MyMz
Anzeige

Musik

Bairisch, urig und segensreich

Zum 15. Mal luden die Oberndorfer Sänger ins Dorfwirtshaus Berghammer ein – die Josefi-Sitzweil war eine Gaudi.
Von Gabi Hueber-Lutz

Da wampert Zodert und da boartert Plattert Foto: Hueber-Lutz
Da wampert Zodert und da boartert Plattert Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Da wampert Zodert war in Doppelfunktion da. Markus Niemeier, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, trat gemeinsam mit dem boartert Plattert als Duo im musikalischen Teil der 15. Josefi-Sitzweil auf. Gleichzeitig ist er auch Leiter der Förderwerkstätte Walderbach der Barmherzigen Brüder in Reichenbach.

An diese Institution ging nämlich in diesem Jahr der Erlös der Josefi-Sitzweil, zu der die Oberndorfer Sänger wieder gemeinsam mit den Wirtsleuten der Gaststätte Berghammer in Oberndorf eingeladen hatten. Alljährlich gelingt ihnen mit dieser Veranstaltung ein schöner Dreiklang aus echter Volksmusik, Wirtshauskultur und sozialem Zweck. Vom Kirchturm nebenan schlug es gerade sieben als „D` Lang Boum“ das musikalische Ausrufezeichen setzten: „Eitz geht`s los“. Wenn gespielt und gesungen wird, hat der Wirtshausratsch Pause - so ist es Tradition bei einer Sitzweil. Schließlich ist alles live und ohne Mikrofon. Gute Volksmusik wird gerne gepflegt. Das machte auch der Besuch von Roswitha Wagner, der Volksmusikbeauftragten des Landkreises Kelheim, und von Tobis Lehner, dem Regensburger Kreismusikpfleger, deutlich. „Der Mensch, der lebt vom Essen“, stellten Niemeier und sein Kompagnon Johannes Schwarz musikalisch fest. Die Bedienung suchte derweilen ihre Abnehmer für die Vier mit Kraut und das Berghammer Bier, „Da Moser“ intonierte „die Howanschouhpolka“ und die „Oberndorfer Sänger“ Hans Berghammer und Rudi Schaller waren sehr zum Vergnügen ihrer Zuhörer musikalisch „Pudelnackert ohne Hemd“. Auch das Publikum war gefordert. Ein kundiges Publikum, das sich nicht lumpen ließ beim Mitsingen.

In der Pause ging der Hut rum und im voll besetzten Wirtshaus kam die stolze Summe von 700 Euro zusammen. Weil die Musiker für Gotteslohn spielten und die Wirtsleut Speis und Trank für die Musikanten übernahmen, ging der Erlös ungeschmälert an den Empfänger. Mit großem Dank nahm Niemeier 700 Euro für seine Einrichtung entgegen.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Kelheim finden Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht