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Gemeinderat

Baugrundverhältnisse ungünstig

Das Misch- und Gewerbegebiet Rottenburger Straße in der Gemeinde Herrngiersdorf geht in die erste Runde.
Von Edith Vetter

Die Erschließungsplanung für das Baugebiet „Burgmayerfeld“ wurde von den Gemeinderäten genehmigt. Foto: Vetter
Die Erschließungsplanung für das Baugebiet „Burgmayerfeld“ wurde von den Gemeinderäten genehmigt. Foto: Vetter

Herrngiersdorf.Schwerpunkt in der Gemeinderatssitzung war die Vorstellung der Erschließungsplanung für das Baugebiet „Burgmayerfeld“ in der Rottenburger Straße, Baubeginn März 2019 und Fertigstellung August 2019. Ingenieur Hermann Lichtenecker, stellte die Planung des Erschließungsträgers IKM Einstein, Unterwattenbach für das Misch- und Gewerbegebiet an der Rottenburger Straße vor, das auf Herrngiersdorfer Gemeindegebiet liegt.

Geplant sind 2,62 Hektar Misch- und Gewerbegebiet, also für Wohnen und Kleingewerbe mit derzeit zehn Bauparzellen.

Es solle sich hier ein „nicht störendes Gewerbe“ ansiedeln dürfen, in erster Linie Handwerker; keine lärmintensiven Betriebe. Die Straßenbau-Erschließung erfolge über die Rottenburger Straße mit Wendevorrichtung – spätere Erweiterung mit Ringschluss angedacht, so Lichtenecker. Die ungünstigen Baugrundverhältnisse erschwerten die Abwasserversorgung im Trennsystem.

Zum einen grenze das Baugebiet unmittelbar am Hochwassergebiet der Großen Laber an, und zum anderen würde das Grundwasser bis zu 1,30 Meter unter bestehendem Gelände anstehen. Eine dezentrale Versickerung des Niederschlagswassers sei deshalb nur sehr begrenzt möglich. Für die Schmutzwasser-Ableitung des Baugebietes werde eine Pumpstation notwendig sein, die Einleitung erfolgt bei der Firma Pritsch in den Kanal.

Für das Regenwasser ist größtenteils die Versickerung auf den Grundstücken geplant. Das restliche Regenwasser laufe über ein kleines Rückhaltebecken zum Mordackerbach. Das Gelände wurde auf Tragfähigkeit untersucht und genau aufgemessen. Zur Laber hin ist ein 20 Meter breiter Pufferstreifen geplant; dies sei mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt. Jede Bauparzelle benötige ein eigenes Hauspumpwerk.

Ebenso sei eine öffentliche Druckluftspülstation mit Fernüberwachung und Datenübermittlung wegen des hohen Grundwasserstandes notwendig. Gemeinderat Josef Bischof fragte, wie hoch die Betriebskosten für die Druckluftspülstation seien.

Die Wartung sei überschaubar, erklärte Lichtenecker. Neben dem Abwasseranschluss werde die Gasversorgung von der ESB Abensberg, die Stromversorgung und die Straßenbeleuchtung vom Bayernwerk Altdorf sowie die Telekommunikation mit Glasfaserausbau FTTH von der Telekom Landshut gestellt, ergänzte Lichtenecker.

Ob wegen der Gasleitung eine Straßensperrung an der Rottenburger Straße vorgenommen werde müsse, wollte Vize-Bürgermeister Josef Ebenslander wissen. Die würde halbseitig und dann auch nur einen Tag betragen, so Lichtenecker.

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