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Sitzung

Sicherheit ist Gemeinde Hausen wichtig

100 000 Euro werden für Feuerwehren investiert. Aber auch Bürgermeisteramt war ein Thema – Ranftl tritt 2020 nicht mehr an.
Von Edith Vetter

Viel Geld nimmt die Gemeinde für die Feuerwehren in die Hand. Archivfoto: Vetter
Viel Geld nimmt die Gemeinde für die Feuerwehren in die Hand. Archivfoto: Vetter

Hausen.In der Gemeinde Hausen wirft die Kommunalwahl 2020 ihre Schatten voraus. Bürgermeister Erwin Ranftl (Freie Wähler) kandidiert nicht mehr für das Amt des Gemeindeoberhaupts. Dies kündigte er in der Sitzung des Gemeinderats im Pfarrheim Herrnwahlthann an.

Nach zehn Jahren als Mitglied im Gemeinderat und sechs Jahren als ehrenamtlicher Bürgermeister sieht sich Ranftl an der Leistungsgrenze. „Es ist eine große Aufgabe, verschiedenen Herren zu dienen. Einen Hauptberuf zu haben und dann auch noch Bürgermeister einer Gemeinde mit 2140 Einwohnern zu sein. Das ist sehr viel Arbeit und Verantwortung“, sagte er.

Hausens Bürgermeister Erwin Ranftl Archivfoto: Vetter
Hausens Bürgermeister Erwin Ranftl Archivfoto: Vetter

Die Arbeitsabläufe in der Verwaltung und immer schwieriger werdende politische Entscheidungsfindungen machten es einem beruflich und privat nicht leicht. „Das ist ein Fulltime-Job“, so der 56-Jährige. Politische Beschlüsse müssten an die Verwaltung weitergegeben, Personalangelegenheiten geregelt werden. Ranftl ist Dienstvorgesetzter von rund 40 Beschäftigten. – vom Kindergarten bis zu Gemeindearbeitern und Reinigungskräften. „Da gibt es immer etwas zu regeln“, sagte der Bürgermeister. Neben der beruflichen Belastung würde auch privat ein Wohnortwechsel anstehen, der einer weiteren Periode als Bürgermeister entgegenstehe, so Ranftl.

Von ehren- zu hauptamtlich?

Gemeinderat Karl Besenhard (CSU) machte den Vorschlag, prüfen zu lassen, ob die Gemeinde sich einen hauptamtlichen Bürgermeister leisten könne. Die Gemeinde bestehe aus vielen Ortsteilen, die zu verwalten seien. Die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Bedingungen dafür wolle man möglichst schnell klären lassen, auf jeden Fall vor der Wahl 2020.

Ein Thema waren auch Anträge der drei Freiwilligen Feuerwehren Hausen, Herrnwahlthann und Großmuß. Die im Haushalt eingestellten 100 000 Euro für Neuerungen, Ersatzbeschaffungen und Baumaßnahmen wurden von den Räten durchgewunken. Ausschlaggebend war eine kürzlich stattgefundene Besichtigung der Feuerwehrhäuser durch die Kreisfeuerwehrführung. Diese ergab, dass für die Hausener und Herrnwahlthanner Wehren jeweils eine Abgasabsauganlage installiert werden müsse.

Gemeinderat gibt grünes Licht

  • Entscheidung

    Der Gemeinderat ist einverstanden, die Abgasabsauganlagen für die Feuerwehrhäuser Hausen und Herrnwahlthann zu beschaffen. Auch wird ein Materialzuschuss von maximal 34 500 Euro für Baumaßnahmen der Feuerwehr Großmuß gewährt.

  • Anschaffungen

    Die Tore für die Feuerwehren Hausen und Herrnwahlthann werden gekauft. Auch die weiteren Anträge wurden genehmigt und die Hälfte der Spindkosten werden übernommen.

Die Hausener beantragten noch neue Falttore, die Erneuerung eines Fensters in der Fahrzeughalle sowie eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses. Aufgrund der geänderten Einsatztätigkeiten, der damit verbundenen Aufstockung der Ausrüstung sowie der drastisch gestiegenen Einsätze sei das Feuerwehrhaus sehr beengt geworden. Ein separater Umkleideraum würde hier Abhilfe schaffen. Ebenso würden ein Lagerplatz und eine Waschmöglichkeit für die Einsatzfahrzeuge fehlen. Bezüglich Waschplatz verwies Vize-Bürgermeister Johannes Brunner (FW) auf den angedachten neuen Bauhof in der Gemeinde. Der Gemeinderat möchte sich vor Ort ein Bild über eine mögliche Erweiterung des Feuerwehrhauses machen.

Anbau beantragt

Bei der Herrnwahlthanner Feuerwehr wurden drei neue Sektionaltore und 54 neue Spinde beantragt. Zudem sollen eine Nebeneingangstüre, neue Heizungsleitungen sowie ein Stromanschluss für Tore und Absaugung eingebaut werden. Der Umbau der „Viehwaage“ in einen beheizten Spindraum und ein Anbau (Fertiggarage), um mehr Bewegungsfläche um das Fahrzeug zu haben, waren die Wünsche von der Feuerwehr Großmuß. Die Gemeinde soll die Materialkosten tragen, die Feuerwehr übernimmt die Arbeitsleistung.

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