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Kultur

In Hausen geht es turbulent zu

Die Landjugend ruft mit ihrem neuen Theaterstück die „Moorgeister“ zur Weihnachtszeit. Premiere ist am 23. Dezember.
Von Edith Vetter

Die Moorschenke in Hausen ist ein wichtiger Schauplatz in dem Stück. Foto: Vetter
Die Moorschenke in Hausen ist ein wichtiger Schauplatz in dem Stück. Foto: Vetter

Hausen.Auch in diesem Jahr gibt es zu Weihnachten wieder ein Theaterstück der Katholischen Landjugend im Gasthaus Prüglmeier zu sehen. Die Proben des von Ralph Wallner geschriebenen Schwanks „Gspenstermacher“ laufen auf Hochtouren, denn bis zur Premiere am 23. Dezember ist es nicht mehr lange hin.

Das Stück ist eine Mischung aus „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens und dem „Brandner Kaspar“ von Franz von Kobell. Ein absolut lustiger und humorvoller Schwank, der gekonnt mit witzig-makabren Situationen das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes be“geistern“ wird, versprechen die beiden Regisseure Andrea Prüglmeier und Andreas Busch. Beide mit etlichen Jahren Bühnenerfahrung hatten sich dieses Mal für das etwas „andere Stück“ entschieden – weg vom Bauerntheater hin zur „geist“reichen Komödie. Mit vier weiblichen und vier männlichen Rollen würde das Stück ideal zum Schauspielerstamm passen.

Die Proben sind voll im Gange, und die beiden haben nicht nur eine gute Übersicht, sondern auch alles fest im Griff. Im Kreise der Spieler befinden sich auch drei völlig neue Gesichter, die neben den „alten Hasen“ ihren Bühneneinstand feiern werden. Die 16-jährige Jana Wagner, die im Stück die Lena spielt, ein hübsches und schlaues Madl, besticht mit Talent und ausdrucksstarkem Spiel. Sie habe vorher als Souffleuse schon Theaterluft geschnuppert. Der Reiz, mal auf die Bretter zu steigen, die die Welt bedeuten, wurde ihr mit der Rolle als Lena erfüllt. Die erfahrenen Darsteller Stefan Mehrl, Maximilian Reitinger, Kathrin Hendlmeier und Theresa Krausenecker haben alle ihr Können schon erfolgreich zur Schau stellen dürfen und sind dem Zuschauer bestens bekannt. So kommt es auch nicht von ungefähr, dass die Hauptrollen der Totengräber „Schippe“ und „Schaufe“ von den Altmeistern Mehrl und Reitinger verkörpert werden.

Es geht rund im Sumpf!

Bleich und mit schwarzumrandeten Augen, in Bewegung und Mimik gleich dem „Boandlkramer“, zetert Schippe mit kicksender Stimme: „Grobngroberei – des glabt ma doch koa Mensch“. Die triste Atmosphäre in einer ärmlichen Moorschenke mit ihren etwas seltsamen Gästen, die überraschende Situationskomik und der Wortwitz bilden einen wunderbaren Kontrast. Dennoch wird es nie pietätlos oder tragisch. Mit dem Thema Tod und Gespenster wird sehr unterhaltend und spannend umgegangen. Ohne zu viel vorweg zu nehmen sei erwähnt, dass es für einige Rollen sicher eine amüsante Herausforderung ist, sich selbst als Geist zu spielen, der nur für wenige Personen auf der Bühne „sichtbar“ ist. Totengräber – Giftflaschen – Fluch - Moorgeister … es geht rund im Sumpf!

Schippe und Schaufe sind zwei skurrile, aber lustige Totengräber im feuchten Sippenauer Moor, die gerade so ihr Auskommen haben. Sie sind Freunde des schrägen Humors, essen mit den Fingern, trinken jeden Fusel und waschen sich selten. Abgesehen vom sympathischen Knecht Leo (Marco Gruber) werden sie von jedermann gemieden. Auch von der etwas beschränkten Philomena und der resoluten Moorwirtin Rosa (Kathrin Hendlmeier), in deren heruntergekommener Dorfschänke sich alles abspielt. Eines Tages müssen die beiden Graberer erfahren, dass zukünftig ihr spärliches Gehalt gestrichen, dafür aber eine geringe Prämie pro Begräbnis bezahlt wird. Eine Flasche gefundenes Gift lässt da schnell finstere Gedanken aufkommen.

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