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Verkehr

Das Ende einer Odyssee für Sandsbach

Mordackerbrücke und KEH 24 sind wieder freigegeben. Auch Landrat Martin Neumeyer gehörte zu den „Leidtragenden“ der Sperre.
VON EDITH VETTER

Nach sechs Monaten Bauzeit: Nur freudige Gesichter sah man bei der offiziellen Verkehrsfreigabe der Kreisstraße KEH 24 und der neuen Mordackerbrücke in Sandsbach. Fotos: Vetter
Nach sechs Monaten Bauzeit: Nur freudige Gesichter sah man bei der offiziellen Verkehrsfreigabe der Kreisstraße KEH 24 und der neuen Mordackerbrücke in Sandsbach. Fotos: Vetter

Herrngiersdorf.„Brücken tragen, Brücken halten, Brücken verbinden! Doch Brücken entstehen nicht von selbst, wir müssen sie planen und bauen, um Menschen zu verbinden.“ In diesem Sinne wurden nach sechs Monaten Bauzeit die Mordackerbrücke über die Große Laaber, die Verbindung zwischen Langquaid und Sandsbach sowie ein Teilstück der Kreisstraße KEH 24 am Montag offiziell für den Verkehr wieder freigegeben. Gesamtkosten 1,6 Millionen Euro.

Die Bevölkerung der Gemeinde Herrngiersdorf und die politischen Honoratioren strahlten mit der Sonne um die Wette, als das Band zur Verkehrsfreigabe in einem symbolischen Akt durchschnitten wurde und die lange Zeit der „Abgeschnittenheit“ und „Umwege“ ein Ende hatte.

Den kirchlichen Segen spendeten Pfarrer Gerhard Schedl und Diakon Norbert Steger.

Im Mai 2017 habe der erste Spatenstich stattgefunden, ließ Andreas Fischer, der Leiter der Kreisstraßenverwaltung, den Brückenneubau Revue passieren.

Mit der Baumaßnahme wurde Mitte Mai begonnen. Der Brückenneubau wurde notwendig, da die bestehende Brücke einen zu kleinen Straßenquerschnitt und eine Gewichtsbeschränkung von 40 Tonnen hatte.

Ebenso war der bauliche Zustand äußerst schlecht und entsprach nicht mehr den aktuellen Anforderungen an die Verkehrssicherheit. Das alte Brückenbauwerk wurde abgerissen und durch eine neue Brücke aus Stahlbetonfertigteilen ersetzt. Die Gesamtlänge des Brückenbauwerkes beträgt 25,35 Meter, wobei die Fahrbahn zwischen den Kappen acht Meter beträgt. Die Gesamtbreite der Brücke beträgt jetzt 12,10 Meter. Im Anschluss an den Brückenbau wurde die Kreisstraße auf einer Länge von 270 Meter mit einer Fahrbahnbreite von 5,50 Meter sowie je mit einem Meter Bankett beidseitig ausgebaut. Die Bauausführung musste unter Vollsperrung des gesamten Verkehrs erfolgen.

Nach der Baumaßnahme sei eine erhebliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse zu verzeichnen, da die Engstelle behoben worden sei und die Brücke für den Schwerverkehr uneingeschränkt befahrbar und die Brücke mittels Leitplanken gesichert sei, so Fischer.

Landrat Martin Neumeyer lobte zudem die zügige Ausführung der Baumaßnahme und die bauausführenden Firmen Fahrner und Pritsch. Er dankte der Bevölkerung für die Geduld, die sie aufbringen musste. Auch er habe zu den Leidtragenden gehört, erzählte der Landrat, als er im Juni zum Seefest nach Semerskirchen fahren wollte, aber das Navi ihn überall hinführte, nur nicht zum gewünschten Ort.

Denn die Schleichwege kannten anscheinend nur die Ortskundigen. Ebenso sei für die heimische Wirtschaft der breitere Brücken-Neubau eine enorme Erleichterung.

Die beiden Bürgermeister Herbert Blascheck aus Langquaid, und Josef Barth aus Herrngiersdorf freuten sich über das gelungene Bauwerk, das jetzt wieder die Menschen in der Verwaltungsgemeinschaft verbinde, und dankten dem Landkreis für die gelungenen Baumaßnahmen. Sie wünschten allen Passanten allzeit eine gute Fahrt. Nach dem Segen durch den Sandsbacher Pfarrer Gerhard Schedl und Diakon Norbert Steger gab es im Vereinsstadl einen Imbiss für die Besucher.

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