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Bürgerversammlung

Großes Wachstum in Offenstetten

Im größten Abensberger Ortsteil stehen in den kommenden Monaten gleich mehrere interessante Projekte an.
Von Wolfgang Abeltshauser

Trotz der Erweiterung im vergangenen Jahr könnte es in der Grundschule Offenstetten schon bald wieder eng werden. Foto: Wolfgang Abeltshauser
Trotz der Erweiterung im vergangenen Jahr könnte es in der Grundschule Offenstetten schon bald wieder eng werden. Foto: Wolfgang Abeltshauser

Abensberg.Im größten Ortsteil Abensbergs geht es in den kommenden Monaten darum, genügend Platz für den Nachwuchs zu schaffen. Das hörten die Offenstettener, die am Dienstagabend zur Bürgerversammlung ins Gasthaus Hopfensperger gekommen waren. Weitergehen soll es mit dem Projekt Ortsentwicklung – auch wenn die Vorbereitungen mehr Zeit in Anspruch nehmen ,als sich das Bürgermeister Dr. Uwe Brandl vorgestellt hat.

Neubau muss schon wieder größer werden

Bald werde bei der neuen Kinderkrippe schon wieder gebaut. Platz für eine vierte Gruppe ist laut Brandl nötig. Und die sei schon jetzt voll belegt. All das wirkt sich auch auf die Schule aus. Brandl gab eine Prognose ab: Wenn die Entwicklung so weitergehe, werden in absehbarer Zukunft an der Grundschule drei Klassen pro Jahrgang nicht mehr reichen. Immerhin sei Offenstetten ein Zentrum des Wachstums in der gesamten Kommune. Schon jetzt würden an der Einrichtung täglich 138 Essen ausgegeben. Das werde noch zunehmen.

Der Bürgermeister sprach davon, eine Kooperation mit der Katholischen Jugendfürsorge ins Auge zu fassen. Auf diese Weise könnte eine vierte Klasse pro Jahrgang – dann als integrative Klasse – in Räumen des Cabrinizentrums untergebracht werden. Was eine weitere Besonderheit der Offenstettener Grundschule wäre. Immerhin ist sie – auch das sprach Brandl an – Modellschule in Sachen digitaler Unterricht. Die Zeiten, in denen der Bestand der Einrichtung gefährdet schien, sind lange vorbei.

Geduld ist gefragt

Weiterhin werde an der Ortstentwicklung für Offenstetten – mit einer inklusiven Note – gearbeitet. Brandl räumte ein, gehofft zu haben, man könne das Gesamtprojekt schneller an den Start bringen. Nach wie vor benötige die Förderstelle weitere Informationen. Der Bürgermeister hoffe aber, dass der Architektenwettbewerb heuer ausgeschrieben werden könne.

Immerhin: Mit das wichtigste Teilprojekt ist wohl einen Schritt weiter. Die Befragung der Ortsgemeinschaft, die schon 2017 stattgefunden hat, zeigte, dass sich die Offenstettener einen Verbrauchermarkt wünschen. Im Sommer vergangenen Jahres war man da noch auf Standortsuche. Jetzt gibt es dafür laut Brandl ein Ergebnis: Der Markt soll auf dem alten Bolzplatz gebaut werden. Es gebe auch Interessenten, die im Ort so ein Projekt realisieren wollen. Jetzt gehe es aber erst einmal darum, am angestrebten Standort Baurecht zu schaffen.

Wünsche der Bürger aus Offenstetten

  • Tempo:

    Eine fest installierte Geschwindigkeitsmessanlage in der Ortsdurchfahrt wäre gut. So eine Wortmeldung bei der Versammlung. Der Bürgermeister will versuchen, dem nachzukommen.

  • Kreuzung:

    Die Straße im Bereich des Gewerbegebiets sei unsicher. Das hörte Brandl. Er verwies darauf, dass dies durchaus im Blick sei. Unter anderem wäre aber Grund nötig, um etwas zu ändern.

Andere wichtige Maßnahmen habe man angefangen, ohne auf den großen Startschuss zu warten. Das waren Arbeiten in Sachen Hochwasserschutz. Außerdem konnte das TSV-Gelände erweitert werden. Grund für einen zusätzlichen Trainingsplatz wurde erworben. In diesem Zusammenhang enthüllte stellvertretender Bürgermeister Dr. Bernhard Resch einen interessanten Plan. Man wolle versuchen, im Rahmen eines Leaderprojekts einen Kunstrasenplatz in Offenstetten zu realisieren. Klagen von TSV-Mitgliedern, der Parkplatz des Vereinsgeländes würde immer mehr von Hundebesitzern und ihren Vierbeinern vereinnahmt, erhielten eine klare Antwort des Bürgermeisters: Der Verein sei Hausherr und könne entsprechend reagieren.

Lob für die Floriansjünger

Lob gab es von Brandl für die Floriansjünger. Gut sei, dass sich die Wehr in die Alarmierungsschleife für die Autobahn einbinden lasse. Dafür werde auch ein neues Fahrzeug angeschafft. Außerdem sind die Mitglieder der Organisation laut Brandl ganz fleißig auf der Baustelle des Gerätehauses. Mit ihren Eigenleistungen seien sie ein Vorbild für die Wehr in Sandharlanden. Auch dort stehen heuer Arbeiten an.

Eine Bürgerin fragte, ob man nicht auf stille Alarmierung umstellen könne. Dann wäre die Sirene still. Sowohl Brandl als auch Mitglieder der Wehr erklärten, dass dabei alle Aktiven mit Piepsern ausgerüstet werden müssten. Was ins Geld gehe. Derzeit sei aber damit zu rechnen, dass sich die Technik ändere. Deshalb sei es besser, abzuwarten, bevor man womöglich binnen weniger Jahre zweimal viel Geld für die Geräte ausgeben müsse.

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