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Sitzung

Wasser: Die erste Rate steht an

Der Wasserzweckverband verabschiedete seinen Haushalt. Die Bad Ababcher Kunden müssen nun Verbesserungsbeitrag zahlen.
Von Gabi Hueber-Lutz

Kunden des Zweckverbands müssen demnächst mit deutlich höheren Preisen für den Wasserverbrauch rechnen. Foto: picture alliance / dpa
Kunden des Zweckverbands müssen demnächst mit deutlich höheren Preisen für den Wasserverbrauch rechnen. Foto: picture alliance / dpa

Bad Abbach.Demnächst kommt für Immobilien- und Grundstücksbesitzer Post vom Wasserzweckverband. Die erste Rate des Verbesserungsbeitrags für die umfangreiche Sanierung der Verbandsanlage wird fällig. Der Zweckverband erhebt diesen Betrag von den Nutzern seiner Einrichtung. Lange war im letzten Jahr darüber gestritten worden, wie viel Prozent der Kosten über den Verbesserungsbeitrag erhoben werden sollen und wie viel Prozent über den Wasserpreis.

70 Prozent auf Kunden umgelegt

Wie mehrfach berichtet einigte man sich darauf, dass 70 Prozent der Gesamtkosten von 6,65 Millionen Euro als Verbesserungsbeitrag auf die Kunden des Zweckverbands umgelegt. Die restlichen 30 Prozent müssen finanziert und über den Wasserpreis erwirtschaftet werden. Als erste Rate werden nun 40 Prozent dieses anfallenden Verbesserungsbeitrags erhoben. Weiter 40 Prozent werden 2021 fällig. Die restlichen 20 Prozent müssen mit der Schlussrechnung 2022/23 bezahlt werden. Andreas Gimmel, der Geschäftsführer des Zweckverbands, rechnete auf Nachfrage unserer Zeitung ein Beispiel vor: Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 500 Quadratmetern Grundstücksfläche und 350 Quadratmetern Geschossfläche wird die erste Rate inklusive Mehrwertsteuer bei circa 350 Euro liegen.

Wasser: Die erste Rate steht an

  • Verwaltungshaushalt:

    Er umfasst gut 2,34 Millionen Euro in den Ausgaben.

  • Vermögenshaushalt:

    Knapp je vier Millionen Euro werden eingenommen und ausgegeben.

  • Kredit:

    Um die umfangreichen Arbeiten an den Verbandsanlagen zu finanzieren, wird die Kreditaufnahme heuer voraussichtlich gut 1,5 Millionen Euro betragen. (lhl)

Bei seiner Sitzung unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden Ludwig Wachs verabschiedete die Verbandsversammlung bei einer Gegenstimme den Haushaltsplan für das laufende Jahr. Auch in ihm schlagen sich die laufenden Sanierungsarbeiten nieder. Herzstück der Sanierung der Verbandsanlage ist der Neubau des Hochbehälters im Lengfelder Klara-Holz. Er wird im Frühsommer fertig.

Wasserpreis wird steigen

Für diese und andere Baumaßnahmen wird der Zweckverband heuer voraussichtlich einen Kredit in Höhe von gut 1,5 Millionen Euro aufnehmen müssen. Mit bereits vorhandenen Darlehen wird der Schuldenstand zum Ende des Jahres dann knapp 3,2 Millionen Euro betragen. Auch die Rücklagen werden durch die geplanten Baumaßnahmen ziemlich aufgezehrt. Knapp 300 000 Euro werden aus den Rücklagen entnommen. Der Verband verfügt dann nur mehr über die Mindestrücklage von 19 000 Euro. Die nächsten drei Jahre wird er die Rücklagen voraussichtlich auch nicht wieder aufstocken können.

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Rechnung wird neu aufgestellt

Die Nutzer zahlen erst später für die Sanierung der Bad Abbacher Anlage, deshalb wird ein Nachtragshaushalt fällig.

Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt zum Vermögenshaushalt soll normalerweise so hoch sein, dass Tilgungen und Abschreibungen damit ausgeglichen werden. Dies ist beim aktuellen Haushalt nicht der Fall. Bei der nächsten Gebührenkalkulation muss dies ausgeglichen werden. Sie steht 2020 an und umfasst dann wieder einen Zeitraum von vier Jahren. Die Kunden des Zweckverbands müssen dann mit deutlich höheren Wasserpreisen rechnen. Wie Gimmel in einem Fazit sagte, sei es für eine bessere Planung künftiger Haushalte wichtig, regelmäßig die Gebühren und Beiträge anzupassen, den Verbesserungsbeitrag zu erheben und künftige Sanierungsmaßnahmen strategisch zu planen. Neben der Sanierung der Verbandsanlagen stehen noch weitere Aufgaben an.

Es stehen viele Erneuerungen an

So ist Geld eingestellt für die Erneuerung der Wasserleitung im Kreisel an der Regensburger Straße. Ob das heuer gemacht wird oder erst später hängt allerdings vom Staatlichen Bauamt und dessen Baumaßnahmen im Kreisel ab. Erneuert wird im laufenden Jahr aber die Zuleitung zum Baugebiet Talring in Teugn. Auch in der Feldlstraße in Lengfeld wird die Wasserleitung erneuert und dabei gleichzeitig verlegt, da sie teilweise in Privatgrund verläuft. Für die Erneuerung der Wasserleitung an der Römerstraße beginnen die Planungen. Planungskosten entstehen auch, weil die Be- und Entlüftung des Wasserwerks umgebaut werden muss.

Zum Verbandsgebiet des Wasserzweckverbands gehören Bad Abbach ohne Poikam, Teugn und Teile von Langquaid und Hausen. In Summe werden 14 638 Einwohner mit Wasser versorgt. Im letzten Jahr hat der Zweckverband 851 000 Kubikmeter Wasser gefördert.

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