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Bauausschuss

Burgberg: Stellflächen geplant

Es soll Parkraum beim Friedhof geschaffen werden. Befreiungen von den Vorschriften des Bebauungsplans waren ein Thema.
Von Gabi Hueber-Lutz

Parkplätze beim Friedhof am Burgberg sind rar. Statt der Holzschuppen sollen in diesem Bereich weitere Stellflächen entstehen. Foto: Hueber-Lutz
Parkplätze beim Friedhof am Burgberg sind rar. Statt der Holzschuppen sollen in diesem Bereich weitere Stellflächen entstehen. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Die öffentlichen Parkplätze beim Friedhof am Burgberg sind sehr begrenzt. Bei Gottesdiensten oder Veranstaltungen reichen sie bei weitem nicht aus. Die Idee bei einem Ortstermin des Bauausschusses war nun, die in diesem Bereich bestehenden Holzschuppen abzureißen und an dieser Stelle Parkraum zu schaffen. Beschlossen wurde das in der Sitzung noch nicht. Erst soll eine Skizze angefertigt werden. Wie viele Parkplätze das zusätzlich geben könnte, ist noch nicht klar.

Befreiung von Festsetzungen

Immer wieder geht es in Sitzungen von Bauausschüssen um Befreiungen von den Festsetzungen gültiger Bebauungspläne. Bei der Sitzung im Februar hatte sich das Bad Abbacher Gremium dafür ausgesprochen, dass im Baugebiet Keltenstraße in Peising eines der Häuser eine Befreiung bekommt. Seine Bezugshöhe ändert sich, damit es höher aus der Erde heraus gebaut werden kann. Begründet wurde das damit, dass die Gefahr einer Überflutung bei einem Starkregenereignis damit geringer sei. In der Sitzung am Dienstag wurde die Bezugshöhe genau festgesetzt, nämlich auf 1,40 Meter. Die Oberkante des Fußbodens im Erdgeschoss darf nun maximal 1,40 Meter über der Straße liegen.

Bisher hatten die Räte Befreiungen in diesem Baugebiet strikt abgelehnt, da der Bebauungsplan Keltenstraße sowieso sehr weit gefasst ist. Ein anderer Bauherr in diesem Gebiet durfte deshalb keinen durchgängigen Gabbionenzaun errichten. Die dazugehörige kleine Stützmauer und Zaunsäulen sind bereits errichtet. Nun stimmte das Gremium aber zu, dass er im Eingangsbereich einen Gabbionenzaun bauen kann, allerdings mit Stabgitterfeldern dazwischen.

Befreiungen sind oft Thema

Weil dadurch niemand benachteiligt werde und auch keine öffentlichen Interessen tangiert seien, wie Bürgermeister Ludwig Wachs sagte, stimmte der Ausschuss zu. Aber lediglich mit 5:2 Stimmen. Zum Thema Befreiungen sagte Anja Schardt aus dem Bad Abbacher Bauamt auf Nachfrage der Mittelbayerischen, Befreiungen seien eigentlich dafür da, dass man ausgleichen könne, wenn man im Gelände merkt, dass eine Vorgabe des Bebauungsplans nicht funktioniert. Es gibt aber auch Befreiungen, die der Zeit geschuldet sind. Bebauungspläne sind manchmal mehrere Jahrzehnte alt, erklärte Schardt. Die Vorschriften sind dann mitunter nicht mehr zeitgemäß.

Rendezvous im Pool

  • Ort:

    Alkofen 11, das ist die Adresse an der B 16, wenn es ums Rendezvous geht.

  • Antrag:

    Der Swingerclub hatte die Errichtung einer Außensauna, eines Außenpools und einer Grundstückseinfriedung beantragt.

  • Beschluss:

    Nachbarn seien nicht betroffen, befand der Bauausschuss, und sprach sich einstimmig dafür aus. (lhl)

So gibt es Planungen, in denen zum Beispiel noch ein Jägerzaun vorgeschrieben ist. Natürlich könnte man diese Bebauungspläne ändern, aber das sei ein größeres Verfahren. Also arbeite man mit Befreiungen, um den Bauwilligen entgegen zu kommen. Einen Tekturantrag, also die Änderung eines bereits genehmigten Plans, hat ein Häuslebauer im Baugebiet Weichs gestellt. Hier liegt der Fall aber noch mal anders. Das Haus mit zwei Wohneinheiten, zwei Garagen und zwei Carports steht im Rohbau bereits, aber die Firma, so der Bauherr, habe die Höhenlage beim Bau verändert, also weiter heraus gebaut.

Schlamassel am Bau

Der Bau wurde daraufhin vom Landratsamt eingestellt. Erich Wagner und Anton Englmann waren sich einig, dass sie einer Befreiung nicht zustimmen würden. „So geht das nicht“, sagten beide. Für Hubert Kraml war wichtig, dass der Bauherr mit den Nachbarn ins Gespräch kommen müsse. Der Wertverlust für die Nachbarn müsse ausgeglichen werden. Erst wenn die Nachbarn zustimmen, könne der Bauausschuss weiter beraten. Andreas Diermeier sah es nicht so gravierend. Bei der Wandhöhe habe man schon eine Befreiung erteilt, warum also in diesem Fall nicht auch. Der Antrag wurde mit 3:4 Stimmen abgelehnt.

Für ein Grundstück am Mühlberg war die Bebauung mit drei Einfamilienhäusern beantragt worden. Das Grundstück ist 1216 Quadratmeter groß. Den Ausschussmitgliedern war die geplante Bebauung zu mächtig und sie lehnten ab. Für das Geschäftshaus am Lugerweg, in dem sich früher die Telekom befand, wurde eine Nutzungsänderung beschlossen. Es ist künftig kein Bürogebäude mehr, sondern ein Wohngebäude.

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