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Jubiläum

20 Jahre Einsatz für die Gesundheit

Der Abensberger Kneippverein feierte am Schwefelschwammerl sein Jubiläum. Die dortige Anlage beeindruckte so manchen Gast.
Von Wolfgang Abeltshauser

Gründungsmitglieder wurden ausgezeichnet. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Gründungsmitglieder wurden ausgezeichnet. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Der Abensberger Kneippverein hatte sich einen ganz besonderen Tag für sein Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen ausgesucht. Exakt am Geburtstag des Initiators der Bewegung – Pfarrer Sebastian Kneipp – feierte die Organisation ihr Gründungsfest. Die Mitglieder taten das nicht etwa in einem Gasthaus, sondern passend bei der Kneippanlage am Schwefelschwammerl. Sie freuten sich dabei über strahlenden Sonnenschein. So stellte die stellvertretende Bürgermeisterin Gertraud Schretzlmeier fest: „Wenn die Kneippfamilie feiert, lacht der Himmel.“

Die Kneippanlage ist für diese Sommersaison eröffnet. Foto: Abeltshauser
Die Kneippanlage ist für diese Sommersaison eröffnet. Foto: Abeltshauser

Die stellvertretende Landesvorsitzende des Kneipp-Bundes Evelin Hensel ließ sich das Fest nicht entgehen. Sie zeigte sich begeistert von der Abensberger Kneippanlage: „Das ist eine Erholungsoase, so etwas gibt es kein zweites Mal.“ Schretzlmeier dankte dem Verein, dass er eine wunderschöne Anlage rund um das Kneippbecken geschaffen habe. Und das er auch darauf aufpasse. Was stimmt. Immer wieder sind Mitglieder des Vereins zu beobachten, die beim Schwefelschwammerl nach dem Rechten sehen. 2002 hatte die Stadt die Anlage neu errichtet. Daran erinnerte Vereinsvorsitzende Gerda Pfaffeneder. Seither befindet sie sich unter den Fittichen des Abensberger Vereins. Für sie sei es ein Kraftort.

Evelin Hensel (r.) hatte Geschenke für Gerde Pfaffeneder im Gepäck. Foto: Abeltshauser
Evelin Hensel (r.) hatte Geschenke für Gerde Pfaffeneder im Gepäck. Foto: Abeltshauser

Hensel stellte in ihrer Ansprache heraus, dass die Kneipp-Bewegung bedeutend sei für die Gesundheit der Bevölkerung. Wichtig sei, Menschen eines jeden Alters zu erreichen. Sie rief den Festgästen zu: „Kneippen Sie – weil es hilft.“ Pfaffeneder betonte, dass die fünf Kneippelemente in ihrem Leben schlichtweg dazugehören. Man glaube gar nicht, was Kräuter alles bewirken können. Landrat Martin Neumeyer befand, dass die Lehren von Sebastian Kneipp gerade in diesen Tagen wieder im Kommen seien.

Auch ein Gemüse-Hochbeet ist auf der Anlage am Schwefelschwammerl mittlerweile zu finden. Foto: Abeltshauser
Auch ein Gemüse-Hochbeet ist auf der Anlage am Schwefelschwammerl mittlerweile zu finden. Foto: Abeltshauser

Pfaffeneder zeigte sich in ihren Worten zufrieden mit der Entwicklung des Vereins. Es gehe positiv voran – wenn auch in kleinen Schritten. Immerhin gebe es mittlerweile rund hundert Mitglieder. Der Verein habe gerade in der jüngeren Vergangenheit sein Angebot ausgeweitet. Sie verwies auf das Bienenprogramm. So gibt es jetzt auch nicht weit von der Anlage entfernt Bienenstöcke. Imker Franz Brummer warb unter den Gästen dafür, den Bienen mit speziellen Samenmischungen für den Garten das Leben leichter zu machen. Für die Kinder hatte er spezielle Imkeranzüge im Gepäck, in die die Kleinen schlüpfen konnten. Danach ging es mit dem Fachmann zu den Bienenstöcken. Pfaffeneder berichtete, dass der Verein mittlerweile eine Wildobsthecke angelegt hat. Sie diene nicht zuletzt Insekten und Schmetterlingen als Futterstelle.

Die Kinder durften sich als Imker versuchen. Foto: Abeltshauser
Die Kinder durften sich als Imker versuchen. Foto: Abeltshauser

Für die Zukunft wünscht sie sich einen Meditationsweg vom Schwefelschwammerl Richtung Allersdorf. Das würde den von vielen Abensbergern gern als Spazierstrecke genutzten Weg weiter aufwerten. Viel müsse gar nicht gemacht werden. Da ist sich die Vorsitzende sicher. Einige Sitzbänke mit Blick auf die Kirche, eine erklärende Hinweistafel – das wäre in ihren Augen schon alles.

Gründungsmitglieder des Kneippvereins

  • Ehrungen:

    Im Rahmen der Jubiläumsfeier erhielten diejenigen Mitglieder eine Auszeichnung, die seit der Gründung zum Abensberger Kneippverein gehören.

  • Mitglieder:

    Karl-Heinz Sikora, Peter und Gerda Pfaffeneder, Angela Obermeier-Schwestka, Josef Obermeier, Maria Burger, Liselotte Dahlmann, Emanuele Heinz, Karin Rickinger und Anne Winsheim. Sie erhielten eine Urkunde. (wo)

Nicht anfreunden könne sich Pfaffeneder dagegen mit dem Gedanken, dass im Bereich der Anlage eine weitere Zufahrt auf die Gillamooswiese geschaffen werden soll. Es gibt Pläne der Stadt, anstatt dem Fußgängerübergang über die Abens eine große Brücke für Autos zu bauen. Das soll nicht zuletzt ein zweiter Rettungsweg sein. Schretzlmeier sagte, dass es aber überhaupt noch keine Entscheidung gegeben hat: „Noch ist alles offen.“

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