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Premiere

Ein Tag des Sports für alle Kinder

Erstmals gab es am Freizeitzentrum einen gemeinsamen Sportunterricht aller Grund- und Förderschulen in Abensberg.
Wolfgang Abeltshauser

Tennisschläger und -bälle gehörten mit dazu. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Tennisschläger und -bälle gehörten mit dazu. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Es ist kurz vor 9 Uhr auf dem Gelände des Freizeitzentrums. Es wuselt nur so. Auf den Tennisplätzen ist jede Menge los. Da wird der gelbe Filzball mit den Schläger traktiert. Aber es ist auch eine Kegelbahn aufgebaut und verschiedene Geschicklichkeitsstationen. Auf der Wiese daneben tollen auch zahlreiche Kinder umher. Sie springen und klettern auf mehreren Hüpfburgen. Sie lachen und haben sichtbar Spaß. Bis zur Mittagsstunde werden mehrere hundert Kinder sich so richtig ausgetobt haben.

Resonanz ist sehr gut

Thomas Rößler sieht das mit einem zufriedenen Gesicht. Er ist Lehrer an der Prälat-Michael-Thaller-Schule – und aktiver Tennisspieler, wie er erzählt. Als er nun von Tag der offenen Tür am Freizeitzentrum hörte – der fand am Tag davor statt – kam ihm die Idee. Warum nicht die Anlage für alle Abensberger Grundschulkinder – von den Regel- wie von den Förderschulen – öffnen für ein spezielles, inklusives Sportfest. Denn eine regelmäßige Zusammenarbeit seiner Schule mit dem Zentrum gibt es schon. Wöchentlich kommen Kinder und dürfen sich als Tennisspieler versuchen. Die Resonanz der Schulen war im Vorfeld schon gut. Jörg Kopatsch vom Freizeitzentrum erzählte davon, dass sich 20 Klassen angemeldet haben. Die Schulleiter hätten nicht lange überzeugt werden müssen – so Rößler und Kopatsch. Das Interesse an der Veranstaltung seitens der Schulen zeigt nicht zuletzt, dass der Chef der Prälat-Michael-Thaller-Schule Wolfgang Niemetz ebenso vor Ort ist wie der Gesamtleiter des Cabrinizentrums Dr. Bernhard Resch.

Keine soll ausgeschlossen sein

Um was es Rößler vor allem geht, ist sehr anschaulich auf einem der Tennisplätze zu beobachten. Dort ist eine Kegelbahn aufgestellt. Kinder versuchen, mit Bällen „alle Neune“ zu schaffen. Mit dabei sind zwei Rollstuhlfahrer. Sie spielen ein ähnliches Spieß. Nur geht es bei ihnen nicht darum, Kegel mit einem Ball umzuwerfen. Das wäre für sie, was die Koordination der Bewegung betrifft, wahrscheinlich sehr schwierig. Sie versuchen mit eine Frisbeescheibe einen Kunststoffring, der wenige Meter vor ihnen liegt, zu treffen. Das klappt ganz gut. Man sieht ihnen ihre Freude bei einem erfolgreichen Wurf deutlich an.
„Es geht darum, dass alle mitmachen können“, beschreibt Rößler im Gespräch mit der Mittelbayerischen seine Intention.

Es soll keine Eintagsfliege bleiben

  • Teilnehmer:

    Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler der Abensberger und der Offenstettener Grundschule, der Prälat-Michael-Thaller-Schule und der Cabrinischule. Laut Jörg Kopatsch waren alle Jahrgangsstufen der Schulen eingebunden.

  • Wiederholung:

    Die Aktion soll keine Eintagsfliege bleiben. Im Idealfall soll daraus eine feste jährliche Einrichtung werden. (wo)

„Die Kinder kennen sich ja oft – auch wenn sie verschiedene Schulen besuchen.“ Da sei es schön, auch während der Schulzeit etwas gemeinsam machen zu können. Wichtig sei dabei, dass alle auch alles ausprobieren können. So gibt es etwa einen Basketballkorb, der sehr niedrig hängt. Dort können auch Kinder im Rollstuhl den Ball versenken. Einige der Hüpfburgen, die auf der Wiese stehen, sind so konzipiert, dass auch Kinder ,die teilweise gelähmt sind, darauf Spaß haben können. Man könne sie darauflegen, so dass sie zumindest die Bewegung spüren können. So beschreibt es Rößler.

Die Hüpfburgen zeigen aber auch noch etwas anderes. Wir haben es nicht mit einem Sportfest zu tun, bei dem es um Ergebnisse geht. Sicherlich: Wer will, erhält von den anwesenden Tennistrainern eine kleine Trainingsstunde. Wen das aber nicht interessiert, der darf einfach so herumtollen. Und das machen dann auch zahlreiche der Kinder. Sie wechseln von einer Hüpfburg zur anderen und haben ihren Spaß. Einen Stundenplan gibt es keinen. Jeder darf das ausprobieren, auf was er Lust hat. Wichtig ist, dass sie Freude an der Bewegung finden.

Ehrenamtliche Helfer mit dabei

Motiviert sind alle Grundschüler. Das ist schon zu Beginn zu sehen. Denn der Start verzögert sich etwas. Deshalb drängeln die Kinder ungeduldig an den Zugängen zu den Stationen. Denn die Betreuer müssen sich erst noch auf die verschiedenen Stationen verteilen. Darunter sind nicht nur die anwesenden Lehrer, sondern auch ehrenamtliche Kräfte aus der Abensberger Vereinswelt, wie Rößler anerkennend erwähnt.

Mit von der Partie ist außerdem die Josef-Stanglmeier-Stiftung – der Eigentümer des Freizeitzentrums. Sie unterstützt laut Kopatsch und Rößler die Aktion finanziell.

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