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Jahresversammlung

Tradition und Blick nach vorn

Die Freien Wähler bestätigten Christian Hanika einstimmig als Vorsitzenden und ernennen ein Ehrenmitglied.
Von Gabi Hueber-Lutz

Christian Hanika ernannte Gründungsmitglied Franz Preisser zum Ehrenmitglied der Freien Wähler. Foto: Hueber-Lutz
Christian Hanika ernannte Gründungsmitglied Franz Preisser zum Ehrenmitglied der Freien Wähler. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach. Bei ihrer Jahresversammlung präsentierten sich die Freien Wähler Bad Abbach in bester Stimmung. Die Neuwahlen gingen reibungslos über die Bühne und mit Franz „Feri“ Preisser wurde ein Urgestein der Gruppierung zum Ehrenmitglied ernannt.

Der neue und alte Vorsitzende Christian Hanika gab einen Rückblick auf das letzte Jahr und einen Ausblick auf die anstehende Wahl. Für das traditionelle Sommerfest der Freien Wähler im August kündigte er eine Veränderung an. Es habe seine beste Zeit hinter sich. Für den Ferienmonat werde man sich aber etwas Neues einfallen lassen.

Auch der nächste Neujahrsempfang der Freien Wähler wird in einem anderen Rahmen ablaufen. Statt wie bisher im Pfarrsaal wird er im Kursaal stattfinden und Bruder Sixtus wird die Leviten lesen. Die Freien Wähler würden derzeit ihre Wahlziele erarbeiten, sagte der Vorsitzende. Was die Liste der Gemeinderatskandidaten betrifft, sagte Hanika, dass er mit sehr vielen Bürgern gesprochen habe. Fazit: „Es läuft prima.“ Die Vorstandschaft der Freien Wähler hat ihn ja bereits als Bürgermeisterkandidaten vorgeschlagen. Im Juni soll er von der Gruppierung offiziell nominiert werden.

In eigener Sache

In eigener Sache sagte Hanika bei der Versammlung, dass jede andere Tätigkeit enden werde, wenn er als Bürgermeister gewählt werden sollte. Im Moment sei er Vermieter von Ferienwohnungen, die einem mittelständischen Hotel entsprächen. Aus denen würde er dann normale Wohnungen machen. Und ja, er mache Musik und das laufe gut. Vor Jahren habe er sich entschieden, das Risiko einzugehen, einen festen Arbeitsvertrag zu beenden. Sollte er Bürgermeister werden, sei natürlich auch diese selbstständige Tätigkeit beendet.

Bürgermeister Ludwig Wachs versicherte, er werde alles tun, was er könne und Hanika mit aller Kraft unterstützen. Der sei prädestiniert für dieses Amt, er sei fleißig, intelligent und menschlich. Die Vorstandschaft habe sich einstimmig für ihn als Kandidaten entschieden und das sei richtig gewesen: „Es müssen frische Kräfte zu Werke gehen“, sagte der amtierende Bürgermeister, der am Ende der Wahlperiode 18 Jahre im Amt gewesen sein wird. Lob für den designierten Kandidaten gab es auch von Kreisvorsitzendem Christian Nerb. Respekt, was Hanika vom Fachwissen her als zweiter Bürgermeister schon drauf habe, sagte der Saaler Bürgermeister.

Zur Stimmung im Gemeinderat meinte Wachs, es habe Querelen gegeben und sei nicht immer gut gelaufen. Jetzt laufe es aber gut und man gehe wieder normal miteinander um. Das zeige auch der einstimmig angenommene Haushaltsplan. Bei den turnusmäßigen Neuwahlen der FW gab es keine Gegenstimmen von den 41 Wahlberechtigten. An einer Tätigkeit als Beisitzer war das Interesse so groß, dass das satzungsgemäße Kontingent ausgeschöpft wurde. Eine Tatsache, die auch das geehrte Urgestein der Freien Wähler sehr zufrieden zur Kenntnis nahm: „Am meisten freut mich, dass so viele junge Leute nachkommen“, sagte Franz „Feri“ Preisser.

Fast 70 Jahre bei den FW

Der 89-Jährige sei das letzte noch lebende Gründungsmitglied der Bad Abbacher Ortsgruppe. Mit 20 Jahren habe Preisser zum Stammtisch der Unzufriedenen gehört, es aber nicht dabei belassen, sondern mit anderen die Freien Wähler aus der Taufe gehoben. „Ohne diese Leute wären wir heute nicht hier“, sagte Hanika. Vom Landesverband sei Preisser schon mit der Ehrennadel in Platin ausgezeichnet worden. Hanika hatte ein altes Foto ausgegraben, das das frisch gebackene Ehrenmitglied in jungen Jahren am Motorrad zeigt. 1954 sei das gewesen, wusste Preisser sofort. Da sei er Meldefahrer bei der Fahnenweihe des VdK gewesen.

Neben der Vorstandschaft wählte die Versammlung auch noch Delegierte. Es sind dies Ludwig Wach, Josef Geitner, Christian Hanika, Josef Meier, Josef Schelkshorn, Hermann Seidl-Schulz, Sieglinde Wasöhrl, Gerhard Weinzierl und Michael Straub. Als Kassenprüfer fungieren Hans Schnagl und Gerhard Weinzierl.

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