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Benefizaktion

Neujahrssprung ins kalte Wasser

Erstes Neujahrsspringen in Hausen war für einen guten Zweck.
Von Edith Vetter

Nur echt Wagemutige sprangen ins kalte Wasser. Foto: Burnner
Nur echt Wagemutige sprangen ins kalte Wasser. Foto: Burnner

Hausen.„Die spinnen, die Römer – äh die Hausener!“ Dieses bekannte gallische Zitat hörte man am Neujahrstag öfters von den Schaulustigen, als sechs stahlharte Männer und Frauen in Badehosen beziehungsweise -anzügen in den Löschweiher sprangen.

Die Initiatoren nannten es kurz „Erstes Hausener Neujahrsspringen“ – und das „Eisbaden“ entsprang mehr oder weniger einer Schnapsidee. Denn wer zieht bei vier Grad Celsius Außentemperatur und fünf Grad Celsius Wassertemperatur schon freiwillig die Badehose an, um ins eiskalte Wasser zu springen? Johannes Brunner, einer der Initiatoren und Lokalmatador im Sommerbiathlon, seines Zeichens auch stellvertretender Bürgermeister, erzählte unserem Medienhaus, wie das Event zustande kam.

Im vergangenen Jahr waren die Altbachschützen Hausen zu Gast bei den Schützen „G’mütlichkeit Luckenpaint“ in Thalmassing. Nach einem harten Wettkampf wurden die Altbachschützen anstelle von Medaillen nur mit der Facebook-Aktion „Cold Water Challenge“ beglückt. Normalerweise krempeln die „Delinquenten“ dabei nur die Hosenbeine hoch und steigen für ein paar Minuten ins kalte Wasser. Wer „wasserscheu“ ist, kann sich auch mit einer satten Brotzeit aus der Affäre ziehen. Sich „rauskaufen“ war für die Hausener Athleten kein Thema. Das war unter ihrer Ehre.

Via Facebook luden die Schützen zu Jahresbeginn zum nasskalten Event ein. Die Schwimmer – vier junge Männer, teilweise durchtrainierte Sportler (das weibliche Pendant dazu waren Mutter und Tochter; keine durchtrainierten Sportler), aber alle zusammen mit viel Mut und einem Herz für Kinder! Dieses ganze Spektakel entpuppte sich überraschenderweise als Zuschauermagnet, und der Sprung ins eiskalte Wasser wurde von den Schaulustigen frenetisch beklatscht. „Das war für uns ein willkommener Ansporn“, erzählte Brunner. Auch wenn der „Schwimmstil“ bei dem kalten Wasser zu wünschen übrig ließ, war es doch ein regelrechter Adrenalinkick für die Beteiligten. „Nach einer feuchtfröhlichen Silvesternacht bekommt man schnell einen klaren Kopf“, erklärte er.

Die Feuerwehr stellte ihre Räume zur Verfügung, wo sich die Aktiven nach dem Winterbaden umziehen konnten. Geübt hatten die Adrenalinjunkies vorher alle nicht. Aber es waren vorsorglich drei Rettungsschwimmer dabei. Auch hätte sich niemand einen Schnupfen geholt.

Freunde und Gönner spendeten Chili con Carne, Glühwein und andere Getränke. Der gespendete Betrag für das Kaltwasserbaden betrug 347 Euro, die die „Neujahrsspringer“ der Kinderklinik KUNO in Regensburg überwiesen haben.

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