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Pläne

Projekte sorgen für Diskussion

Die Gemeinde Hausen lehnt den Bauantrag für ein Haus in Großmuß weiterhin ab. Das Anwesen „Buchner Lies“ wird abgerissen.
Von Edith Vetter

Das alte Anwesen „Buchner Lis“ in Großmuß ist bald Geschichte. Foto: Edith Vetter
Das alte Anwesen „Buchner Lis“ in Großmuß ist bald Geschichte. Foto: Edith Vetter

Hausen.Der Neubau eines Vier-Familien-Hauses mit acht Stellplätzen am Rehsteig in Großmuß wächst – trotz zweimaliger Ablehnung durch den Gemeinderat und drohender Nachbarschaftsklage. Wieder stand ein neuer Tekturplan der Bauherren Örge und Ufuk auf der Tagesordnung. Die Gemeinde hatte dem ersten Bauantrag aufgrund von Verstößen wie Bauhöhenüberschreitungen oder Nichteinhaltung von Abstandsflächen das Einvernehmen einstimmig verwehrt.

Daraufhin hätten die Bauherren das Landratsamt eingeschaltet, informierte Bürgermeister Erwin Ranftl. Dieses habe der Gemeinde mitgeteilt, dass das Bauvorhaben korrekt sei und der Gemeinde nahegelegt, den geänderten Tekturplan zu genehmigen, sonst erteile die Behörde das Einvernehmen.

Bauamtsleiter Stefan Krausenecker erklärte dazu, dass der Tekturantrag nach wie vor die Abstandsflächen nicht einhalten würde, genauso wie die Kniestockhöhe, die durch künstliche Aufschüttung „hochgetrickst“ worden sei. Ein Widerspruch gegen das Bauvorhaben von einem Nachbarn liege der Gemeinde bereits vor. Man habe seine Bauwünsche ohne Genehmigung verwirklicht, indem man erst mit erheblichen Veränderungen gebaut und nachträglich eine Tektur eingereicht habe, mutmaßte Gemeinderat Wolfgang Wurmer. Dass das Landratsamt in dem Fall gegen die Gemeinde arbeite, fanden sowohl der Bürgermeister als auch die Gemeinderäte nicht in Ordnung und lehnten einstimmig den Bauantrag erneut ab.

Bushäuschen in Auftrag gegeben

Viel Diskussionsbedarf gab es beim Standort und der Größe des geplanten Buswartehäuschens an der Dorfstraße in Herrnwahlthann. Gemeinderat Franz Schmidbauer fand den Standort gegenüber vom Kindergarten absolut unpassend, den Unterstand zu klein. Die ganze Aktion sei für ihn ein „Schnellschuss“ gewesen. Hier hätte sich zuerst der Bauausschuss ein Bild machen sollen, sagte er. Ein Standort weiter oben am Ortseingang Richtung Hausen schien Schmidbauer vernünftiger. Dazu ergänzte Ranftl, dass der Standort zusammen mit Beamten der Verkehrspolizei und des Landratsamts nach einer Ortsbesichtigung für ideal und verkehrssicher empfohlen worden sei. Gemeinderätin Margit Holzer erklärte dazu, dass die Eltern zufrieden seien mit der Entscheidung. Im Unterstand würden leicht vier bis fünf Kinder Platz haben. Mit zwei Gegenstimmen wurde der Auftrag für das neue Buswartehaus an die Firma Metallbau Reitinger in Hausen für 6759 Euro vergeben.

Bürgermeister Ranftl teilte mit, dass der Auftrag für den Abbruch des Anwesens „Buchner Lies“ in Großmuß vergeben werden könne. Restmaterial wie Altholz könne abgeholt werden. Die Abbruchfirma Christian Wurmer aus Hausen bekam einstimmig den Zuschlag mit 21 420 Euro.

In der Septembersitzung wurde die Sanierung der Oswaldstraße in Hausen beschlossen. Das Ingenieur-Büro Huber aus Meinung legte dem Gremium nun die erste Planung vor. Die Straßensanierung betreffe 277 Meter. Dabei solle die Straße von 6,50 Metern auf 5,50 verschmälert werden. Dazu komme ein Gehweg von 1,50 Metern. Die Sanierung beinhalte auch eine Grünstreifenauflockerung, um den „Autobahncharakter“ zu bremsen, betonte der Bürgermeister.

Parkplätze oder nicht?

Gemeinderätin Brigitte Kempny-Graf schlug vor, Stellplätze zu integrieren. Sie würden sich im Bereich der Hausnummern 15 und 17, wo Bäume geplant sind, eignen, meinte Wurmer. Gemeinderat Robert Schmack hielt es für keine gute Idee, einen Grünstreifen zwischen Straße und Bürgerstein zu errichten. Parkplätze für Friedhofsbesucher stünden hinterhalb des Friedhofes zur Verfügung. Der große Wendehammer sei ein idealer Parkplatz. Man könnte im nördlichen Teil Parkplätze mit Grüneinfassung integrieren, wie in der Erlenstraße, sagte Gemeinderat Dietmar Pernpeintner. Nach einer Anliegerbesprechung soll das Thema in der Dezembersitzung wieder auf der Tagesordnung stehen und es sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden, schloss Ranftl die Sitzung.

Weitere Themen:

Bauanträge: Aufstellen eines WC-Containers und Anbau eines Aufenthaltsbereiches im Gewerbering 8, Hausen – Neubau einer Güllegrube, Teugner Feld, Hausen – Neubau eines Laufstalls mit 108 Großvieheinheiten, Hausen.

Auftrag: Zwei Schiebetore für den Jagdgenossenschaftsstadel Großmuß wurden bei der Zimmerei Metzger, Herrnwahlthann, für 5093 Euro in Auftrag gegeben. (eav)

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