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Kelheim

Juristische „Spitzfindigkeiten“

Baugebiet „Burgmayerfeld“ in Herrngiersdorf geht in zweite Auslegungs-Runde. Gerätehaus für Feuerwehr Sandsbach wird gebaut.
Von Edith Vetter

Eine nochmalige Auslegung ist erforderlich. Foto: Edith Vetter
Eine nochmalige Auslegung ist erforderlich. Foto: Edith Vetter

Herrngiersdorf. Die Änderung und nochmalige Auslegung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes für das Baugebiet „Burgmayerfeld“ in der Rottenburger Straße sowie eine Auftragsvergabe für das neue Feuerwehrhaus in Sandsbach waren Schwerpunkte in der Gemeinderatssitzung im Gasthaus Haslbeck in Semerskirchen. Bürgermeister Josef Barth begrüßte Fritz Bauer vom Planungsbüro KomPlan, der die Einzelheiten der Einwände schilderte, die eine nochmalige Auslegung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes erfordert hätten. Einwände des Landratsamts zum Hochwasserschutz und Bauplanungsrecht sollen in der Neuauslegung berücksichtigt werden. Bezüglich Betriebsleiter- und Mitarbeiter-Wohnungen müsste juristische „Spitzfindigkeiten“ mit dem Landratsamt geklärt werden, so Bauer. Ihm sei so etwas noch nie passiert. Aber die Gesetzeslage im Bauplanungsrecht könne behördenabhängig interpretiert werden. Bauer hoffte, dass man Ende Februar „Grünes Licht“ für die den Baubeginn geben könne. Denn der Investor und die Bauherren würden schon in den „Startlöchern“ stehen, ergänzte er. Bezüglich des Hochwasserschutzes müsse man das „Konfliktgebiet“ um einige Hundert Quadratmeter bebaubare Fläche vom Gewerbegebiet aussparen, erklärte der Planer. Geplant waren 2,62 Hektar Misch- und Gewerbegebiet, also für Wohnen und Kleingewerbe mit zehn Bauparzellen. Unter Einarbeitung der Ergänzungen wurde einstimmig eine neuerliche Auslegung gebilligt. Ebenso einstimmig wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes mit Grünordnungsplan „Burgmayerfeld“ für eine erneute Auslegung genehmigt.

Die Planung für einen Neubau eines Feuerwehrhauses für die Feuerwehr Sandsbach ist in trockenen Tüchern. Das Gebäude wird auf einem Areal von 6480 Quadratmetern Fläche am Ortsende neben der Tankstelle errichtet. Den Planungsauftrag für das rund 1,1 Millionen Euro teure Projekt erhielt das Architekturbüro Quadrat 45°, Regensburg. Das neue Feuerwehrhaus ersetzt das alte aus dem Jahr 1970. Die Grundfläche bezifferte Architekt Michael Müller mit 498 Quadratmetern, die Nutzfläche mit 406 Quadratmetern. In der Fahrzeughalle befinden sich zwei Stellplätze, ein befahrbarer Lagerbereich sowie eine Werkstatt. Ein Umkleidebereich, Aufenthalts- und Schulungsraum, Kommandantenbüro sowie Technikraum gehören zum Sozialbereich. Folgende Planungsleistungen für das Feuerwehrhaus wurden vergeben. Statik: Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Uhrmacher GmbH, Abensberg in Höhe von 13 490 Euro. Heizung/Sanitär: Planungsbüro Peter Beck, Langquaid in Höhe von 36 737 Euro. Elektro: Dötzel, Langquaid, 27 279 Euro.

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