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Finanzen

Das Hochwasser geht ganz schön ins Geld

Bilanz gezogen: Die Gemeinde Herrngiersdorf lag im Jahr 2016 bei den Ausgaben mit 200 000 Euro über den Ansätzen.
VON EDITH VETTER

Die Hochwasserkatastrophe im Frühjahr 2016 in Herrngiersdorf hatte der Gemeinde auch enorme Kosten verursacht. Foto: Vetter
Die Hochwasserkatastrophe im Frühjahr 2016 in Herrngiersdorf hatte der Gemeinde auch enorme Kosten verursacht. Foto: Vetter

Herrngiersdorf.In der letzten Gemeinderatssitzung vor Jahresschluss wurde der schuldenfreien Gemeinde vom Rechnungsprüfungsausschuss eine ordentliche Haushaltsführung attestiert mit einer Schlussbilanz-Summe für das Jahr 2016 von 19 402 172 Euro. Der Jahresüberschuss von 428 881 Euro wird auf die neue Rechnung vorgetragen.

Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses Martin Haltmayer hatte keinerlei Beanstandungen vorgetragen. Die Ausgaben lagen im laufenden Haushalt teilweise erheblich über den Ansätzen.

Dies sei allerdings der Hochwasserkatastrophe geschuldet gewesen, so Haltmayer. Die Mehrausgaben bezifferte er auf über 200 000 Euro. Im Investitionshaushalt blieb man unter den Ansätzen, da beispielweise die Kindergartenerweiterung erst sehr spät begonnen wurde. Die Räte hatten die angefallenen außerplanmäßigen Ausgaben nachträglich genehmigt. Daraufhin wurde Bürgermeister Josef Barth einstimmig entlastet.

Internet: Zwei Zugangspunkte

Kämmerer Ludwig Wagner berichtete über die Ortsbegehung durch Vodafone in den Ortsteilen Sandsbach und Herrngiersdorf. In Sandsbach sollen Wlan-Accesspoints beim Vereinstadel und in Herrngiersdorf beim Feuerwehrhaus errichtet werden. Die Kosten für die Ersteinrichtung werden mit 2500 Euro je Stützpunkt gefördert. Gemeinderat Hubert Steger wollte wissen, ob da jeder eine Verbindung aufbauen könne. Dies wurde vom Bürgermeister bestätigt. Da die Verbindung über das Bayern-Wlan-Programm des Freistaates Bayern laufe, entfalle die Störhaftung für die Gemeinde. Es seien auch entsprechende Jugendschutzfilter und dergleichen eingebaut, ergänzte er.

„Normal“ statt „öko“

Die Gemeinderäte beschlossen, dass im Rahmen der Bündelausschreibung 2020 bis 2022 „Normalstrom“ ausgeschrieben werden soll. Die Mehrkosten für Ökostrom belaufen sich auf circa 0,3 Cent pro Kilowattstunde, für Ökostrom aus Neuanlagen auf circa 0,5 bis 1 Cent pro Kilowattstunde.

Zum Kindergartenumbau informierte Bürgermeister Barth, dass der Kreisbrandmeister bei der Abnahme vorgeschlagen hatte, vernetzte Rauchmelder im Altbau zum Preis von 1528 Euro und ebenso zusätzliche Sprechanlagen mit Kosten in Höhe von 1405 Euro anzubringen. Die Notwendigkeit dieser Anschaffungen wollten die Räte noch einmal überprüfen.

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