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Fotos mahnen gegen Einsatz von Explosivwaffen

In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation Handicap International (HI) zeigt das Stadtmuseum Abensberg vom 21. September bis 18. Oktober im 1. Stock des Aventinums die Ausstellung des Fotojournalisten Till Mayer „erschüttert – Einschläge, die alles ändern“.

Shahed aus dem Irak hat bei einer Explosion ein Bein verloren. Das Mädchen ist eine Mutmacherin.
Shahed aus dem Irak hat bei einer Explosion ein Bein verloren. Das Mädchen ist eine Mutmacherin. Foto: Till Mayer

Abensberg.Am Dienstag, 22. September, 18 Uhr, kommt der Fotograf Till Mayer in den Karmelitensaal im 1. Stock des Aventinums zu einem Vortrag über seine Ausstellung. Dort gibt er weitere Hintergrundinformationen über seine Arbeit, die fotografierten Menschen und ihre Schicksale, teilt Veronika Leikauf mit, die Leiterin des Stadtmuseums. Das Aventinum ist von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter bitten, die Hygienebestimmungen zu beachten. Die Zugänglichkeit zur Ausstellung ist abhängig von eventuellen Corona-Schließungen.

Auf 20 großen Roll-Up-Displays werden Menschen porträtiert, die eines gemeinsam haben: Ihre Leben wurden durch den Krieg oder gewaltsame Konflikte erschüttert. Da ist der Bauer aus dem Kongo. Die Explosion einer Granate reißt sein Bein ab und tötet seine Familie. Die alte Frau aus der Ostukraine aus dem Dorf nahe der Front, in dem fast nur noch Greise geblieben sind. Oder das Mädchen im Irak, das ein Bein, den Bruder, die Mutter verliert, weil ihre Heimat Mossul durch Bomben erschüttert und mit Sprengsätzen verseucht wurde. Die Explosionen von Bomben und Granaten erschüttern ein Leben lang. Weil Beine und Arme nicht nachwachsen können, geliebte Menschen nicht wiederkehren.

Weil die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, wenn die Seele tief verletzt ist. Also wieder nur traurige Geschichten aus einer chaotischen und grausamen Welt? Nein. Denn trotz ihrer Schicksalsschläge sind sie nicht selten Mutmacher. Und Mahner gegen den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten.

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