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Feier

Ein Jubiläum mit viel Musik in Abensberg

Die Fachschule für Heilerziehungspflege blickt auf vier Jahrzehnte zurück. Das wurde im Berufsbildungswerk groß gefeiert.
Von Wolfgang Abeltshauser

Die Band Jazz4mation sorgte für Stimmung. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Die Band Jazz4mation sorgte für Stimmung. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Die Fachschule für Heilerziehungspflege wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Das feierte die Schulfamilie jetzt mit einem stimmungsvollen Fest im Berufsbildungswerk (BBW). Die Schule, die schon lange „An den Sandwellen“ residiert, gehört organisatorisch zur Einrichtung der Katholischen Jugendfürsorge.

Auch Lehrerinnen machten Musik: Angela Petschel und Martha Schwitalla  (v. l.). Foto: Wolfgang Abeltshauser
Auch Lehrerinnen machten Musik: Angela Petschel und Martha Schwitalla (v. l.). Foto: Wolfgang Abeltshauser

Neben den obligatorischen Reden gab es viel Musik für die Gäste. Hier stand das Konzert der Straubinger Gruppe Jazz4mation im Mittelpunkt. Vor allem ihr Auftritt sollte helfen, Spenden zu sammeln. Denn Lehrer und Schüler der Einrichtungen vergaßen in der Jubiläumsstimmung nicht die Menschen, welche die Schützlinge der Absolventen der Fachschule sind.

Geld sollte hereinkommen für das „Team Bananenflanke“. Dieses Integrationsprojekt hat nach den Worten von Schulleiterin Angela Petschel ein ehemaliger Schüler der Einrichtung mitbegründet. Dort sind auch Kinder mit Beeinträchtigungen aus der Region aktiv. Es war ein Spendenglas aufgestellt. Erfreulich: Schon vor dem Auftritt der Straubinger Musiker füllte es sich ansehnlich.

Klassik und Spezielles

Aber auch die Schulfamilie selbst unterhielt ihre Gäste. So trugen Petschel und ihre Kollegin Martha Schwitalla einige klassische Stücke vor. Der aktuelle Schülerjahrgang hatte sich dazu etwas Spezielles einfallen lassen. Er machte kurzerhand aus Kunststoffstöcken und Stuhllehnen Rhythmusinstrumente. Der Applaus der Gäste blieb nicht aus.

Absolventen der Schule hatten einen besonderen Auftritt.Foto: Wolfgang Abeltshauser
Absolventen der Schule hatten einen besonderen Auftritt.Foto: Wolfgang Abeltshauser

Zu diesem Zeitpunkt waren die Reden schon vorüber. Dabei rief der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge Michael Eibl mit Blick auf die aktuellen und ehemaligen Schüler in die Runde: „Was wäre unsere Organisation ohne diese Fachkräfte.“ Die Gründung der Schule sei eine Bildungsoffensive gewesen. „Sie war wegweisend“, betonte er.

Schnell nach der Gründung des BBW sei rasch deutlich geworden, dass es auch Ausbildung für die Menschen brauche, die sich um die Schützlinge dort kümmern. So sagte es BBW-Chef Walter Krug.

Jubiläum

800 wichtige Fachkräfte für die Region

Seit 40 Jahren gibt es in Abensberg eine Schule für Heilerziehunsgspflege. Arbeitgeber aus der Region sind darauf angewiesen.

Denn: Zwar waren schon damals laut Eibl die Anforderungen an eine qualitätvolle Betreuung immer mehr gestiegen. Geregelte Schulungen gab es aber noch keine. Und schon gar keinen Lehrplan – was Franz Thurner von der Regierung von Niederbayern betonte.

Lob für die Qualität

Die Qualität der Ausbildung an der Schule spreche für sich. Und deshalb warb er auch gleich für das Berufsfeld. Es sei derzeit äußert gefragt. Was schon die Schulleiterin im Vorfeld des Jubiläums betont hatte. Diesen Ball nahm Krug in seinen Worten gerne an. Er sprach von einem massiven Fachkräftemangel im sozialen Bereich.

Er fuhr fort mit der Werbung für den Beruf Heilerziehungspfleger. Er betonte die breitgefächerten Einsatzmöglichkeiten. Die Stärke der Abensberger Schule sei die deutliche Ausrichtung hin zur Praxis. Es gebe einen wöchentlichen Wechsel von Schulunterricht und Ausbildung in einer Einrichtung.

Eine wichtige Hilfe für die Region

  • Schüler:

    Seit Gründung der Fachschule im Jahr 1979 in Abensberg haben nach den Worten von Schulleiterin Angela Petschel rund 800 Absolventen die Einrichtung durchlaufen.

  • Beruf:

    Viele von ihnen kämen aus der näheren Region oder Ostbayern – und würden dort auch eine Anstellung finden. Ihre Einsatzorte sind überall dort, wo es Menschen mit Betreuungsbedarf gibt. (wo)

Pastoralreferent Hermann Messerer lobte die Menschen, die sich für solch eine Berufsausbildung entscheiden: Denn sie hätten es mit Schützlingen zu tun, die nicht immer einfach seien.

Schulleiterin Petschel dankte für das Vertrauen, dass Schülerinnen und Schüler den Lehrern entgegenbrächten. Sie sprach von der Schule als Gemeinschaftsleistung. Eibl rief den Absolventen entgegen: „Wir benötigen sie dringlicher denn je.“

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