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Fest

Es wird mittelalterlich in Bad Abbach

In diesem Jahr steigt in Bad Abbach am ersten Juli-Wochenende wieder ein großes Heinrichsfest mit Festzug und Lagerleben.
Von Gabi Hueber-Lutz

Nicht nur hohe und höchste Persönlichkeiten werden den Festzug bevölkern. Auch Gelichter wird mit unterwegs sein. Foto: Hueber-Lutz
Nicht nur hohe und höchste Persönlichkeiten werden den Festzug bevölkern. Auch Gelichter wird mit unterwegs sein. Foto: Hueber-Lutz

Bad Abbach.Am 6. und 7. Juli wird in Bad Abbach wieder ein Heinrichsfest stattfinden. Mehrmals hat der Ort seinen großen Sohn, Kaiser Heinrich II. und dessen Gattin Kunigunde, mit einem Fest bereits gebührend gefeiert. In diesem Jahr ersetzt das Heinrichsfest das traditionelle Bürgerfest.

Zum einen, weil es sehr, sehr schwierig war, einen anderen Termin für so ein großes Fest zu finden. Zum andern, weil das Bürgerfest überarbeitet wird und ab 2020 in neuem Gewand gefeiert werden soll.

Festzug und Lagerleben

Markus Jakomet vom Ordnungsamt hat die Fäden vonseiten der Gemeinde in den Händen. Der Heimat- und Kulturverein unter der Leitung von Johann Brinsteiner kümmert sich federführend um den Festzug und Andreas Diermeier um das Lagerleben. Diese beiden Veranstaltungen sind das Herzstück des Festes. Am Samstag des Festwochenendes beginnt das Lagerleben um 15 Uhr. Etliche Vereine der Großgemeinde werden sich beteiligen. Erstmals sind in diesem Jahr aber auch Gruppen und Familien dabei, deren Hobby es ist, möglichst stilecht in die Welt des Mittelalters einzutauchen und entsprechend zu leben. Sie werden das Lagerleben verteilt über den ganzen Platz am Burgberg bereichern und auch diverse Spiele mit dabei haben, kündigte Diermeier an. Bogenschießen und Axtwerfen zum Beispiel. Mindestens zwei Musikgruppen sind den ganzen Samstag und Sonntag über am Burgberg.

Auch für diejenigen, die sich um das leibliche Wohl kümmern, ist mittelalterliches Gepräge wichtig. Egal ob es sich um einen Verein oder einen professionellen Versorger handelt. Plastikpavillons gehen zum Beispiel gar nicht. Anders als bei den früheren Festen wird der Burgberg heuer nicht mehr frei zugänglich sein. Mittelalterliche Kassenhäuschen erheben einen Wegzoll. Sprich, die Festabzeichen werden nicht mehr von fliegenden Händlern verkauft, sondern müssen obligatorisch erworben werden. So ein Fest ist schließlich nicht ohne finanziellen Aufwand zu organisieren und sollte sich in etwa selber tragen, so Diermeier. Der Festzug startet am Sonntag um 14 Uhr. „Jeder darf mitgehen!“, betonte Johann Brinsteiner. Lilo Waltinger und Dr. Georg Köglmeier haben eine Liste historischer Personen oder Gruppen zusammengestellt, die zum Heinrichszug passen. Auf der Homepage des Marktes ist sie unter der Rubrik Veranstaltungen/Heinrichsfest 2019 einzusehen.

Kaiserpaar gesucht

Der Heimat- und Kulturverein selber wird wieder die Rolle der Leibgarde des kaiserlichen Paares mimen und aufpassen, dass die hohen Herrschaften sicher durch Bad Abbach schreiten. Wer in die Rolle des kaiserlichen Paares schlüpfen wird, ist noch nicht herausen. Die bisherigen „Amtsinhaber“ Alfred und Brigitte Eichinger möchten die kaiserlichen Würden jedenfalls weiterreichen. Nach dem Festzug geht das mittelalterliche Treiben am Burgberg wieder weiter. Markus Jakomet vom Ordnungsamt ist derzeit damit beschäftigt, ein Sicherheitskonzept zu erstellen. In gemeinsamen Gesprächen wird dieses Konzept dann mit der Polizei, den Sicherheitskräften und den zuständigen Stellen am Landratsamt noch abgestimmt. Dazu gehört es zum Beispiel auch, für Fluchtwege zu sorgen.

Die Gemeinde ist auch zuständig für die notwendige Infrastruktur fürs Fest. Strom, Wasser, Abwasserableitungen müssen am Burgberg zu Verfügung stehen. Hier spielt der Bauhof eine wichtige Rolle. Gutes Wetter ist natürlich der Wunsch aller Beteiligten. Beim letzten Fest im Jahr 2014 begann es vor dem Festzug zu regnen, die Befürchtungen der Aktiven waren groß, dass sie vor leerer Kulisse durch den Ort ziehen müssen. Als sich der Zug vom Aufstellungsort auf der Freizeitinsel in Bewegung setzte und nach der Unterführung Richtung Innerort abbog, waren die schlimmsten Befürchtungen wie weggewischt. In dichten Trauben säumten die Schaulustigen die Straße, applaudierten und trotzten dem Wetter. Fast zeitgleich hörte dann auch noch der Regen auf und das Fest am Burgberg war bestens besucht.

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