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Singspiel

Viele fleißige kleine Schauspieler

Vier Aufführungen von Frau Holle gab es im Kindergarten St. Nikolaus.
Von Gabi Hueber-Lutz

Frau Holle und die Pechmarie schütteln die Betten aus, damit es auf Erden schneit. Foto: Hueber-Lutz
Frau Holle und die Pechmarie schütteln die Betten aus, damit es auf Erden schneit. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Die Vorschulkinder des Kindergartens St. Nikolaus haben lange geprobt und sich mit dem Märchen von Frau Holle befasst. Den Applaus für ihre Aufführungen hatten sie sich deshalb redlich verdient. Vier Mal führten sie ihr Theaterstück um die fleißige Goldmarie und die faule Pechmarie vor. Jedesmal hatten sie andere Gäste. Einmal kamen ihre Eltern zu Besuch, einmal die Vorschulkinder der anderen Kindergärten, einmal die Erstklässler der Grundschule. Die letzte Vorstellung gehörte der älteren Generation. Die Kinder hatten ihre Großeltern eingeladen und die Bewohner des benachbarten Seniorenwohnens.

Als Vorlage hatte das Märchen der Gebrüder Grimm gedient. Der gesamte Aufbau des Stücks, die Tänze und die Lieder waren von den Betreuerinnen und den Kindern aber selber erarbeitet worden. Das Spiel war so konzipiert, dass alle einbezogen waren und jedes Kind seine eigene Textpassage hatte. Seit Weihnachten hatten sie sich damit beschäftigt und auch identifiziert. Kindergartenleiterin Johanna Wojdan ist immer noch fast erstaunt, wie problemlos die Rollenverteilung war. Jedes Kind suchte sich seine Rolle und am Ende fügte sich alles zusammen. Die Kinder hatten nicht nur Sprechrollen, sie tanzten und sangen auch oder spielten Instrumente. In buntem Reigen wirbelten Schneeflöckchen durch die Luft, Blumenkinder boten mit ihren farbigen Kostümen und ihrem Bändertanz einen fröhlichen Anblick und die kleinen Schlittenfahrer tummelten sich im Schnee. Die Requisiteure waren zur Stelle, wenn das Bühnenbild verändert werden musste. Sie alle begleiteten die Goldmarie und die Pechmarie auf ihrem Weg zu Frau Holle. Aber nur eine der beiden Schwestern bewältigte die Aufgaben, die ihnen auf diesem Weg gestellt wurden, gut. Sie wurde am Ende mit Gold überschüttet. Die andere Schwester wollte am liebsten gar nichts tun, die Kinder auf Erden beschwerten sich, weil ihnen der Schnee zum Rodeln fehlte. Wo es Gold auf die fleißige Schwester regnete, wurde die faule mit Pech überschüttet.

„Die Kinder haben sehr fleißig geübt und das sehr schön gemacht“, sagte nach einem langen Schlussapplaus eine der Besucherinnen aus dem Seniorenheim. Das koste schon Nerven, so etwas mit Kindern einzustudieren, vermutete eine andere ältere Dame. Und eine dritte sagte, wie sehr sie die Erzieherinnen für die schöne Dekoration zu dem Stück bewundere.

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