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Freude

Ein Treffpunkt für die Bürger

Das lang ersehnte Gemeinschafts- und Sporthaus in Großmuß erhielt den kirchlichen Segen. Viele Helfer packten beim Bau mit an
Von Edith Vetter

  • Pfarradministrator Walter Csar segnet das Gemeinschafts- und Sporthaus. Fotos: Vetter
  • Planer Michael Müller überreichte den symbolischen Schlüssel.

Hausen.Im wahrsten Sinne mit Pauken und Trompeten haben die Großmußer die Fertigstellung ihres neuen Gemeinschafts- und Sporthauses gefeiert. Zur kleinen Feier, die musikalisch von der Saladorfer Blech umrahmt wurde, begrüßte Bürgermeister Erwin Ranftl viele Honoratioren aus Politik und Wirtschaft, die die Innovationsbereitschaft der Kommune würdigten. Beim offiziellen Festakt gab Pfarradministrator Walter Csar dem Gebäude den kirchlichen Segen, sozusagen als religiöses Fundament.

„Stein und Mörtel bauen ein Haus, Geist und Liebe schmücken es aus“, so eröffnete der Bürgermeister seine Laudatio. Gemeinsam wolle man den Beginn einer neuen Geschichte in der Gemeinde feiern, die nach 17-monatiger Bauzeit ein glückliches und unfallfreies Happy End gefunden habe. Schon 2014 machte sich der Gemeinderat Gedanken über die weitere Entwicklung der Gemeinde, speziell der Ortsteile Hausen, Herrnwahlthann und Großmuß. Da Großmuß sozusagen das „Stiefkind“ in der Gemeinde war – ein zu kleiner Dorfplatz, ein karger Spielplatz und ein marodes Sportheim – entschloss man sich zu einer kleinen Dorferneuerung.

Viele Ideen gesammelt

Der Spielplatz und das Areal um das Feuerwehrhaus waren im Rahmen der einfachen Dorferneuerung komplett erneuert worden. Aber es fehlte noch immer ein entsprechender Treffpunkt für Jung und Alt. Eine Komplettsanierung des Sportheims hätte mehrere hunderttausend Euro verschlungen und es wäre immer noch eine „alte Burg“ mit viel zu wenig Platz gewesen. Der ideelle Grundstein für ein Dorfgemeinschaftshaus wurde bei einem Seminar in Kostenz gelegt und daraufhin ein Dorfbeirat gegründet. Viele Ideen wurden gesammelt für das neue Domizil, in dem ein Jugendtreff, die Fußballer und ein Raum für Kurse und sonstige Angebote Platz finden sollten. Von Kinder- bis zu Seniorenkursen sollte alles möglich sein. Viele Menschen hatten sich Gedanken zur Planung gemacht und der Architekt Michael Müller vom Planungsbüro Quadrat 45° brachte die Ideen aufs Papier.

Die Gemeinde holte das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) mit ins Boot, da Hochbauten in dieser Größe nicht über die einfache Dorferneuerung gefördert würden, wie Ranftl erklärte. Das Gebäude mit Kosten in Höhe von 1,3 Millionen Euro wurde von der Gemeinde errichtet und sozusagen das „lose Inventar“ sowie der komplette Außenbereich von der Dorfgemeinschaft in beispielhafter Weise erstellt. Firmen wurden angeschrieben und eine Haussammlung organisiert. Trotzdem würden immer noch rund 60 000 Euro an Spenden benötigt. Ranftl dankte den Hauptakteuren des Dorfbeirates, Andrea und Rainer Müller, ohne die man so ein Projekt nicht durchziehen hätte können.

Eine lebendige Gemeinde

„Ich ziehe respektvoll meinen Hut vor den Musserern“, sagte Planer Michael Müller, als er an Bürgermeister Ranftl symbolisch den Schlüssel überreichte. Bei Planungsbeginn hätte er nie gedacht, dass die Bürger das durchhalten würden. Ebenso zollte Dr. Christian Thurmayer (ALE) der Bürgerbeteiligung allen Respekt. „Ich war richtig neidisch auf die Gemeinde, weil alles fast ohne uns gelaufen ist.“ Immerhin erhalte die Gemeinde für das Projekt 366 000 Euro von ELER und 139 000 Euro vom ALE für den Dorf- und Kirchplatz an Zuschüssen. Im Fördertopf würden sich noch 250 000 Euro für die Dorferneuerung befinden, die abzuschöpfen seien, ergänzte er.

Landrat Martin Neumeyer beglückwünschte die Gemeinde zum Projekt und zu den vielen Helfern, die eine Gemeinde lebendig machen würden.

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