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Bürgerversammlung

Nach der Krippe ist das FFW-Haus dran

Gemeindechef Barth stellt Herrngiersdorfer Vorhaben 2018 vor. Und nimmt auch schwarze Schafe unter den Bürgern ins Visier.
Von Edith Vetter

Das in die Jahre gekommene Sandsbacher Feuerwehrhaus wird durch ein größeres und moderneres Gebäude ersetzt. Foto: Vetter
Das in die Jahre gekommene Sandsbacher Feuerwehrhaus wird durch ein größeres und moderneres Gebäude ersetzt. Foto: Vetter

Herrngiersdorf.Ein gesunder Haushalt, große Ausgaben für die Kinderbetreuung, Hochwassergeschädigte und ein wenig Frust über mangelhaft erfüllte Bürgerpflichten und Feldgrenzstein-Verstöße – das waren die zentralen Themen bei der diesjährigen Bürgerversammlung im Gasthaus Haslbeck, Semerskirchen.

Viele Besucher konnte Bürgermeister Josef Barth zu der Versammlung begrüßen. In seinem Rückblick als auch Ausblick stellte er fest, dass trotz vieler Aufgaben und großer Investitionen im Straßenbau, in Bildungseinrichtungen und in die Ausweisung von Baugebieten der Gemeindehaushalt auf solider finanzieller Basis stehe. Allein die benötigte Erweiterung des Kindergartens „Sonnenschein“ um eine Kinderkrippe strapaziere mit rund 1,6 Millionen Euro das Gemeindesäckel arg. Als Zuschuss erhalte man voraussichtlich 250 000 Euro. Die Bauarbeiten hätten sich etwas verzögert; die Krippenkinder werden seit September im Bürgersaal der Feuerwehr betreut. Anfang Dezember, so Barth, können sie das neue Domizil beziehen, Mitte Dezember sei die Segnungsfeier vorgesehen.

Auch neues Feuerwehrauto ist nötig

Die Bauplätze in den Neubaugebieten wie „Reutstalweg“ in Herrngiersdorf oder „Am Mitterfeld II“ in Sandsbach fänden regen Absatz, die Nachfrage sei ungebrochen. Als neue Investitionen für 2018 müsse man das in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus in Sandsbach in Angriff nehmen, ebenso der Kauf eines neuen Feuerwehrautos.

Das in die Jahre gekommene Sandsbacher Feuerwehrhaus wird durch ein größeres und moderneres Gebäude ersetzt. Foto: Vetter
Das in die Jahre gekommene Sandsbacher Feuerwehrhaus wird durch ein größeres und moderneres Gebäude ersetzt. Foto: Vetter

Isidor Zierer fragte, wo das neue Feuerwehrhaus gebaut werden solle und wie groß es werde. Das neue Haus kommt laut Barth zwischen die Grundschule und den Vereinsstadl, wo das dortige Heizhaus deshalb entsprechend ausgerüstet worden sei. Zwei Stellplätze und ein Aufenthaltsraum seien vorgesehen, ergänzte Barth. Die Planung werde in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorgestellt.

Das verheerende Hochwasser 2016 steckte den Giersdorfern noch tief in den Knochen. Bürgermeister Barth erklärte dazu, dass die Gemeinde als Hilfeleistung bisher 203 000 Euro berappt habe. Anton Maier wollte wissen, ob es bezüglich Hochwasserschutz so etwas wie einen „Master-Plan“ gebe? Das nicht, so Barth, aber es seien bereits einige bauliche Vorkehrungen getroffen worden, wie größere Durchlassrohre beim Kindergarten Richtung Semerskirchen sowie in Tiefenbach und St. Johann. Mehr habe man noch nicht angreifen können, da es Probleme mit entsprechendem Grunderwerb speziell in Tiefenbach gebe. Beim Kinderspielplatz solle man die Bänke verankern, da diese vom Wasser damals weggespült worden seien, war eine Besucheranregung.

Wilder Müll, wandernde Grenzsteine

Der Bürgermeister seinerseits mahnte, dass nicht nur die Gemeinde, sondern auch die Bürger ihre Pflichten wie Schneeräumen und Sträucherrückschnitt erfüllen müssten. Besonders dreist fand er die wilden Müllablagerungen auf dem Humusvorrat oder die Nicht-Einhaltung von Feldgrenzen. Bei Nachvermessungen habe man Grenzsteine zwei Meter im Feld gefunden, und Wiesenwege seien gänzlich verschwunden. „Das ist in meinen Augen kein Kavaliersdelikt“, machte Bart seinem Ärger Luft.

Weitere Themen

  • Bürgermeister Barth dankte den Gemeindearbeitern und allen, die für den reibungslosen Ablauf des Winterdienstes sorgten.

  • Kritik:

    Tobias Dallmeier monierte, dass der Schulbustransport von der Grundschule oft nicht funktioniere. Man habe den Busunternehmer dahingehend informiert und um Verbesserung gebeten, da man sonst die Firma wechseln werde, so die Antwort.

  • Straßen:

    Hans Bauer sagte, dass die Straße Richtung Herrngiersdorf/Sittelsdorf für das heutige Verkehrsaufkommen (4,50 Meter) zu schmal sei und man sie verbreitern müsste. Bürgermeister Barth hat deswegen nach eigenen Angaben bereits zweimal beim Landratsamt vorgesprochen.

  • Info:

    Ab Ende November beherbergt die Gemeinde eine syrische Familie mit drei Kindern im Gemeindehaus. (eav)

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