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Gemeinderat

Gemeindehaus Herrngiersdorf wird saniert

Das leerstehende Gebäude wird aufgefrischt. Zum Abreißen erschien es dem Gemeinderat dann doch zu schade zu sein.
Von Edith Vetter

Das Gemeindehaus in Herrngiersdorf bekommt eine Verjüngungskur. Foto: Vetter
Das Gemeindehaus in Herrngiersdorf bekommt eine Verjüngungskur. Foto: Vetter

Herrngiersdorf. Das fast als „unendliche Geschichte“ anmutende Thema „Baugebiet Burgmayerfeld“ geht in die dritte, verkürzte Auslegungsrunde, nachdem diverse Anregungen und Stellungnahmen aus der letzten öffentlichen Auslegung eingearbeitet worden sind. Dies ist ein Ergebnis der jüngsten Gemeinderatssitzung von Herrngiersdorf. Auch entschieden die Räte im Sandsbacher Stadl über das „Schicksal“ des derzeit verwaisten Gemeindehauses in Herrngiersdorf.

Details zum Burgmayerfeld

Bürgermeister Josef Barth eröffnete den Räten die neuerlichen Stellungnahmen und Einwände der letzten öffentlichen Auslegung. Im Einzelnen wurden die Anregungen des Landratsamtes bezüglich Mitarbeiterwohnungen und Betriebsleiterwohnungen, schalltechnischem Gutachten und Ausgleichsflächen im Baugebiet in den Entwurf eingearbeitet. Das rund 2,6 Hektar große Misch- und Gewerbegebiet ist für Wohnen und Kleingewerbe mit zehn Bauparzellen ausgerichtet. Speziell im Gewerbegebiet wurde explizit auf die Mitarbeiter- und Betriebsleiterwohnungen eingegangen, die pro Betrieb auf insgesamt 150 Quadratmeter mit 25 Quadratmetern pro Wohnung begrenzt wurden. Die Wohnungen seien nur für Montagearbeiter oder Handwerker mit betrieblicher Nutzung zugänglich. Die vom Naturschutz geforderten Ausgleichsflächen konnten zwischen Unterschneidhart und Hellring erworben werden, informierte Kämmerer Ludwig Wagner. Nach Einarbeitung der Anregungen wurde einstimmig die verkürzte Auslegung (14 Tage) gebilligt.

Das seit längerem leerstehende Gemeindehaus stand ebenfalls zur Diskussion. „Abreißen oder Sanieren“ war die Frage, die Bürgermeister Barth in den Raum stellte. Bei dem großen Flüchtlingsandrang 2015 wurde das Gemeindehaus als Asylunterkunft generalsaniert mit rund 60 000 Euro, erinnerte er. „Zum Abreißen ist es zu schade“, befand Barth. Anfragen von potenziellen Mietern hätte er zur Genüge. Allerdings müsste im Innenbereich (Bad, Keller etc.) saniert werden. Auch beim Anbau oder am Schuppen sollte renoviert werden.

Platz für eine Familie

Das Haus mit einer Wohnfläche von circa 100 Quadratmetern und einer Gesamtfläche von rund 900 Quadratmetern würde für eine Familie mit zwei Kindern Platz bieten. Auch würde der Garten dann gepflegt werden, betonte Barth. „Ein leerstehendes Haus ist die schlechteste Lösung“, ergänzte Vize-Bürgermeister Josef Ebenslander. Barth regte an, dass sich der Bauausschuss vor Ort ein Bild machen solle, was an Renovierungen anstehe, bevor man es vermieten könne. Einstimmig votierte das Gremium, das Haus zu sanieren.

Auch das waren noch Themen in der Sitzung: Der TSV Herrngiersdorf stellte den Antrag auf Umrüstung der alten Flutlichtanlage auf eine modernde LED-Beleuchtung. Es gebe insgesamt 50 Prozent Zuschüsse vom Staat und BLSV. Gesamtkosten 25 000 Euro. Der TSV würde Montagearbeiten übernehmen, die Gemeinde 8000 Euro an Materialkosten.

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