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Wechsel

Die Familie steht jetzt an erster Stelle

Wechsel an der Spitze des Amtes für Landwirtschaft und Forsten: Roswitha Heiß-Brenninger übergibt an Dr. Joachim Hamberger.
von Wolfgang Abeltshauser

Blumen gab es für die scheidende Amtschefin. Fotos: Wolfgang Abeltshauser
Blumen gab es für die scheidende Amtschefin. Fotos: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Jetzt ist das Führungszepter endgültig übergeben. Die bisherige Leiterin des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roswitha Heiß-Brenninger legte es nieder. Dr. Joachim Hamberger hat es ergriffen. Beim Festakt im Offenstettener Cabrizio, der die offizielle Amtsübergabe sah, sagte es Ministerialdirigent Eckbert Dauer mit treffenden Worten. Erst wandte er sich an Heiß-Brenninger: „Roswitha, Du hast es geschafft!“. Um dann zu Hamberger zu sprechen: „Du willst es versuchen.“

Und da muss sich der gebürtige Unterfranke wohl anstrengen. Denn wer am Dienstagnachmittag die Würdigungen an die Biburgerin, die zehn Jahre lang das Amt führte, hörte, denkt sich sicher: Die Fußstapfen, in die der studierte Forstwirtschaftler tritt, sind ganz schön groß.

Einen bayerischen Löwen gab es für Roswitha Heiß-Brenninger von Eckbert Dauer.
Einen bayerischen Löwen gab es für Roswitha Heiß-Brenninger von Eckbert Dauer.

Dauer, der den Amtswechsel moderierte, lobte die scheidende Leiterin wegen ihrer positiven Grundeinstellung, die immer gepaart gewesen sei mit großer Kompetenz. Die habe Heiß-Brenninger auch an ihren früheren Einsatzorten gezeigt – etwa im Fortbildungszentrum in Landshut oder an der Bezirksregierung.

Landrat Martin Neumeyer stellte fest: „Du hinterlässt große Ernte.“ Bürgermeister Dr. Uwe Brandl erinnerte an den Umzug des Amts in die Abensberger Altstadt in die Räume des ehemaligen Klosters. Damit sei die Innenstadt deutlich gestärkt worden. Thomas Obster, Kreisobmann im Bauernverband, betonte, man habe sich auf die Biburgerin immer verlassen können. Sie übergebe ein gutes Haus. Eduard Huber und Hans Koller – beide Vertreter des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung – stellten die gute Zusammenarbeit heraus.

Zeitpunkt ist bewusst gewählt

Die Abschiedsworte widmete Heiß-Brenninger nicht zuletzt ihrer Familie. Es sei eine bewusste Entscheidung, vorzeitig den Ruhestand anzutreten: „So werde ich meiner Familie besser gerecht.“ In den vergangenen zehn Jahren galt es für sie und ihre Mitarbeiter, zahlreiche Herausforderungen zu bestehen. Auch sie sprach den Umzug von der Münchner Straße in die Altstadt an. Es folgte die Auflösung des Standortes Riedenburg, die dortigen Mitarbeiter kamen nach Abensberg. Das Schulgebäude wurde generalsaniert. Ihre jetzt ehemaligen Mitarbeiter beschrieb sie als motivierte, zufriedene und leistungsbereite Menschen. Personalratsvorsitzende Birgit Dörr gab das Lob zurück. Heiß-Brenninger habe immer ein offenes Ohr gehabt. Ihre Stärke sei die Kommunikation gewesen.

Buchautor und Redakteur

Dauer stellte den Neuen den Abensbergern vor. Bisher war Hamberger stellvertretender Leiter des Amts in Landau. Davor wirkte der Marktheidenfelder an der Ludwig-Maximilians-Universität und der Technischen Universität in München. Er ist bekannt als Autor zahlreicher Fachbücher in Sachen Forsten. Er war dazu Chefredakteur einer Fachzeitschrift. Hamberger wisse – so sagte er selbst – dass er ein wohlbestelltes Amt übernehme. Es sei bei den Menschen sehr angesehen. Er wolle die Arbeit im Sinne seiner Vorgängerin weiterführen.

Das Gemeinwohl im Blick

Die Aufgabe einer Behörde sei, dem Gemeinwohl zu dienen. Ziel sei, die Bürger für die Arbeit des Amtes zu interessieren. Der Franke durfte sich über einige Einstandsgeschenke der Waldbesitzervereinigung freuen. Deren Chef Georg Huber überreichte sie ihm. Man kenne Hamberger als Waldexperten seit vielen Jahren.

Georg Huber hatte Geschenke für Dr. Joachim Hamberger im Gepäck.
Georg Huber hatte Geschenke für Dr. Joachim Hamberger im Gepäck.

Dauer nutzte die Gelegenheit, einige aktuelle Themen anzusprechen. Alle, die mit Landwirtschaft zu tun haben, müssten sich der Debatte mit der übrigen Gesellschaft stellen. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ habe das jüngst erst gezeigt. Er betonte, dass aber von den Landwirten dafür schon einiges getan werde.

Gut sei, dass im Haushalt des Freistaates genügend Gelder für die Landwirtschaft eingestellt seien. Derzeit seien landwirtschaftliche Themen populär. Das sei eine Chance .

Die Bestellungskurkunde für Johann Sauerer.
Die Bestellungskurkunde für Johann Sauerer.

In der Führungsmannschaft es Amtes müssen sowohl Experten aus dem Fach Forstan als auch einer aus dem Bereich Landwirtschaft und Ernährung sitzen. Nachdem Roswitha Heiß-Brenninger augeschieden ist, übernimmt diesen Part jetzt Johann Sauerer. Seine Bestellungsurkunde drückte ihm Ministerialdirigent Eckbert Dauer am Dienstag in die Hand.

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