MyMz
Anzeige

Wohnen

Mehr Häuser für den Westen Abensbergs

Ein Bauprojekt in Aunkofen könnte Vorteile für Fußgänger bringen. Ein Gehweg soll mit in die Planungen.
Von Wolfgang Abeltshauser

Im Rahmen eines Wohnbauprojekts soll versucht werden, hier mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Foto: Abeltshauser
Im Rahmen eines Wohnbauprojekts soll versucht werden, hier mehr Platz für Fußgänger zu schaffen. Foto: Abeltshauser

Abensberg.Das Vorhaben, an der Aunkofener Straße auf dem ehemaligen Areal eines Gewerbebetriebs Wohnungen zu errichten, ist einen Schritt weiter. Der Bauausschuss stimmte jetzt dem vorgelegten Plan unter Bedingungen zu. Laut Bürgermeister Dr. Uwe Brandl (CSU) und Bauamtsleiter Peter Schmid besteht sogar die Möglichkeit, im Zuge des Bauvorhabens die Situation für Fußgänger an der Straße zu verbessern.

Nach derzeitigem Stand sollen laut Brandl insgesamt fünf dreistöckige Gebäude mit maximal 44 Wohneinheiten entstehen. Angedacht ist eine Tiefgarage mit 68 Stellplätzen. Dazu sind 23 Parkplätze oberirdisch vorgesehen. Entlang der Aunkofener Straße sollen zehn Besucherparkplätze als Längsparker angelegt werden. Zwischen Wohnbebauung und diesen Stellplätzen ist ein Gehweg vorgesehen.

Es fehlen noch Parkplätze

Es sind schon einige Monate ins Land gegangen, seitdem das Anliegen erstmals im Gremium behandelt wurde. Deshalb müsse das Vorhaben noch an die mittlerweile geltende Stellplatzsatzung der Stadt angepasst werden. Nachgearbeitet werden müsse da etwa an der Zahl der Besucherstellplätze. Fahrradstellflächen fehlen komplett.

Brandl blickt auf die Straße vor dem benachbarten landwirtschaftlichen Anwesen. Dort gibt es aufgrund einer Engstelle keinen Gehweg. Durch die 44 kommenden zusätzlichen Wohnungen sei aber wohl mit einem erheblich höherem Fußgängeraufkommen zu rechnen. Deshalb solle im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens überprüft werden, ob nicht doch ein Gehweg dort entstehen könnte. Das fand Zustimmung.

Photovoltaik nimmt Hürde

Eine weitere Hürde hat eine geplante Freiflächenphotovoltaikanlage bei Pullach genommen. Die Stellungnahmen der Behörden und Organisationen sind fast frei von grundsätzlicher Kritik. Allein die Naturschutzabteilung des Landratsamtes formulierte Bedenken: Das überplante Areal liege im Bereich von Bach- und Trockentälern, die eigentlich von Bebauung frei zu halten seien. Das Gremium will aber an der Planung festhalten. Denn ein Acker würde durch den Bau der Anlage in Extensivgrünland verwandelt – außerdem gebe es ökologische Ausgleichsflächen. Die Situation würde also eher verbessert – hieß es in der Sitzung. Kritik gab es vom Bürgermeister am Wasserwirtschaftsamt. Das fordere eine Prüfung seitens des Investors, ob es sich um eine vom Hochwasser gefährdete Fläche handle. Das herauszufinden sei in seinen Augen die Aufgabe der Behörde.

Weitere Projekte in der Region

  • Nachbarn:

    Mehrere Bauprojekte von Nachbarkommunen hatte das Gremium auf dem Tisch liegen. Abensberg wird gehört als Träger öffentlicher Belange. Es gab weder Kritik an einem Solarpark bei Kirchdorf noch an Wohnbauprojekten in Neustadt und Kelheim.

  • Gewerbe:

    Im Bereich der Industriestraße sollen drei Stärkesilos errichtet werden. Das Gremium gab sein grünes Licht. (wo)

Thema der Sitzung war außerdem der kommende Neubau der Jurastromleitung. Sie verläuft bisher mitten durch Abensberg. Brandl berichtete, dass eine Spannungserhöhung von 22o auf 380 Volt vorgesehen sei. Die Stadt wurde gebeten, innerhalb des vorgegebenen Trassenkorridors einen Trassenvorschlag zu machen – den es auch schon gebe. In Brandls Augen sei der einzig gangbare Weg, ab Offenstetten die Leitung weiter östlich als bisher zwischen Abensberg und Arnhofen zu verlegen. Sicherlich würde das die Entwicklung des Ortsteils und des Ostens von Abensberg beschränken. Dafür wäre aber die bisherige Leitungstrasse im Hauptort wieder frei für Bebauung.

Ein Infotreffen soll kommen

Der Bürgermeister geht aber eher davon aus, dass der Trassenbetreiber vorhat, an Ort und Stelle zu bleiben. Was bedeuten würde, die Masten müssten aufgrund der höheren Spannung weiter in den Himmel ragen. Wie schon in der Bürgerversammlung gefordert, will der Rathauschef eine Infoveranstaltung anregen, bei der Experten des Betreibers anwesend sind.

Heftige Kritik in Richtung der Betreiber des Bürgerantrags gegen den Bebauungsplan „An der Mayrstraße“ ließ Brandl los. Den Abensbergern, die dafür unterschrieben hätten, sei die Unwahrheit gesagt worden. Denn es stimme nicht, dass Gebäude im Überschwemmungsgebiet gebaut werden sollen. Außerdem sei es nichts Neues in Abensberg, dass Bauvorhaben privater Investoren daraufhin überprüft werden, ob sie durchführbar sind. So sagt es der Bürgermeister.

Weitere Artikel aus Abensberg finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht