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Sanierung

Ein Haus mit vielen Besonderheiten

In historischem Gemäuer soll moderne Kirchenverwaltung einziehen - Konzept für Kelheimer Pfarrhof im Endstadium

Der Pfarrhof der Pfarrei Mariä Himmelfahrt verschwindet fast hinter dem Grün.  Foto: Manfred Forster
Der Pfarrhof der Pfarrei Mariä Himmelfahrt verschwindet fast hinter dem Grün. Foto: Manfred Forster

Kelheim.Der Pfarrhof Mariä Himmelfahrt muss saniert werden. Das ca. 300 Jahre alte Gebäude steht unter Denkmalschutz und soll zukünftig eine moderne Kirchenverwaltung sowie Wohnmöglichkeiten für den Pfarrer beherbergen.

Keine ganz leichte Aufgabe für Stadtpfarrer Reinhard Röhrner und die Kirchenverwaltung Mariä Himmelfahrt, die zusammen mit den Architekten Berr & Schindlbeck das ehrwürdige Haus in direkter Nachbarschaft zur Pfarrkirche für die kommenden Aufgaben fit machen wollen, aber, ganz denkmalgerecht, nicht zu viel von der historischen Bausubstanz verändern möchten.

Denkmalschützer schauten sich vor Ort um

Beratung von Bayern obersten Denkmalschützer gab es nun direkt vor Ort. Auf Einladung von Landrat Martin Neumeyer kam der Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Generalkonservator Mathias Pfeil, vergangenen Freitag zum Ortstermin in die Kreisstadt Kelheim.

Besserer Eindruck

  • Verkauf:

    Die Kirchenverwaltung ist bereits mit Interessenten im Gespräch, um das Benefiziatenhaus demnächst zu verkaufen.

Stadtpfarrer Reinhard Röhrner begrüßte zusammen mit den Mitgliedern der Kirchenverwaltung und den betreuenden Architekten die Vertreter der Denkmalschutzbehörden, Landrat Martin Neumeyer sowie Bürgermeister Horst Hartmann und erläuterte bei einer Führung durch das Haus die bekannten Besonderheiten des Hauses:

Hoch aufragend steht der Pfarrhof im Nordosten zur Stadtpfarrkirche und zeugt in imposanter Höhe vom Selbstverständnis der Erbauer in den Jahren 1706 bis 1709.

Straße führt durch den Keller

Durch den gut erhaltenen mittelalterlichen Keller führte einst eine Straße, deren historisches Pflaster den jetzigen Kellerboden darstellt. Oder das Dach, das bereits während der Barockzeit ausgebaut wurde.

Trotz der offensichtlichen bestehenden Baumängel begeisterte der historische Erhaltungszustand des Gebäudes die Besucher. Die erstmals vorgestellten Pläne zur Sanierung wurden von Pfeil und dem seit 1. September für den Landkreis Kelheim zuständigen Gebietsreferenten vom Landesamtes für Denkmalpflege, Sebastian Mickisch, sofort einer ersten Prüfung unterzogen.

Arbeiten sollen bald beginnen

Das erarbeitete Konzept zur Sanierung des Pfarrhofes fand sofort Gefallen, trotzdem müssen die angedachten Maßnahmen erst noch einer genauen Prüfung aus denkmalschützerischer Sicht unterzogen werden.

Auf dem Bild sind als dritter von rechts Generalkonservator Mathias Pfeil und als zweiter von rechts der neue Gebietsreferent vom BLfD, Sebastian Mickisch zu sehen.  Foto: Lena Plapperer
Auf dem Bild sind als dritter von rechts Generalkonservator Mathias Pfeil und als zweiter von rechts der neue Gebietsreferent vom BLfD, Sebastian Mickisch zu sehen. Foto: Lena Plapperer

Die Verwirklichung einer modernen Verwaltung und einem zeitgemäßen Wohnen im historischen Bestand ist auf jeden Fall auch bei Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange möglich. Erfreulich dabei, dass die Verantwortlichen auch das Thema Nachhaltigkeit im Blick auf Energie und alltägliche Abläufe bestens berücksichtigt haben.

Kirche

Der historische Pfarrhof wird renoviert

Nach über 50 Jahren steht beim Denkmal in Kelheims Altstadt eine Sanierung an. Der Stadtpfarrer ist deshalb ausquartiert.

In den nächsten Tagen und Wochen soll nun das Sanierungskonzept und die benötigten Antragsunterlagen vervollständigt werden, damit die Arbeiten bald begingen können.

Dann braucht Generalkonservator Pfeil Bürgermeister Hartmann auch nicht mehr zu fragen, ob es in Kelheim üblich sei, dass der Stadtpfarrer auswärts wohnen müsse.

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