieb aufzunehmen. Im oberen Teil des Hanggebäudes ist die Kinderkrippe mit drei Gruppen à 15 Kindern beheimatet, im unteren Teil der Kindergarten mit zwei Gruppen à 25 Kindern. „Wir freuen uns, dass wir so ein tolles Gebäude haben“ sagte Sandra von Hösslin, die Kreis-Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die AWO ist Trägerin der neuen Kita. Wachs betonte, dass der Gemeinderat immer zusammengestanden habe, um die Einrichtung umzusetzen. „Wir wollen Kindern und Eltern die Möglichkeit bieten, dass die Kids hier gut betreut werden.“ Um Zahlen ging es bei Architekt Klaus Bachsteffel.

Im Kostenrahmen geblieben

Die Kosten für das Gebäude und die Einrichtung seien unter drei Millionen Euro geblieben. „Wir sind genau im Kostenrahmen und mussten nicht nachjustieren“, betonte er. Bürgermeister Wachs hatte in seiner Rede herausgestellt, dass sowohl der Kostenrahmen als auch der zeitliche Rahmen eingehalten worden seien. Im Dezember 2016 war der Bebauungsplan eingereicht worden, so Bachsteffel im April 2017 wurde er genehmigt. Von einem Großteil der Baumaßnahmen habe man sehr früh gewusst, dass sie den Kostenrahmen einhalten.

Im Mai 2017 begann der Erdaushub, Ende Juli war das Dach auf dem Gebäude. Im Winter musste man nur vier Wochen pausieren. Im September zogen die ersten Kinder ein. Nur im vorderen Gartenbereich sei der Kindergarten noch nicht ganz fertig, sagte Wachs. Bekanntlich habe es ja eine „kleine Diskussion“ um die Mauer zwischen den beiden benachbarten Kindergärten gegeben. Wie berichtet musste diese Mauer, die nun eine Holzwand ist, aus sachlichen und versicherungstechnischen Fragen die beiden Betreuungsstätten voneinander abgrenzen. Das tut sie mittlerweile, und vom Christophorus Kindergarten auf der anderen Seite wird sie bereits als Spielfläche genutzt. Für die Außenanlagen zeichnete das Büro Wutz verantwortlich. Auch Christoph Wutz hatte ein paar Zahlen dabei. 440 000 Euro kosteten die Außenanlagen. Unabhängig davon wurde auch noch eine fußläufige Verbindung vom Ardelean-Parkplatz zur Dr.-Franz-Schmitz-Straße erstellt, so dass das gesamte Schul- und Betreuungsareal nun auch von dieser Seite aus gut zu erreichen ist. Sie schlug mit 35 000 zu Buche. Die Erweiterung und Erschließung des Parkplatzes zwischen Kita und Schule kostete weitere 288 000 Euro. Die Kosten für den notwendigen Kanalbau stehen noch nicht fest.

„Haus der Zukunft“

Mehrmals klangen bei Wachs und Bachsteffel die Probleme an, die Bürokratie und Vorschriften mit sich brächten. Wachs forderte, gesunden Menschenverstand walten zu lassen, „das bringt uns sonst um“. Auch Landrat Martin Neumeyer machte seine Aufwartung. Auf dem Gelände entstehe ja mittlerweile ein richtiger Campus der Kinder- und Jugendarbeit. Hier befinden sich die Grund- und die Mittelschule, ein Kindergarten, eine Kinderkrippe, ein Kinderhort und nun noch die neue Kita in direkter Nachbarschaft. „Haus der Zukunft, Haus der Vision, Haus der Perspektiven“, nannte Neumeyer die neue Kita, denn bekanntlich ist Kinderlärm ja Zukunftsmusik. Pfarrer Anton Dinzinger und Pfarrer Frank König gaben der neuen Einrichtung und den Menschen, die sie nutzen, den kirchlichen Segen, auf dass sich die Kita zu einem Ort fröhlichen Spielens und Lernens entwickeln möge.

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