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Beruf

In der Ausbildung mit der Zeit gehen

Die 16. Abensberger Fachtagung am Berufsbildungswerk beschäftigte sich mit zeitgemäßen Formen der Wissensvermittlung.

Virtuelle Lernwelten: Azubis des B.B.W. St. Franziskus Abensberg Foto: Thomas Griebenow
Virtuelle Lernwelten: Azubis des B.B.W. St. Franziskus Abensberg Foto: Thomas Griebenow

Abensberg.Die 16. Abensberger Fachtagung „Unter Strom – Virtuelle Lernwelten in der beruflichen Bildung und Qualifizierung" beschäftigte sich mit zeitgemäßen Formen der Wissensvermittlung. Gesamtleiter Walter Krug hatte ausgewiesene Experten aus der beruflichen Qualifizierung, aus Schulen und Hochschulen eingeladen. Sie diskutierten die Chancen und Risiken der virtuellen und digitalisierten Lernwelt und stellten Konzepte, Methoden und Werkzeuge für digitales Lernen vor. An die 140 Tagungsteilnehmer aus dem Umfeld der beruflichen Rehabilitation nahmen am Fachtag teil.

Organisation und Verwaltung optimal aufstellen

„Es gilt, die Errungenschaften im digitalen Zeitalter für unsere Arbeit mit Klienten nutzbar zu machen und unsere Organisation und Verwaltung optimal aufzustellen“, erklärte KJF-Direktor Michael Eibl. Wichtig ist ihm: Algorithmen könnten hilfreich sein, aber keine menschliche Hilfe und Zuwendung ersetzen.

Keynote-Speaker Marcus Richter von Chaos Radio Berlin plädierte in seinem Beitrag für digitale Mündigkeit. Es gäbe nichts, was nicht kontrolliert werden könne. „Algorithmen sind menschengemacht“, so Richter. Er machte dem Publikum Mut, digitale Bildung in die Arbeit zu integrieren und mit Leben zu füllen. Das Digitale müsse Bestandteil einer umfassenden, aufgeklärten Bildung sein. Nur so könnten Menschen mündig und selbstbestimmt leben.

Die 16. Abensberger Fachtagung machte deutlich: Wir befinden uns mitten in der digitalen Transformation. Arbeitswelt, Beziehungen und Kommunikation wandeln sich rasant. Aufgrund digitaler Technologien und Hilfen entstehen neue Berufsprofile und Anforderungen. Arbeitsplätze verändern sich, andere Qualifikationen sind gefragt. Darin liegt zugleich aber auch die große Chance, Arbeit für Menschen mit einer Beeinträchtigung so zu gestalten, dass mehr Teilhabe möglich ist. Im Berufsbildungswerk St. Franziskus in Abensberg sind zunehmend modernste Technologien Bestandteil der Ausbildung – und dies nicht nur im IT-Bereich.

Ausbilder mit Herz

Ausbilder mit Herz und großer Liebe zu ihrem Beruf sind Mike Brandl und Alex Wimmeraus dem IT-Bereich im B.B.W. St. Franziskus. Dazu noch gute Schauspieler! Denn ihr Auftritt beim Fachtag, ein Gespräch unter Kollegen, zeigte sehr gut auf, wie das B.B.W. aktuell aufgestellt ist und welche Herausforderungen es zu meistern gilt. Ein Kernanliegen des Bayerischen Staatsministeriums ist es, beruflichen Schulen kontinuierlich auf Höhe der Zeit weiterzuentwickeln und junge Menschen während ihrer Ausbildung mit dem vertraut zu machen, was sie in ihrem späteren Beruf erwartet. „Im Umgang mit digitalen Medien wollen wir junge Menschen fit und kompetent machen. Auch die Weiterentwicklung der Berufsprofile steht auf unserer Agenda“, so Studiendirektor Andreas Weis aus dem Bayerischen Kultusministerium.

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