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Unterhaltung

Abensberger Mäuse stehlen alle die Schau

Cinderella begeistert im Theater am Bahnhof. Die sprühende Lebendigkeit der Truppe auf der Bühne begeistert das Publikum.
von Roswitha Priller

Die quirligen Mäuse wollen Cinderella helfen. Mit Witz und drolliger Lebhaftigkeit eroberten sie sich die Herzen des Publikums.  Foto: Roswitha Priller
Die quirligen Mäuse wollen Cinderella helfen. Mit Witz und drolliger Lebhaftigkeit eroberten sie sich die Herzen des Publikums. Foto: Roswitha Priller

Abensberg.Es wuselt und wimmelt auf der Bühne vom Theater am Bahnhof. Lauter kleine Mäuse purzeln herein, stolpern herum, klatschen sich ab und diskutieren. Was haben die kleinen, grauen Pelztiere bei einer „Cinderella“-Aufführung verloren, mag sich da so mancher Besucher bei den bisherigen Aufführungen gefragt haben.

Cinderella und der Prinz - noch ist alles ein Traum. Foto: Roswitha Priller
Cinderella und der Prinz - noch ist alles ein Traum. Foto: Roswitha Priller

Es sind die kleinen Mäuse, die dem Stück den richtigen Esprit geben. Sie verbreiten über die ganze Aufführung hinweg mit einer beachtlichen Ausdauer Lebendigkeit, Witz und Charme. Die kleine Pucki erkennt, dass im Haus von Cinderella etwas deutlich schief läuft. Und ruft deswegen ihre Mäuse-Freunde zusammen, damit sie gemeinsam der von ihrer bösen Stiefmutter so ungerecht behandelten Cinderella helfen können. Ihre Mission sei „mäusemäßig wichtig“. Genauso schnell wie die lustigen Gesellen die Bühne erobert haben, verschwinden sie purzelbaumschlagend, rutschend und krabbelnd in den Winkeln der Wohnstube.

Immer in Bewegung

„Das war mein großes Ziel bei der Regieführung“, erklärte Carmen Nowak. Die Mäusedarsteller sollten möglichst immer in Bewegung sein, niemals einfach nur rumstehen. Das gelang der jungen Truppe ausnahmslos gut. Auch sprachlich waren sie mit frechen Sprüchen richtig auf Zack. Unter den jungen Theaterbesuchern gewinnen sie schnell begeisterte Fans. Finn (7) und Julia (7) sind sich einig: „Die Mäuse sind das Beste, die sind total lustig.“

Die Stiefmutter ist richtig fies zur armen Cinderella. Ihre beiden Stiefschwestern Klarabella und Tulzinella ergehen sich in wunderbar zickigen Streitereien und behandeln sie mit arroganter Hochnäsigkeit. Sie wollen unbedingt die zukünftige Königin des Landes werden. Die Geschichte ist bekannt, birgt aber auf der Abensberger Bühne überraschende Details.

Info-Box

  • Das Ensemble

  • Mäuseschar:

    Joe Nowak, Emilia Cetto, Greta Roßbauer, Johanna Piendl, Antonia Ferstl, Paulina Lehmeier, Luise Fränkel, Andreas Forste).

So will der verschlossene Prinz überhaupt nicht auf den Ball gehen und erst recht nicht heiraten. Der total verzweifelten Hofnarr Lachmuss hat keine Idee mehr, wie er ihn vom Gegenteil überzeugen könnte. Da helfen die Mäuseschar gemeinsam mit dem wunderschönen Zaubervogel. Das Bühnenbild ist ebenso überzeugend, wie die fantasievolle Ausstattung und die beeindruckenden choreographischen Abläufe. Jeder scheint mit seiner Rolle verwachsen zu sein.

Gute Improvisation

Das hilft in dem Moment als der Stiefmutter, die trotz einer starken Erkältung gespielt hat, die Stimme wegbleibt. Da kommen der Truppe die Improvisationstrainings zugute. Tulzinella und Klarabella streiten einfach zickig weiter und drangsalieren die arme Cinderella. Nach nur wenigen Momenten ist das Stück wieder im gewohnten Rhythmus. Und geht natürlich gut aus. Der inzwischen sehr verliebte Prinz bekommt seine Cinderella. Nowak spricht vielen Junior-Prinzessinnen im Publikum aus der Seele: „Ihr dürft auf die Bühne kommen und das schöne Kleid bewundern.“ Das Stück ist noch am 14. und 15. Dezember jeweils um 16 Uhr im Theater am Bahnhof zu sehen. Eintritt: 6 Euro.

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