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Brandheiße Werbung für Feuerwehr

Kelheimer Wehr geht neue Wege bei der Nachwuchsgewinnung.

Der Bus im neuen Feuerwehrgewand  Foto: Rainer Schneck
Der Bus im neuen Feuerwehrgewand Foto: Rainer Schneck

Kelheim.Seit wenigen Tagen ist im nördlichen Landkreis ein besonders auffällig beklebter Linienbus unterwegs: Die Freiwillige Feuerwehr Kelheim-Stadt geht damit neue Wege mit dem Ziel, vor allem Jugendliche anzusprechen und als Mitglieder zu gewinnen. Der Bus fährt auf der Linie VLK 1 und VLK 2 auf den Strecken Riedenburg – Saal/Donau – Painten.

Die Idee zu diesem „flammenden“ Bus konnte realisiert werden, weil sich Gerald Hierl vom Omnibusbetrieb Hierl in Kelheim gefragt hat, warum sich relativ wenige Jugendliche in der Feuerwehr als Aktive engagieren. „In meiner Jugendzeit hat das noch ganz anders ausgesehen“, teilt er im Gespräch mit dem Vorsitzenden Raimund Fries mit. Sohn Axel sei Mitglied in der Jugendgruppe gewesen und deshalb habe man sich im Familienrat Gedanken gemacht, was man allgemein zur Nachwuchsgewinnung beitragen könne.

So sei es zu dem Angebot gekommen, einen Bus mit Bildern und Motiven aus deren breitem Aufgabenspektrum bekleben zu lassen, die Feuerwehrmitglied Richard Braun aus der Dokumentation von Einsätzen und Übungen zur Verfügung stellte.

Mit Hanno Glausch von der Werbeagentur „S & B Design“ in Ihrlerstein fand man schnell einen Partner für die praktische Umsetzung der Idee. Glausch erklärt: „Ich war begeistert von der Sache. Man hat mir freie Hand gelassen, und es ist etwas herausgekommen, worüber jetzt jeder staunt.“ Besonderer Wert wurde seitens der Feuerwehr bei der Gestaltung darauf gelegt, dass das Ehrenamt auch Spaß macht – und genau das ist u. a. auch auf dem Bus zu lesen.

Gerald Hierl entwickelte mit dem Vorsitzenden Fries den Plan, mit Aufklebern zusätzlich im Inneren des Busses Kontaktmöglichkeiten zur Feuerwehr zu platzieren. So ist geplant, dass es z. B. auch über einen QR-Code aktuelle Informationen über Übungspläne und Übungszeiten der Jugendfeuerwehr Kelheim geben soll.

Die Kosten hat zu 100 Prozent der Feuerwehrverein übernommen, aber über die Höhe wollte Kommandant Bernhard Kleiner keinerlei Auskunft erteilen. Weiter sagte er: „Der Bus soll Werbung für alle Feuerwehren im Landkreis sein. Es wird auf den Darstellungen gezeigt, was geleistet wird und welche Möglichkeiten es bei uns gibt“. Die Feuerwehr hofft, mit dem „peppigeren“ Aufdruck mehr Interesse bei den Jugendlichen zu wecken, erklärte der Kommandant weiter. „Wir brauchen den Nachwuchs dringend. Derzeit sind nur acht Jugendliche in der Jugendgruppe.“

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