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Versammlung

Nein zu neuem Gewerbegebiet in Hausen

Die Begeisterung der Hausener Bürger für ein weiteres Gewerbegebiet im Gemeindebereich fiel eher bescheiden aus.
Von Edith Vetter

Für die Bürger von Hausen besteht kein Grund für ein weiteres Gewerbegebiet, war der Tenor der Versammlung. Foto: Vetter
Für die Bürger von Hausen besteht kein Grund für ein weiteres Gewerbegebiet, war der Tenor der Versammlung. Foto: Vetter

Hausen.Der Reigen der Bürgerversammlungen begann traditionell im Gasthaus Prüglmeier in Hausen, wozu Bürgermeister Erwin Ranftl sehr viele interessierte Bürger begrüßen konnte. Leicht gestiegene Einwohnerzahl, ein ausgeglichener Haushalt, große Investitionen für die Kinderbetreuung und ein paar kritische Töne zur Zone 30 in der Saaler Straße oder zum angedachten weiteren Gewerbegebiet in der Gemeinde, das waren unter anderem die Themen, die den Hausenern unter den Nägeln brannten.

Neue Lehrer an der Grundschule

In seinem Rück- und Ausblick streifte Bürgermeister Ranftl auch die derzeitige Personalsituation der Gemeinde, die in Ganztagsanstellung oder auch in Teilzeit steil angewachsen ist. Die Einwohner- und Geburtenzahl steige konstant, was auch wichtig für die Grundschulerhaltung sei, freute sich Ranftl. Zwei neue Lehrkräfte seien an der Grundschule im neuen Schuljahr eingestellt worden. Er informierte die Bürger über notwendig gewordene Sanierungsarbeiten und über die zukünftigen in der Schule. Das Gebäude sei in die Jahre gekommen und in circa fünf Jahren müsse man mit einer Generalsanierung rechnen, so Ranftl.

Zu Beginn der Ferien wurden Feuchtschäden in den beiden Klassenzimmern im Altbau festgestellt. In diesem Bereich ist das Gebäude nicht unterkellert. Die Ursache der feuchten Mauern komme vom Untergrund, da keine Feuchtsperre im Mauerwerk vorhanden ist. Zudem wurde festgestellt, dass ein Abwasserrohr marode war. Der gemeindliche Bauhof entfernte den Innenputz und eine Fachfirma erstellte eine Horizontalsperre. Wasser- und Abwasserrohre wurden ausgetauscht und ein neuer Putz angebracht.

Die Erlenstraße ist saniert

Die Sanierung der Erlenstraße sei erfolgreich abgeschlossen worden und außer einem „Gasalarm“, als ein Baggerfahrer die Gasleitung touchierte, reibungslos über die Bühne gegangen. Gesamtkosten der Sanierung 350000 Euro. Der Gemeinderat beschäftigte sich seit geraumer Zeit mit dem Thema neues Gewerbegebiet im Gemeindebereich. Eine Bedarfsumfrage bei den heimischen Betrieben ergab wenig Bedarf.

Die beauftragte Beratungsgesellschaft Dr. Fruhmann eruierte zwei geeignete Standorte für eine künftige Gewerbeentwicklung. Nördlich von Dietenhofen und alternativ komme noch westlich von Großmuß ein Standort in Frage. Erschließung, Kanal, Naturschutz, Ankauf von Feldern, Größe usw. würfen noch viele Fragenzeichen auf, hinzu komme, wer letztendlich Nutznießer sei. Anfragen von auswärtigen Firmen bekomme er fast jeden Tag, so Ranftl. Die Gewerbesteuer sei nicht üppig. Internationale Firmen, wie im Gewerbegebiet, müssten z. B. keine Gewerbesteuer an die Gemeinde zahlen, erklärte Ranftl.

Das bestehende Gewerbegebiet sei ein jahrzehntelanges Desaster von Spekulanten gewesen. Man müsse nicht mit Gewalt unsere Heimat verschandeln, meinte Michael Wurmer. Es sei wichtig, dass die Gemeinde die Hand auf den Grundstücken habe. Dann könne man planen, schlug Gerhard Brandl vor. Skeptisch waren die Teilnehmer auch, ob ein neues Gewebegebiet tatsächlich Arbeitsplätze für den Ort bringen würde.

Am Gemeinderat vorbei

Roland Schweiger meinte, dass die Gemeinde vorschreiben könne, welche Betriebe sich ansiedeln und wie viele heimische Arbeiter sie nehmen müssten. Reinhod Kolb wollte noch wissen, wer in einer „Nacht- und Nebelaktion“ die Tempo-30-Beschilderung in der Saaler Straße aufgestellt habe. In seinem Urlaub habe die Schilder der Vize Johannes Brunner aufstellen lassen, erklärte Ranftl. Robert Schmack stellte klar, dass es zum demokratischen Prozess gehöre, darüber den Gemeinderat entscheiden zu lassen. Wolfgang Wurmer konterte, dass in der Gemeinde Hausen seit 20 Jahren die Tempo-Schilder der Bürgermeister aufstellen würde, wenn es die Anwohner wünschten.

Ein elektronisches Messgerät, das die Geschwindigkeit aufzeige, sei wirkungsvoller als ein Schild, zumal es keinerlei rechtsverbindliche Wirkung darstelle, war schließlich der allgemeine Tenor. Erwin Ranftl bedauerte die Schließung der Sparkassen-Filiale in Hausen, die nicht zu verhindern gewesen sei. Ab Dezember befindet sich der Defibrillator in der Raiffeisenbank.

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