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Unterstützung

Begleitung in schwierigen Zeiten

Tobias Wechler ist Klinik- und Reha-Seelsorger im Asklepios-Klinikum Bad Abbach. Patienten möchten seelsorgliche Betreuung.
Von Gabi Hueber-Lutz

Klinik- und Reha-Seelsorger Tobias Wechler lädt in den Raum der Stille ein.  Foto: Hueber-Lutz
Klinik- und Reha-Seelsorger Tobias Wechler lädt in den Raum der Stille ein. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Es gibt Zeiten, da ist intensive Zuwendung notwendiger als sonst. Zeiten, in denen mit der Gesundheit nicht alles zum Besten steht, gehören da sicher dazu. Im Asklepios-Klinikum haben die Patienten dann mit Tobias Wechler (42) auch einen Ansprechpartner außerhalb des medizinischen Betriebs. Seit September 2016 ist er Klinik- und Reha-Seelsorger.

Zu den Standardfragen, die bei der Aufnahme ins Klinikum gestellt werden, gehört die, ob die Menschen seelsorgliche Betreuung möchten. Die Nachfrage ist ziemlich groß, und deshalb ist der Seelsorger froh, dass er dabei auch auf die Unterstützung eines ehrenamtlichen Teams bauen kann.

Der Patient im Mittelpunkt

Die Gespräche, die die Menschen suchen, sind ganz unterschiedlich, ist Wechlers Erfahrung. Zum Teil unterhält man sich über Gott und die Welt, oft steht aber auch die Krankheit der Patienten im Mittelpunkt. Einladende Fragen seitens der Seelsorger ermutigen die Menschen sich zu öffnen. Manchmal werden auch Glaubensfragen thematisiert. Aber als Missionar in Sachen Religion sieht sich der Theologein keinem Fall.

Hier ist was los im Fasching im Landkreis Kelheim:

Die Klinik- und Reha-Seelsorge möchte Angebot und Begleitung in schwierigen Zeiten sein. „Zaubern können wir nicht“, sagt Tobias Wechler. Aber da sein, zuhören und eventuell mit Fragen andere Denkmuster anstoßen. Bei seiner Arbeit mit kranken Menschen mache er gerade in der Reha sehr positive Erfahrungen. Das wundere ihn nicht, denn den Menschen hier gehe es ja immer besser. Anders könne das zum Beispiel sein, wenn es einem Rheumapatienten immer schlechter geht. Das seien dann mitunter schwierige Gespräche.

Angebote auch für Bad Abbacher

Neben den Einzelgesprächen hat die Klinik- und Reha-Seelsorge noch etliche andere Angebote. Die Wortgottesdienste und Messfeiern natürlich, die auch Pfarrer Anton Dinzinger und sein Vorgänger Pfarrer Franz Schmidbauer speziell für die Menschen im Klinikum halten. Im Raum der Stille gibt es täglich eine Stunde meditative Musik.

Zu den Montagsgesprächen, die Wechler im Wechsel mit dem evangelischen Pfarrer Frank König anbietet, sind auch die Bad Abbacher eingeladen. Ebenso zu dem musikalisch-meditativen Atempausen für die Seele und zur Waldweihnacht. Weil Tobias Wechler sehr begeistert vom Kurpark ist, können die Leute sich ihm hier in der wärmeren Jahreszeit zu meditativen Spaziergängen anschließen.

Zusätzlich zu seiner Aufgabe in der Klinik ist er auch noch in der Pfarrei St. Nikolaus beschäftigt. Eine gute Ergänzung. Eigenverantwortlicharbeiten zu können, durch die Einbindung in die Pfarrei aber kein Einzelkämpfer zu sein, dafür sei er sehr dankbar.

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Veränderung

  • Früher:

    Kurseelsorger war einst der Titel, mit dem die Seelsorger im Asklepios-Klinikum bezeichnet wurden. Heute spiegelt dieser Titel die Wirklichkeit nicht mehr wider.

  • Heute: Die klassische Kur gibt es nicht mehr so häufig. Die Patienten kommen entweder für einen Klinikaufenthalt hierher oder zu Rehamaßnahmen.

  • Begriff: Deshalb gibt es jetzt die Klinik- und Reha-Seelsorge. (lhl)

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