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Kommune

Babyboom in Hausen hält an

Bis dato wurden bereits 28 Geburten verzeichnet. Gemeinde befasst sich mit Erweiterung und Aufstockung der Schule.
Von Edith Vetter

Die Grundschule platzt aus allen Nähten und muss beizeiten erweitert werden.  Foto:Vetter
Die Grundschule platzt aus allen Nähten und muss beizeiten erweitert werden. Foto:Vetter

Hausen.Der Reigen der Bürgerversammlungen begann traditionell im Gasthaus Prüglmeier in Hausen, wozu Bürgermeister Erwin Ranftl sehr viele interessierte Bürger und Bürgerinnen begrüßen konnte. Gestiegene Einwohnerzahlen, ein ausgeglichener Haushalt, große Investitionen für die Kinderbetreuung und ein paar kritische Töne zur Oswaldstraße, zum Einsatz von Martinshorn und Sirene oder zur Gewerbesteuer in der Gemeinde, das waren unter anderem die Themen, die den Hausenern unter den Nägeln brannten.

In seinem Rück- und Ausblick streifte Bürgermeister Ranftl auch die derzeitige Beschäftigtenzahl bei der Gemeinde. Die Einwohner- und Geburtenzahl steige konstant, freute sich Ranftl. Vier neue Teammitglieder wurden in der Kindertagesstätte St. Leonhard in Herrnwahlthann eingestellt und eine zusätzlich Kraft für die Nachmittagsbetreuung, die mit über 40 Kindern aus allen Nähten platze. Seit September nutze die Nachmittagsbetreuung zusätzlich den Musikraum der Grundschule, um der wachsenden Nachfrage nach Betreuung gerecht zu werden. Ab dem Jahr 2027 hätten die Eltern einen rechtlichen Anspruch auf Mittagsbetreuung, betonte Ranftl.

Zu erwartende höhere Schülerzahlen und der ungebrochene Zulauf der Mittagsbetreuung machten eine Erweiterung beziehungsweise Aufstockung der Schulräume notwendig. Der Babyboom in Hausen hält an. Bis dato wurden bereits 28 Geburten in der Gemeinde verzeichnet.

Konzept für die Erweiterung

Nach einer Ortsbegehung mit Gemeinderäten und Schulverantwortlichen und dem Architekten Michael Müller vom Büro „Quadrat 45°“ sieht das Konzept der Erweiterung vor, den Verbindungsbau zwischen altem Schulhaus und Sporthalle in Holzfertigbauweise aufzustocken. Ein Anbau sei nicht ratsam, da der Pausenhof dann zu klein würde. Bei der Planung sollte man auf pflegeleichte Fußböden achten, regte Agnes Sixt an. Das größte Projekt in der Gemeinde war in diesem Jahr die Sanierung der Oswaldstraße in Hausen mit Kosten von rund 800 000 Euro. Da erst im Mai mit der Baumaßnahme begonnen werden konnte und die Asphaltierung erst Ende Oktober aufgetragen werden konnte, hatte sich das Projekt zum Ärgernis der Anwohner etwas in die Länge gezogen. Trotzdem wurde versucht, mit allen Anliegern eine einvernehmliche Lösung zu finden. Rudolf Dürmayr fragte diesbezüglich nach, warum auf der Nordseite die Schicht um zwei Zentimeter höher sei. Bauamtsleiter Stefan Krausenecker erklärte, dass dies wegen der Sicherheit für die Fußgänger erfolgt sei.

Streitigkeiten

  • Zahlen:

    Zu den Gewerbesteuerzahlen monierte Florian Schmack, dass diese nicht stimmen würden, weil sie höher liegen würden. Die Gewerbetreibenden in der Gemeinde fühlten sich dadurch „diskriminiert“ in ihrer Wertschätzung, ergänzte der Vorsitzende des Gewerbevereins.

  • Schätzungen:

    Ranftl erläuterte, dass die Zahlen Schätzungen Anfang des Jahres waren. Es gebe Firmen, die keine Gewerbesteuer an die Gemeinde entrichten würden, da der Firmensitz an einem anderen Ort liege. Streitigkeiten entstünden im Gewerbegebiet unter den Firmen selber, erklärte er.

Immer häufiger kommen Beschwerden über Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr mit Martinshorn oder Sireneneinsätze in der Nacht; auch Übungseinsätze am Gerätehaus mit Notstromaggregat sind manchem Bürger ein Dorn im Auge, informierte Ranftl. Leider seien solche Beschwerden keine Einzelfälle, was für ihn völlig unverständlich sei. Alle Feuerwehrler würden den Dienst ehrenamtlich, unentgeltlich und in ihrer Freizeit machen. Alle gingen tagsüber genauso arbeiten wie alle anderen auch.

Hobby und Leidenschaft

Der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Hausen, Reinhard Sixt, hatte diesbezüglich im Mitteilungsblatt in einer Erklärung die Mitbürger um Verständnis und Nachsicht gebeten. So müsse das Martinshorn aus versicherungsrechtlichen Gründen auch bei kleineren Einsätzen betätigt werden. Die Sirene ist die Erstalarmierung in ganz Bayern und wird von der Leitstelle aus betätigt. Nicht jeder Feuerwehrmann in der Gemeinde Hausen hat einen Piepser, erklärte er dazu. „Wir machen das alles in unserer Freizeit als Hobby und aus Leidenschaft“, so Reinhard Sixt.

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