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Planungen

An die Grundschule wird angebaut

Immer mehr Kinder machen ein Aufstocken der Räume in Hausen nötig. 1,6 Millionen Euro wird das Projektkosten, heißt es.
Von Edith Vetter

Die Grundschule Hausen wird mit einem Umbau erweitert. Foto: Vetter
Die Grundschule Hausen wird mit einem Umbau erweitert. Foto: Vetter

Hausen.Die Grundschule platzt aus allen Nähten. Zu erwartende höhere Schülerzahlen und der ungebrochene Zulauf der Mittagsbetreuung machen eine Erweiterung der Schulräume notwendig. Geschätzte Baukosten: 1,6 Millionen Euro. Zur Gemeinderatssitzung im Pfarrheim Herrnwahlthann begrüßte Bürgermeister Erwin Ranftl den Architekten Michael Müller vom Büro „Quadrat 45°“.

Nach einer Ortsbegehung mit Gemeinderäten und Schulverantwortlichen sieht das Konzept vor, den Verbindungsbau zwischen altem Schulhaus und Sporthalle in Holzfertigbauweise aufzustocken. Ein Anbau sei nicht ratsam, da der Pausenhof dann zu klein würde. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme erläuterte Müller anhand des „Brandantrags“ der Rektorin Sylvia Brummer im April, der die vorherrschende und zukünftige Raumnot betonte.

Der Haupteingang wird barrierefrei

Ausschlaggebend war auch der große Bedarf an Nachmittagsbetreuungsplätzen (NamiBe), der eindeutig die freien Betreuungsplätze übersteige. Die Nachmittagsbetreuung befinde sich im Schulgebäude und sei ein wichtiger Bestandteil der Schulfamilie und für einen reibungslosen Schulbetrieb, betonte Rektorin Brummer in ihrer Stellungnahme. Die (NamiBe) ist ausschließlich eine Einrichtung der Gemeinde. Als Notlösung wurde die Nutzung des Film- und Musikzimmers gewählt, was zweifellos nicht ganz unproblematisch sei.

Aus dem Gemeinderat

  • Bauanträge:

    Neubau eines Einfamilienhauses Flur-Nr. 50/1, Hausen.

  • Votum:

    Antrag auf Umbau/Anbau und Stellplätze im Bereich der bestehenden Produktionshalle (Teileinhausung im Eingangsbereich eines bestehenden Siloturms, Umnutzung von Lager im Untergeschoß zum Ausstellungsraum sowie Errichtung von 12 Stellplätzen), Z-Fenster, Alte Ringstaße 11, Herrnwahlthann. (eav)

Außerdem würden sich die Schülerzahlen von 77 bis ins Jahr 2024/25 auf 100 Schüler erhöhen. Freie Klassenzimmer seien aber nicht verfügbar. Die Planung sehe auch vor, so der Architekt Müller, ein neues Treppenhaus im Bereich des seitlichen Eingangs zu erstellen. Dieser Eingang soll dann zum barrierefreien Haupteingang werden. Im Obergeschoss des alten Schulhauses befinden sich die Mittagsbetreuung und zwei Räume der Grundschule. Diese Räume sollen zukünftig für die Mittagsbetreuung ganz zur Verfügung stehen und sind auch mit einem Aufzug erreichbar.

Auch kritische Stimmen

Im neuen Obergeschoss werden zukünftig drei Klassenzimmer, ein Differenzierungsraum mit diversen Nebenräumen Platz finden. Der Werkraum soll nach unten verlegt werden. Ein Balkon diene als Fluchtweg, so Müller. „Das Anheben des Daches macht es nicht schöner“, meinte Robert Schmack.

Er plädierte, den alten Eingang zu erhalten. Auch fragte er nach den Kosten eines Neubaus auf der „grünen Wiese“. Da müsste man mit dem Doppelten rechnen und es seien auch andere Vorgaben, mutmaßte Müller. Die Vorstellung der Planung fand großen Zuspruch. Der Umbau soll in den Sommerferien 2020 beginnen, laut Architekt. Ranftl ergänzte, dass es für den Umbau 50 Prozent staatliche Fördergelder gebe. Die Verwaltung wurde beauftragt, bei der Regierung zwecks Förderfähigkeit Kontakt aufzunehmen.

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