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Bühne

Biburger Mimen suchen neue Männer

Der Tanz- und Theaterverein hat einen Engpass beim starken Geschlecht. Ein Stammtisch soll die Truppe zusammenhalten.
Von Wolfgang Abeltshauser

Theaternachwuchs gibt es weiterhin beim TuT. Allerdings dominiert auch hier das weibliche Geschlecht.Foto: Abeltshauser
Theaternachwuchs gibt es weiterhin beim TuT. Allerdings dominiert auch hier das weibliche Geschlecht.Foto: Abeltshauser

Biburg.Männer sucht das Land. Zumindest auf dem Grund und Boden, auf dem sich der Biburger Tanz und Theaterverein bewegt, gilt das. Vorsitzende Gerlinde Göttfried muss einen Engpass bei den männlichen Darstellern hinnehmen. Da ist es gut, dass zumindest der Nachwuchs bei der Stange bleibt – und von dort auch eine Verstärkung für die Erwachsenentruppe zu erwarten sei. Außerdem macht die Führungsriege weiter. Alle stellen sich der Wahl, die am Samstag stattfindet. Auch das ist eine Erleichterung für die Chefin.

Vor allem das schmerze: Eine Stütze des Ensembles müsse aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten. Außerdem können weitere wegen ihres Berufs zumindest in diesem Jahr nicht auf die Bühne steigen. Göttfried und Regisseurin Sandra Gmeinwieser haben da schon reagiert: Beide planen eine Inszenierung, die mit wenigen Männerrollen auskommt. Was es ist, wollen sie noch nicht verraten.

Grundsätzlich bleibt die TuT-Chefin gelassen. Angst, dass ihr Ensemble etwa auseinanderfalle, habe sie keine. Immerhin: Einen Biburger habe sie schon dazu bewegen können, der aktiven Mannschaft beizutreten. Und dann gibt es ja auch noch die Nachwuchsgruppe. Die wächst seit Jahren stetig. Göttfried ist guter Dinge, dass von dort letztendlich auch Kräfte für das Erwachsenen-Theater erwachsen.

Fachsimpeln und Spaß haben

Überhaupt will die Vorsitzende die Mitglieder noch enger zusammenschweißen. Im Laufe der Jahre sei es immer schön zu sehen, wie das Ensemble in der dreimonatigen Vorbereitungs- und Probenphase zusammenwachse. Da sei es schade, sich den Sommer über nicht zu treffen. Deshalb hat sie einen Stammtisch ins Leben gerufen, der sich regelmäßig in der Gemeindekanzlei trifft. Da könne geratscht werden – und fachgesimpelt. Sie könne sich auch vorstellen, Mal gemeinsam Essen zu gehen oder anderes gemeinsam zu machen.

In erster Linie geht das Angebot selbstverständlich in Richtung der Mitglieder. Göttfried lädt aber jeden ein, der Interesse an so einer Gemeinschaft hat. Mitglied im Verein zu sein sei keineswegs Voraussetzung, kommen zu dürfen. Und wem es nach einigen Malen eben nicht gefalle, müsse auch nicht bleiben. Sicherlich hat die Vorsitzende die Hoffnung, auf diese Weise den einen oder anderen Theaterfreund zu finden, der bisher noch Berührungsängste gehabt hat.

Beim TuT stehen Wahlen an

  • Termin:

    Samstag findet um 19 Uhr die Generalversammlung des Tanz- und Theatervereins Biburg mit Neuwahlen in der Gemeindekanzlei Biburg statt. Zur Wahl stehen unter anderem die Vorsitzende, Stellvertreterposten, Kassier und Schriftführer.

  • Kontinuität:

    Es ist nach Lage der Dinge nicht damit zu rechnen, dass sich die Führungsriege verändern wird. (wo)

Ansonsten laufe alles gut im Verein. Göttfried freut sich, dass die Führungsriege bei den Wahlen am Samstag geschlossen wieder antreten wird. Der TuT befindet sich wieder in ruhigen Fahrwasser. Das war vor einiger Zeit etwas anderes, als man aus der liebgewonnenen Spielstätte Kloster hat ausziehen müssen. Das war nicht zu verhindern, nachdem ein Investor das Gebäude gekauft hatte, um dort Wohnungen zu realisieren. Dieses Bauvorhaben in Biburg läuft derzeit auf Hochtouren.

Die Kommune reagierte damals schnell und bot dem Club die Gemeindekanzlei als Unterkunft an. Dort sind die TuT-Mitglieder mittlerweile auch angekommen. Grundsätzlich fehle es an nichts. Auch die Zuschauer würden die neue Spielstätte annehmen. Es gebe keine Unterschiede in Sachen verkaufter Eintrittskarten im Vergleich zum Kloster.

Wenig Platz für die Bühne

Trotzdem bezeichnet Göttfried die Kanzlei lediglich als Übergangslösung. Denn es sei dort beengt. Nur eine kleine Bühne sei darstellbar. Deshalb würde es die Vorsitzende freuen, wenn der Plan, einen Bürgersaal zu bauen, doch noch Wirklichkeit würde.

Ein weiteres Thema, das wohl auch die Jahresversammlung beschäftigen wird, ist das im kommenden Jahr anstehende 30-jährige Jubiläum des Tanz- und Theatervereins. Wir dürfen gespannt sein, was sich die Mitglieder dafür so alles einfallen lassen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass es ein Routinejahr wird. So haben die Biburger beispielsweise vor einigen Jahren eine Freilichtaufführung im Innenhof des Klosters auf die Beine gestellt. Auch wenn das wohl nicht mehr geht, dürfen wir gespannt sein.

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